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Climate policy for whom?
analyzing challenges and opportunities for multispecies sustainability in the context of Madrid
Hannah Elsa Grijns
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP Urban Studies
Betreuer*in
Rosa de la Fuente
DOI
10.25365/thesis.74467
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23656.89285.858712-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Vor dem Hintergrund sich gegenseitig beschleunigender ökologischer, sozialer, wirtschaftlicher und politischer Krisen ist es inzwischen allgemein anerkannt, dass wir unseren derzeitigen zerstörerischen Lebensstil nicht aufrechterhalten können. Regierungen in aller Welt haben die Notwendigkeit zu handeln in Pläne, Strategien und andere politische Verpflichtungen umgesetzt. Doch diese Klima- und Umweltpolitik ist unzureichend oder sogar kontraproduktiv. Diese These zeigt die problematischen Wurzeln eines Großteils dieser Politik auf, die oft auf einer anthropozentrischen, technokratischen und reduktionistischen Auffassung von "Nachhaltigkeit" beruht. Sie plädiert stattdessen für die Annahme einer "Multispezies-Nachhaltigkeit" im Sinne von Rupprecht et al. (2020), die unsere menschliche Verflechtung mit der übrigen Natur anerkennt. Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Multispezies Nachhaltigkeit. Sie gibt einen Überblick über die jüngsten akademischen Entwicklungen, die sich auf das Multispezies-Denken beziehen und vom Posthumanismus bis zum traditionellen ökologischen Wissen und von Fragen der Multispezies-Gerechtigkeit und -Repräsentation bis zur radikalen Stadtpolitik reichen. Über den theoretischen Beitrag hinaus nutzt die Studie den Fall Madrid, um die Multispezies Nachhaltigkeit in einem städtischen Umfeld zu operationalisieren. Sie führt eine argumentative Diskursanalyse der kommunalen Klima- und Umweltpolitik durch, die durch Experteninterviews ergänzt wird, um die Entwicklung der Nachhaltigkeitsdiskurse im Laufe der Zeit zu verstehen. Die Ergebnisse zeigen, wie wachstums- und status-quo-orientierte Diskurse über Nachhaltigkeit vorherrschen. Hoffnungsvoller stimmt die These, dass sich allmählich eine Verschiebung hin zu sozialeren und ökologischeren Erzählungen abzeichnet, die eine Chance für eine Multispezies Perspektive bieten. Die Untersuchung hebt mehrere ermutigende Entwicklungen hervor, die den Weg für die Anerkennung nicht-menschlicher Entitäten ebnen können, insbesondere im Zusammenhang mit der stark organisierten Zivilgesellschaft von Madrid. Die Arbeit endet mit einem Aufruf zum Handeln, zum Lernen aus bestehenden Praktiken und zum Erfinden neuer Praktiken sowie zum Wagnis, sich außerhalb des Konventionellen zu bewegen.
Abstract
(Englisch)
In the context of mutually accelerating ecological, social, economic, and political crises, it is by now generally recognized that we cannot uphold our current destructive lifestyles. Governments worldwide have translated the need to act into plans, strategies, and other political commitments. Yet this climate and environmental policymaking is insufficient, or even counterproductive. This thesis points at the problematic roots of much of this policymaking, often based on an anthropocentric, technocratic, and reductionist conception of ‘sustainability’. It instead argues for the adoption of ‘multispecies sustainability’ along Rupprecht et al. (2020), which acknowledges our human entanglement with the rest of nature. The current work contributes to the development of multispecies sustainability. It provides an overview of recent academic developments that relate to multispecies thinking, ranging from posthumanism to traditional ecological knowledge and from questions of multispecies justice and representation to radical urban politics. Beyond a theoretical contribution, the research uses the case of Madrid to operationalize multispecies sustainability in an urban setting. It conducts an argumentative discourse analysis of municipal climate and environmental policy, complemented with expert interviews, to understand the evolution of sustainability discourses over time. Its findings show the way growth- and status quo-oriented discourses on sustainability prevail. On a more hopeful note, the thesis also points at a gradual shift towards the adoption of more social and ecological narratives, providing a window of opportunity for multispecies perspectives. The research highlights several encouraging developments that can pave the way for the recognition of other-than-human entities, especially in the context of the strongly organized civil society of Madrid. The thesis ends with a call to action, to learning from existing practices and imagining new ones, and to daring to tread outside of the conventional.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Multispezies Nachhaltigkeit Anerkennung nicht-menschlicher Entitäten Nachhaltigkeitspolitik Klimakrise argumentative Diskursanalyse Stadt Madrid
Schlagwörter
(Englisch)
multispecies sustainability other-than-human recognition sustainability policy climate crisis argumentative discourse analysis City of Madrid
Autor*innen
Hannah Elsa Grijns
Haupttitel (Englisch)
Climate policy for whom?
Hauptuntertitel (Englisch)
analyzing challenges and opportunities for multispecies sustainability in the context of Madrid
Paralleltitel (Deutsch)
Klimapolitik für wen?
Paralleluntertitel (Deutsch)
Analyse der Herausforderungen und Chancen für eine artenübergreifende Nachhaltigkeit im Kontext von Madrid
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
133 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Rosa de la Fuente
Klassifikation
43 Umweltforschung > 43.30 Umweltpolitik
AC Nummer
AC16963713
Utheses ID
68416
Studienkennzahl
UA | 066 | 664 | |
