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Transborder informality: migrant's survival tactics and their impact in the public space of Palermo, Italy
Matias Lastra
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium DDP Urban Studies
Betreuer*in
René Kreichauf
DOI
10.25365/thesis.74479
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23872.91123.148064-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Forschung untersucht, wie Migrantenarbeiter den städtischen Raum in Palermo, Italien, gestalten. Diese Stadt, südlich der Europäischen Union gelegen, ist ein bedeutender Knotenpunkt, an dem im Laufe der Jahrhunderte mehrere Kulturen und Gesellschaften aufeinandertrafen. Historisch gesehen wurde Palermo in der italienischen Entwicklungsagenda vernachlässigt und zeigt gravierende sozio-urbane Probleme im Zusammenhang mit Armut, Informalität, Touristifizierung, Segregation und Arbeitsintegration. Ihre Nähe zu Afrika macht sie zu einem Konfliktpunkt zwischen dem Globalen Norden und Süden. Hier haben geopolitische Spannungen, Migrationsströme und die Degradierung des historischen Zentrums von Palermo das Gebiet in einen hochdiversen Raum verwandelt, in dem Menschen verschiedener Klassen und Herkünfte leben und arbeiten. Daher untersucht diese Forschung die Überlebensaktionen von Migranten und ihre Auswirkungen auf den öffentlichen Raum des Stadtviertels Albergheria-Ballarò, einem Teil des historischen Zentrums der Stadt. Die in dieser Forschung verwendeten Methoden waren hauptsächlich qualitativ, wie beispielsweise ethnographische Teilnehmerbeobachtungen kombiniert mit räumlicher und sozialer Kartierung. Darüber hinaus wurden Interviews mit 20 Immigranten, Verkäufern, Experten und Aktivisten geführt. Basierend auf einem postkolonialen Ansatz verwendet diese Forschung Theorie und Methoden, die im globalen Süden entwickelt wurden, um einen Fall von städtischer Informalität in Europa besser zu verstehen. Diese Analyse deckte verschiedene Taktiken von Immigranten auf, wie zum Beispiel Straßenverkauf, Schlafen im Auto und Autowächter. Die Studie zeigte, dass diese Praktiken sowohl von Immigranten als auch von der sizilianischen Arbeiterklasse ähnlich durchgeführt werden. Das Gebiet wird dann zu einer populären Zentralität, in der Straßenverkäufer, die vom formellen Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind, eine wirtschaftliche Überlebensaktivität ausüben und gleichzeitig erschwingliche Produkte für die einkommensschwache Gemeinschaft des Gebiets bereitstellen. In diesem Zusammenhang werden Bürgersteige und Straßen zu entscheidenden Räumen der Aneignung und des Streits, in denen Immigranten und Italiener in einem Kontext begrenzter staatlicher Einbindung eine interkulturelle städtische Ordnung schaffen.
Abstract
(Englisch)
This research examines how migrant workers produce urban space in Palermo, Italy. Located south of the European Union, this city is a significant crossroad location where multiple cultures and societies have encountered over the centuries. Historically relegated in the Italian development agenda, Palermo exhibits severe socio-urban issues related to poverty, informality, touristification, segregation, and work integration. Its proximity to Africa makes it a clashing point between the Global North and South. Here, geopolitical tensions, migratory flows, and the degradation of Palermo's historical center have converted the area into a highly diverse space where people of varied classes and origins live and work. Therefore, this research investigates migrants' survival actions and their impact on the public space of the neighborhood of Albergheria-Ballarò, part of the city's Historic Center. Methods used in this research were mainly qualitative, such as participant observation ethnographies combined with spatial and social mapping. Further, interviews were performed with 20 immigrants, vendors, experts, and activists. Based on a postcolonial approach, this research uses theory and methods produced in the global south to better understand an urban informality case in Europe. This analysis revealed immigrants' various tactics, such as street vending, car-sleeping, and car-watchers. The study showed that those practices are performed similarly by immigrants and Sicilians working class. The area then becomes a popular centrality in which street vendors, excluded from the formal labor market, perform an economic survival activity while providing affordable products to the low-income community of the area. In this context, sidewalks and streets become crucial spaces of appropriation and dispute in which Immigrants and Italians create an intercultural urban order in a context of limited state involvement.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Informalität grenzüberschreitend Migration Marginalisierung Ausgrenzung
Schlagwörter
(Englisch)
informality transborder migration marginalization exclusion
Autor*innen
Matias Lastra
Haupttitel (Englisch)
Transborder informality: migrant's survival tactics and their impact in the public space of Palermo, Italy
Paralleltitel (Englisch)
Grenzüberschreitende Informalität: Überlebenstaktiken von Migranten und ihre Auswirkungen im öffentlichen Raum von Palermo, Italien
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
129 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
René Kreichauf
Klassifikation
38 Geowissenschaften > 38.00 Geowissenschaften. Allgemeines
AC Nummer
AC16969090
Utheses ID
68425
Studienkennzahl
UA | 066 | 664 | |
