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Einfluss von Iso-α-Säure auf die LTA-induzierte Immun- und Entzündungsreaktion: Untersuchungen in humanen Monozyten und im Zellkulturmodell
Klara Schoberleitner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Ina Bergheim
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74361
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29716.88780.834227-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Bakterielle Infektionen und die schwerwiegende Komplikation Sepsis zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Die Pathogenese einer Sepsis konnte zwar bisher nicht vollständig geklärt werden, bekannt ist jedoch, dass es zu einer Fehlregulation der Immunantwort und einem sogenannten Zytokinsturm (übermäßige Produktion von Zytokinen) kommt, was zur Schädigung des körpereigenen Gewebes führen kann. Grampositive Bakterien lösen eine Entzündungsreaktion aus, indem Toll-like Rezeptoren 2 auf den Zellen des angeborenen Immunsystems einen Zellwandbestandteil der Bakterien, die Lipoteichonsäure (LTA), detektieren. Die Modulation einer Immunreaktion stellt einen Angriffspunkt in der Behandlung und Prävention inflammatorischer Erkrankungen dar. Iso-α-Säure (IAA), eine aus dem Hopfen gewonnene Bittersäure, zeigte in Studien eine antiinflammatorische Wirkung, wobei bislang nur wenige Untersuchungen im menschlichen Organismus, vor allem mit ernährungsphysiologisch relevanten Mengen, durchgeführt wurden. Der molekulare Wirkmechanismus von IAA sowie die Wirkungsdauer sind bislang ebenfalls nicht vollständig geklärt. Ziel der Arbeit war es zu untersuchen, ob IAA in Dosen, wie sie auch in 250ml – 1000ml Bier vorkommen, einen Einfluss auf eine LTA-induzierte Entzündungsreaktion hat und welche Mechanismen hierbei von Bedeutung sein könnten. Hierzu wurde eine Pilotstudie bei gesunden, jungen Personen durchgeführt, die einmalig IAA in Form eines IAA-reichen Extrakts aufnahmen (15mg IAA, 45mg IAA, 90mg IAA, Placebo) und aus deren Vollblut anschließend Monozyten isoliert und mit LTA stimuliert wurden. Der Einfluss eines IAA-reichen Extrakts in der LTA-vermittelten Entzündungsreaktion wurde darüber hinaus im J774A.1 Zellkulturmodell untersucht. Effekte des IAA-reichen Extrakts auf eine Entzündungsreaktion wurden durch die Messung der proinflammatorischen Zytokine Tumornekrosefaktor-α (TNF-α) und Interleukin-6 (IL-6) sowie Nitrit in den Zellüberständen der humanen Monozyten und der J774A.1 Zellen mittels ELISA bzw. Griess Assay beurteilt. Insgesamt weisen die Ergebnisse der Humanstudie darauf hin, dass eine einmalige orale Aufnahme von IAA (15mg bzw. 90mg) in Form eines IAA-reichen Extrakts die LTA-induzierte TNF-α und IL-6-Freisetzung in Monozyten für einige Stunden mindern kann, was Hinweise für eine immunsuppressive Wirkung über einige Stunden bei gesunden Probandinnen gibt. Weiters wurde in J774A.1 Zellen eine verminderte LTA-induzierte TNF-α, IL-6 sowie NOx-Freisetzung nach der Inkubation mit 6,25-50μg/ml IAA nachgewiesen. Durch die Vorbehandlung der J774A.1 Zellen mit einem Aktivator der p38 Kinase konnte der antiinflammatorische Effekt der IAA teilweise aufgehoben werden. Im Rahmen weiterer Untersuchungen sollte die Wirkung einer längerfristigen bzw. wiederholten oralen Aufnahme von IAA auf inflammatorische Mediatoren ermittelt sowie weitere Untersuchungen zum molekularen Mechanismus der IAA durchgeführt werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Iso-a-Säure Immunreaktion Entzündung Hopfeninhaltsstoffe
Autor*innen
Klara Schoberleitner
Haupttitel (Deutsch)
Einfluss von Iso-α-Säure auf die LTA-induzierte Immun- und Entzündungsreaktion: Untersuchungen in humanen Monozyten und im Zellkulturmodell
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
X, 60 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ina Bergheim
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.00 Naturwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC16951092
Utheses ID
68524
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
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