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Die Wiener Ephrussis - eine jüdische Familie zwischen Vermögensentzug und Restitution
Astrid Wenz
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Interdisziplinäres Masterstudium Zeitgeschichte und Medien
Betreuer*in
Oliver Rathkolb
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74581
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13246.05939.870953-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit steht der Wiener Zweig der Familie Ephrussi im Mittelpunkt, eine ursprünglich aus der heutigen Ukraine stammende jüdische Handels- und Bankiersdynastie. Nach einer kurzen Einführung in die Anfänge des Bankhauses Ephrussi in Odessa behandelt der Hauptteil dieser Arbeit die Etablierung der Familie in der Wiener Ringstraßengesellschaft und das jähe Ende dieser durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich 1938. Zur Flucht gezwungen verloren Viktor Ephrussi und seine Nachkommen mit einem Schlag einen Großteil ihrer Besitztümer. Der Vermögensentzug geschah auf Basis von willkürlichen Bestimmungen, die das neue NS-Regime nach und nach eingeführt hatte, wehren konnten sich jüdische Familien praktisch kaum. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren vor allem die guten Kontakte zur US-Armee der entscheidende Faktor, durch den die Restitution ihrer geraubten Immobilien und Kunstwerke wesentlich schneller voranging als in der österreichischen Nachkriegsjustiz üblich. Diese Arbeit zeichnet am Beispiel Viktor Ephrussis den Weg vom Vermögensentzug bis zur Restitution jüdischen Besitzes nach, verspricht dabei aber keine Vollständigkeit, da auch bei einem gut dokumentierten Fall wie diesem immer noch Objekte verschollen bleiben.
Abstract
(Englisch)
This paper is centered around the Viennese branch of the Ephrussi family, a Jewish trading and banking dynasty that had its origins in modern-day Ukraine. After a short introduction into the start of their bank house in Odessa, the main part of this paper is focused on the establishment of the Ephrussi family in the Viennese Ringstraßen-society. With the Nazis taking power in Austria in 1938, their high social standing quickly diminished. Viktor Ephrussi and his family were forced into exile and had to leave most of their belongings behind. After the end of the war in 1945, one of Viktor’s sons – Ignaz – was able to use his position as a Captain in the US Army to enforce the US Property Control in Vienna to look for his family’s looted art and stolen property. His military background helped their restitution cases immensely, while other families waited years for similar efforts from the Austrian government. This paper is using Viktor Ephrussi as an example to show the way in which the Nazis legitimized the robbery of Jewish property during their regime in Austria and how the restitution of this property presented even more challenges for the former owners.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Nationalsozialismus Vermögensentzug Restitution Viktor Ephrussi Ephrussi Jüdische Geschichte Provenienzforschung Kunstrückgabe Edmund de Waal Der Hase mit den Bernsteinaugen Palais Ephrussi
Schlagwörter
(Englisch)
national socialism art restitution Ephrussi Viktor Ephrussi Edmund de Waal antisemitism
Autor*innen
Astrid Wenz
Haupttitel (Deutsch)
Die Wiener Ephrussis - eine jüdische Familie zwischen Vermögensentzug und Restitution
Paralleltitel (Englisch)
The Viennese Ephrussis - a Jewish family between robbery and restitution
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
90 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Oliver Rathkolb
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
15 Geschichte > 15.24 Zweiter Weltkrieg ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz. Österreich-Ungarn. Österreich ,
15 Geschichte > 15.96 Geschichte des jüdischen Volkes außerhalb des Staates Israel ,
20 Kunstwissenschaften > 20.89 Kunstgeschichte. Sonstiges
AC Nummer
AC16977843
Utheses ID
68608
Studienkennzahl
UA | 066 | 665 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1