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Interozeption bei drei Monate alten Säuglingen und ihren Müttern
Ann-Cathrine Gärtner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Stefanie Höhl
DOI
10.25365/thesis.74608
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11722.07585.408945-4
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Interozeption stellt die Wahrnehmung körpereigener Signale dar. Sie ist eine wichtige Fähigkeit, um den eigenen Körper zu regulieren, das Überleben sicherzustellen und konnte mit psychischen Störungsbildern in Zusammenhang gebracht werden. Es gibt Annahmen darüber, dass sich Interozeption durch die Interaktion mit der Bezugsperson entwickelt, jedoch ist bisher kaum genaueres darüber bekannt. Da es bislang nur heterogenen Ergebnissen aus vier empirischen Studien gibt, die interozeptive Sensitivität im Altersbereich von fünf bis 18 Monaten untersuchten, wurde im Rahmen dieser Masterarbeit die interozeptive Sensitivität bei drei Monate alten Säuglingen untersucht. Im Speziellen lag der Fokus auf einer Replikation eines Blickzeitparadigmas betreffend kardialer interozeptiver Sensitivität (N = 45) und der Erweiterung dieser Aufgabe um die respiratorische Modalität (N = 35). Weiters wurde erforscht, ob die Entwicklung der Interozeption von Säuglingen mit der selbstberichteten interozeptiven Genauigkeit und Aufmerksamkeit der Mutter zusammenhängt. Es konnte festgestellt werden, dass drei Monate alte Säuglinge auf Gruppenebene eine Blickpräferenz für synchron zum Herzschlag bewegende Bilder zeigten, was einen Hinweis für das Vorhandensein kardialer interozeptiver Sensitivität bei Babys darstellt. Betreffend der respiratorischen interozeptiven Sensitivität zeigten sich auf Gruppenebene keine Blickpräferenzen, wohl aber in Bezug auf absolute Blickzeitunterschiede. Weder die interozeptive Genauigkeit noch Aufmerksamkeit der Mutter hatten einen signifikanten Effekt auf die interozeptive Sensitivität des Säuglings. Diese Ergebnisse stellen wichtige neue Erkenntnisse des Vorhandenseins interozeptiver Sensitivität bei Säuglingen dar und liefern erste empirische Ergebnisse hinsichtlich des Einflusses durch die Mutter. Es bedarf jedoch weiterer Forschung, um diesen Entwicklungsverlauf genauer betrachten zu können und die gesunde Entwicklung von Babys zu fördern.
Abstract
(Englisch)
Interoception represents the perception of the body's internal signals. It is an important ability to regulate one's own body, to ensure survival and is associated with mental disorders. Regarding the development of interoception, there are assumptions that it is formed through the interaction with the caregiver, but so far little is known about it in detail. Since there are only heterogeneous results from four empirical studies investigating interoceptive sensitivity in the age range of five to 18 months, this master thesis investigated interoceptive sensitivity in three-month-old infants. Specifically, the focus was on replicating a gaze-time paradigm concerning cardiac interoceptive sensitivity (N = 45) and the modification of this task to investigate the respiratory modality (N = 35). Further, research was conducted to determine whether the development of interoception in infants is related to self-reported maternal interoceptive accuracy and attention. It was found that three-month-old infants showed group- level gaze preference for images moving synchronously with their heartbeat, indicating cardiac interoceptive sensitivity in infants. Regarding respiratory interoceptive sensitivity at the group level gaze preferences were not evident, but they were for absolute gaze time differences. Neither maternal interoceptive accuracy nor attention had a significant effect on infant interoceptive sensitivity. These results represent important new findings of the presence of interoceptive sensitivity in infants at an early age and provide the first empirical results regarding the influence by the mother. However, further research is needed to look more closely at this developmental trajectory and to promote healthy development in infants.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Interozeption Herzschlag Atmung Säugling Mutter Entwicklung
Schlagwörter
(Englisch)
interoception heartbeat respiration infant mother development
Autor*innen
Ann-Cathrine Gärtner
Haupttitel (Deutsch)
Interozeption bei drei Monate alten Säuglingen und ihren Müttern
Paralleltitel (Englisch)
Interoception in three-month-old infants and their mothers
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
46 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefanie Höhl
Klassifikation
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie. Allgemeines
AC Nummer
AC16979089
Utheses ID
68583
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
