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Emanzipatorische Poesie
zwischen Diaspora und Avant-Garde
Conrad Marcelo Meißner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Individuelles Masterstudium Globalgeschichte
Betreuer*in
Amadou-Lamine Sarr
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74647
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18490.06049.207939-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In meiner Arbeit gehe ich der Frage nach, inwieweit die drei Dichter Langston Hughes, Nicolás Guillén und Léon-Gontran Damas Teil einer transnationalen Diaspora-Bewegung zwischen den beiden Weltkriegen waren und wie sie ihre politischen Bestrebungen für die koloniale und Schwarze Emanzipation in ihrer Dichtung propagierten. Welche literarischen Techniken setzen sie in ihren Gedichten ein, um ihren politischen Aktivismus mit ihrem poetischen Schreiben zu verbinden? Welchen Einfluss hatten andere moderne Strömungen, wie der Surrealismus von André Breton oder das von Jean-Paul Sartre propagierte Ideal des "écrivain engagé", auf ihr Schaffen? Diese Frage ist für die Forschung der Global Studies relevant, da sie versucht, drei Dichter über ihre jeweiligen französischen, englischen und spanischen Sprachgrenzen hinweg miteinander zu verbinden. Anstatt jeden Dichter nur innerhalb seines jeweiligen nationalen, kolonialen oder sprachlichen Rahmens zu betrachten, versucht meine Arbeit, ihre Bemühungen über die "Übersetzungslücken" hinweg in Beziehung zu setzen, die entstehen, wenn man ihr Werk vor dem historischen Hintergrund der 1930er Jahre kontrastiert und vergleicht. Nachdem ich einen Überblick über die theoretische Komplexität des Begriffs "Diaspora" und seine akademischen Vorzüge und Fallstricke skizziert habe, gebe ich einen Überblick über die wichtigsten Schwarz-französischen Zeitschriften der 1930er Jahre und setze sie in Beziehung zu avantgardistischen Schriften dieser Zeit, wie dem Surrealismus, den Schriften der Harlem Renaissance und Jean-Paul Sartres Konzept des "écrivain engagé". Vor diesem historischen Hintergrund begleite ich die drei Protagonisten meiner Arbeit, Hughes, Guillén und Damas, auf ihrem poetischen Weg und betone die Momente der Begegnung und des Austauschs zwischen ihnen mit einem biografischen Ansatz. Ich analysiere eine Auswahl von Gedichten, Reden und Zeitschriftenartikeln, die von und über die drei Dichter geschrieben wurden, um ihre politische Vision zu verstehen, wo es Überschneidungen und wo Unstimmigkeiten zwischen ihnen gab und wie sie ihre spezifischen politischen Ideale poetisch umsetzten. Es entsteht eine facettenreiche Landschaft der Schwarzen Diaspora und eine komplizierte Erzählung über den trans-atlantischen Austausch zwischen Europa und den Amerikas.
Abstract
(Englisch)
In my thesis I pursue the question, in how far the three poets Langston Hughes, Nicolás Guillén and Léon-Gontran Damas were part of a transnational diasporic movement between the two World Wars and how they propagated their political aspirations for colonial and Black emancipation through their poetry. Which literary techniques do they incorporate into their poetry in order to link their political activism to their poetic writing? Which influence did other modern currents, such as André Breton’s surrealism or the ideal of the “écrivain engage” as propagated by Jean-Paul Sartre have on their creative work? This question is relevant to the research of Global Studies as it attempts to link three poets across their particular French, English and Spanish language barriers. Instead of looking at each poet only within their particular national, colonial or linguistic framework, my work seeks to relate their efforts across the “gaps of translation” that emerge when one contrasts and compares their work before the historical background of the 1930s. After sketching an overview of the theoretical complexities of the term “diaspora” and its academical merits and pitfalls, I give an overview of the most prominent Black-Francophone journals of the 1930s and relate them to the Avant-Gardist writings of the time, such as Surrealism, the writings of the Harlem Renaissance and Jean-Paul Sartre’s conception of the “écrivain engage”. Then, before this historical background, I employ a biographical approach in ‘accompanying’ the three protagonists of my thesis, Hughes, Guillén and Damas, on their poetic endeavors, emphasizing the moments of encounter and exchange among them. I analyze a selection of poems, speeches and journal articles written by and on the three poets in order to comprehend their political vision, where there is overlap and where disagreement between them and how they realize their specific political ideals poetically. What emerges is a multi-faceted landscape of the Black intelligentsia during the Interwar period, as well as a complicated narrative of transatlantic exchange.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Schwarze Diaspora Poesie Trans-Atlantik Amerikas Langston Hughes Nicolás Guillén Léon-Gontran Damas Negritude Harlem Kuba Paris
Schlagwörter
(Englisch)
Black Diaspora Poetry Trans-Atlantic Americas Langston Hughes Nicolás Guillén Léon-Gontran Damas Negritude Harlem Kuba Paris
Autor*innen
Conrad Marcelo Meißner
Haupttitel (Deutsch)
Emanzipatorische Poesie
Hauptuntertitel (Deutsch)
zwischen Diaspora und Avant-Garde
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
111 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Amadou-Lamine Sarr
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.83 Lyrik ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC16980144
Utheses ID
68698
Studienkennzahl
UA | 067 | 805 | |
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