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Intersectional coloniality
remapping the coloniality of power through the lens of gender-based violence in post-apartheid South Africa
Zoe Zaleski
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Individuelles Masterstudium Globalgeschichte
Betreuer*in
Brigitte Fuchs
DOI
10.25365/thesis.74522
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13270.09779.145261-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Südafrika hat eine der höchsten Raten an geschlechtsspezifischer Gewalt in der Welt. Darüber hinaus hat das Land eine einzigartige politische und wirtschaftliche Positionierung erlebt, indem es direkt von der kolonialen Herrschaft in das unterdrückerische Apartheid- Regime überging. Das führte dazu, dass der Schwerpunkt des postapartheidlichen Nationenbaus auf Vergebung und Versöhnung lag, und die verankerten strukturellen Ungleichheiten vernachlässigte, die als Grundlage der kolonialen Herrschaft weiterhin dienten. Obwohl es verschiedene Theorien über die Verbindungen zwischen Kolonialismus, Extraktivismus und Abhängigkeit in vielen postkolonialen Ländern gibt, besteht in der Literatur nach wie vor eine Lücke hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen kolonialen Erblasten in Subsahara-Afrika und ihrer Rolle bei der Erzeugung und Reproduktion struktureller geschlechtsbezogener Gewalt. Daher ist das Hauptziel dieser Arbeit, diese Lücke in der Literatur zu reduzieren und die Forschungsfragen zu beantworten: Wie manifestieren sich die theoretischen Verbindungen zwischen der Kolonialität der Macht und den hohen Raten geschlechtsbezogener Gewalt im postapartheidlichen Südafrika? Welche Rolle spielt die Kolonialität bei der Beeinflussung und Förderung struktureller Gewalt jenseits der theoretischen Grenzen des postkolonialen Diskurses? Da die vorherrschende akademische Welt und Theorien zur Abhängigkeit, Entwicklung und Kolonialität größtenteils in Europa und den Amerikas entstanden und zentriert sind, werden die Theorien zur Kolonialität und zur epistemischen Gewalt, beispielsweise die Colonial Matrix of Power (CMP), die von lateinamerikanischen Wissenschaftlern entwickelt wurden, auf den südafrikanischen geopolitischen Kontext angewendet, um diese Lücke zu schließen. Diese Theorien sind durch ihren westlichen und eurozentrischen Ursprung begrenzt und werden daher zu einem inklusiveren theoretischen Rahmen weiterentwickelt: intersektionale Kolonialität. Durch einen analytischen theoretischen Rahmen, Experteninterviews mit Vertretern südafrikanischer Organisationen und Wissenschaftlern, die im Bereich geschlechtsbezogener Gewalt tätig sind, und kritische Inhaltsanalysen der zusammengetragenen Daten wird eine gründliche Analyse darüber durchgeführt, wie geschlechtsbezogene Gewalt mit kolonialen Kontinuitäten im heutigen Südafrika verbunden ist. Dies soll zeigen, dass koloniale Kontinuitäten durch die postkoloniale Reproduktion von ‚Rassen‘ – und ethnischen Identitäten, Geschlechterrollen, patriarchaler Männlichkeit, sowie bestimmten sozioökonomischen Aspekten der Kolonialität die steigenden Raten geschlechtsbezogener Gewalt im zeitgenössischen Südafrika strukturell vorantreiben.
Abstract
(Englisch)
South Africa experiences some of the highest rates of gender-based violence (GBV) in the world (Africa Health Organisation, 2021). Additionally, the nation has experienced a unique political and economic positioning of moving directly from colonial rule into the oppressive apartheid regime, resulting in the focus of post-apartheid nation building to be centred on forgiveness and reconciliation within a rainbow nation – thus neglecting to decolonise the structural inequalities that served as the foundational basis of South African colonial rule. Although various theories exist on the linkages between colonialism, extraction economies, and dependency in many postcolonial countries, a gap remains in literature on the nexus between colonial legacies in Sub-Saharan Africa and how they both produce and reproduce structural gendered violence. Therefore, the primary objective of this thesis will be to close this gap in literature to answer the research questions: How do the theoretical linkages between the coloniality of power and high rates of gendered violence manifest in post-apartheid South Africa? What role does coloniality play in both influencing and driving structural reproductions of violence beyond the theoretical bounds of postcolonial discourse? Mainstream academia and theories surrounding dependency, development, and coloniality are in majority created in and centred around Europe and the Americas, therefore the theories of coloniality and the colonial matrix of power (CMP) as developed by Latin American scholars will be applied to the South African geopolitical context to close this gap. These theories are limited by the western-centric and Eurocentric origins in which they exist and will therefore be built upon to find a more inclusive theoretical framework: intersectional coloniality. Through an analytical theoretical framework, expert- interviews with representatives from South African organizations and scholars working within the field of gender-based violence, and critical content analysis of compiled data, a thorough analysis on how gender-based violence is linked to colonial continuities in contemporary South Africa is made to show that colonial continuities through the postcolonial reproduction of race and ethnic identities, gender roles, hegemonic patriarchal masculinity, as well as certain socio-economic aspects of coloniality are structurally driving the increasing rates of GBV in contemporary South Africa.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Kolonialität geschlechtsbasierte Gewalt intersectionale Kolonialität Nationenbildung postapartheidisches Südafrika
Schlagwörter
(Englisch)
coloniality gender-based violence intersectional coloniality nation-building post-apartheid South Africa
Autor*innen
Zoe Zaleski
Haupttitel (Englisch)
Intersectional coloniality
Hauptuntertitel (Englisch)
remapping the coloniality of power through the lens of gender-based violence in post-apartheid South Africa
Paralleltitel (Deutsch)
Intersectionale Kolonialität
Paralleluntertitel (Deutsch)
Neukartierung der Kolonialität der Macht durch die Brille geschlechtsbasierter Gewalt im postapartheidischen Südafrika
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
131 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Brigitte Fuchs
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.02 Philosophie und Theorie der Sozialwissenschaften
AC Nummer
AC16973857
Utheses ID
68610
Studienkennzahl
UA | 067 | 805 | |
