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Who determines the cloud?
the (in)compatibility between US governmental access to personal data in the cloud and GDPR
Martina Wedenig
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Informations- und Medienrecht [Berufsbegleitend]
Betreuer*in
Axel Anderl
DOI
10.25365/thesis.74764
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26368.89322.838694-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der einfache Zugriff auf und die Speicherung von Daten von nahezu jedem Ort aus ist nicht nur bequem, sondern bringt auch eine Menge Herausforderungen für die Strafverfolgung und die nationale Sicherheit mit sich. Auch wenn die wichtigsten Anbieter von Cloud-Diensten in den USA ansässig sind, werden die Daten in den allermeisten Fällen durch verschiedene Länder transportiert, was die herkömmlichen nationalen Rechtsverfahren zur Anforderung oder Beschaffung von Daten zu Ermittlungszwecken aufgrund des internationalen Umfangs und des manchmal unklaren Standorts an ihre Grenzen bringt. Trotz der fortschreitenden Globalisierung sind die Staaten aufgrund des völkerrechtlichen Souveränitätsprinzips in der Gestaltung ihres Rechtsraums unabhängig. Datenschutzgesetze schützen auf der einen Seite natürliche Personen und deren personenbezogene Daten und haben einen sehr breiten Anwendungsbereich mit oft extraterritorialer Anwendbarkeit. Auf der anderen Seite sind Staaten bestrebt, ihre Positionen zu stärken, indem sie einen leichteren Zugang zu gesuchten Daten für strafrechtliche und nationale Sicherheitszwecke erhalten, was wiederum zu einer weitreichenden extraterritorialen Reichweite führt. In jedem Fall führt jede extraterritoriale Anwendung einer Regelung letztlich zu einer Überschneidung der Anwendbarkeit mit den Regelungen eines ausländischen Staates und dessen Zuständigkeiten. Diese seit langem bestehende transatlantische Diskrepanz im Umgang mit und dem Zugang zu personenbezogenen Daten hat starke Auswirkungen auf die internationale Wirtschaft. Abgesehen davon, dass sowohl die EU als auch die USA bestrebt sind, eine dauerhafte und einvernehmliche Lösung auf politischer Ebene zu finden, und selbst mit dem neu in Kraft getretenen EU-US Datenschutzabkommen, bleibt die politische Unsicherheit für Unternehmen weiterhin bestehen und verlangt daher nach eigenständigen Lösungen. Diese Masterarbeit beschreibt die Anforderungen an den Datentransfer von der EU in die USA für Unternehmen auf der Grundlage des aktuellen transatlantischen Rechtsrahmens und soll Datenexporteuren Optionen für einen legalen und sicheren Datentransfer bieten. Sie konzentriert sich auf den Zugriff der US-Regierung auf elektronisch gespeicherte personenbezogene Daten im Hinblick auf die einschlägigen US-Bundesvorschriften und soll Lösungsansätze für Unternehmen bieten, die von beiden Regelungen betroffen sind. Die Bewertung stützt sich auf die Prüfkriterien, die der Europäische Datenschutzausschuss in seinen Empfehlungen für ergänzende Übermittlungsinstrumente und die europäischen Grundgarantien für Überwachungsmaßnahmen aufgestellt hat.
Abstract
(Englisch)
The easy storage and access to data from almost anywhere is not only convenient but raises a lot of challenges for law enforcement and national security. Even though the many major cloud service providers reside in the US, in a vast majority of cases data travels through various countries which brings traditional national legal processes how to request or obtain data for investigation purposes to its limits due to the international scope and sometimes unclear location. Despite progressive globalization, under the international law’s principle of sovereignty, countries are independent in shaping their legal sphere. On the one side, data privacy laws protect natural persons and their personal data with a broad scope and often extraterritorial applicability. On the other side, countries are striving to strengthen their position in gaining easier access to sought data for criminal and national security purposes which again results in a far extraterritorial reach. In any case, any extraterritorial application of a regulation ultimately leads to an overlap of applicability with a foreign state’s regulations and their competences. This long-lasting transatlantic discrepancy in the handling of and access to personal data has a strong impact on international business. Besides the fact that the EU as well as US are eager to find a long-lasting and amicable solution at a political level, and even with the newly enacted EU-US Data Privacy Framework now in place, uncertainty for companies remains which demands for self-independent solutions. This master thesis describes the requirements of data transfer from the EU to the US for companies based on the current relevant transatlantic legal framework and intents to provide options for data exporters on how to legally and securely transfer data. It focuses on the US governmental access to electronically held personal data in view of relevant federal US regulations and shall provide solution approaches for businesses affected by both regimes. The assessment is based on the testing criteria provided by the European Data Protection Board in its recommendations on supplement transfer tools and the European Essential Guarantees for surveillance measures.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
DSGVO Art 44-49 DSGVO internationale Datentransfers Datentransfermechanismen EU-US Datenschutzabkommen transfer impact assessment zusätzliche Garantien risikobasierter Ansatz US nationale Sicherheit FISA Foreign Intelligence Surveillance Act ECPA Electronic Communications Privacy Act SCA Stored Communications Act CLOUD Act Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act EO 14086 EO 1
Schlagwörter
(Englisch)
GDPR Art 44-49 GDPR international data transfers data transfer mechanisms EU-US Data Privacy Framework transfer impact assessment supplementary measures risk-based approach US national security FISA Foreign Intelligence Surveillance Act ECPA Electronic Communications Privacy Act SCA Stored Communications Act CLOUD Act Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act EO 14086 EO 12333
Autor*innen
Martina Wedenig
Haupttitel (Englisch)
Who determines the cloud?
Hauptuntertitel (Englisch)
the (in)compatibility between US governmental access to personal data in the cloud and GDPR
Paralleltitel (Deutsch)
Wer entscheidet über die Wolke?
Paralleluntertitel (Deutsch)
die (Un-)Vereinbarkeit zwischen dem Zugriff der US-Regierung auf personenbezogene Daten in der Cloud und der DSGVO
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
i, iv, 104 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Axel Anderl
Klassifikation
86 Recht > 86.55 Datenschutzrecht
AC Nummer
AC16993184
Utheses ID
68460
Studienkennzahl
UA | 992 | 942 | |
