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Vigilance and feeding behaviour of Ruffs Philomachus pugnax during spring migration in Eastern Austria
Claudia Schüz
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Christian Schulze
DOI
10.25365/thesis.7588
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30174.40984.940262-9
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Studie testete Effekte von Truppgröße
und anderen potentiell wichtigen Variablen (Standort, Vegetationsbedeckung,
Windstärke, Bewölkung, Datum, Tageszeit und Nahrungshabitat) auf das
Sicherungsverhalten und die Nahrungsaufnahme von Kampfläufern Philomachus
pugnax während des Frühjahrszuges im Seewinkel, einem wichtigen Rastplatz für
Limikolen in Ostösterreich. Hierfür wurden Kampfläufer während der Nahrungssuche
an vier Salzlacken gefilmt. Insgesamt standen 681 Filmsequenzen für Analysen zur
Verfügung. Die zwei Hauptkomponenten des Furagierverhaltens, Sichern und
Nahrungsaufnahme, quantifiziert als Sicherungsrate (Häufigkeit von
Sicherungsverhalten pro 30 s) bzw. Pickrate (Häufigkeit von Pickverhalten pro 30 s),
waren nicht korreliert. Um Effekte der Prädiktorvariablen auf Sicherungs- und
Pickrate furagierender Kampfläufer zu testen, wurden Generalisierte Lineare Modelle
(GLMs) berechnet, wobei alle Variablen und alle möglichen Kombinationen von
Teilmengen der berücksichtigten Variablen inkludiert wurden. Drei Variablen
verblieben in den 12 besten GLMs (ausgewählt nach dem Akaike
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Informationskriterium) zum Testen von Effekten auf die Sicherungsrate von
Kampfläufern: Standort, Nahrungshabitat und Truppgröße. Diese Variablen hatten
nach der Wald-Statistik auch einen signifikanten Effekt auf die Sicherungsrate.
Neben Unterschieden der Sicherungsrate zwischen den Standorten, wiesen am Land
furagierende Kampfläufer eine signifikant höhere Sicherungsrate auf als semiaquatisch
furagierende Vögel. Zudem nahm die Sicherungsrate mit zunehmender
Truppgröße ab. Um Effekte der vorher erwähnten Prädiktorvariablen auf die Pickrate
zu testen, wurde die Mobilität der Kampfläufer während der Nahrungssuche –
quantifiziert als Anzahl an Schritten pro 30 s – in die Modellselektion miteinbezogen.
Vier der neun Prädiktorvariablen blieben im besten Modell: Standort, Windstärke,
Bewölkung und Datum. Zwei von ihnen, Standort und Windstärke, waren in allen 23
besten Modellen inkludiert und hatten nach der Wald-Statistik einen starken Effekt
auf die Pickrate. Die Pickrate stieg mit zunehmender Windstärke an. Um zusätzlich
mögliche Effekte von Mauserstatus bzw. Gefiederfärbung der Männchen (als
Indikator für ihren sozialen Status) auf Sicherungs- und Nahrungsaufnahmerate zu
evaluieren, wurden nur jene Präditorvariablen herangezogen, die bereits einen
signifikanten Effekt auf die Sicherungs- und/oder Pickrate zeigten (Standort,
Nahrungshabitat, Truppgröße, Bewölkung und Windstärke). Außerdem wurde das
Datum als Prädiktorvariable miteinbezogen und eine gegenseitige Interaktion
zwischen Datum und Mauserstatus bzw. männlicher Gefiederfärbung zugelassen, da
sich der Anteil an Vögeln in den verschiedenen Mauserstadien und Farbmorphen mit
fortschreitendem Frühjahrszug änderte. Berechnete GLMs zeigten keine
signifikanten Effekte des Mauserstatus oder des sozialen Status der Männchen auf
die Sicherungs- und Pickrate. Unsere Arbeit hebt - bei gleichzeitiger
Berücksichtigung anderer Variablen, die die Sicherungsrate beeinflussen - die
Bedeutung der Truppgröße hervor, um die Varianz der Sicherungsrate von
furagierenden Kampfläufern zu erklären. Im Gegensatz dazu hatte die Truppgröße
keinen direkten Effekt auf die Nahrungsaufnahmerate. Jedoch nahm die Schrittzahl
der Vögel mit zunehmender Truppgröße ab, was als Hinweis auf bessere
Nahrungsverfügbarkeit an jenen Standorten, an denen sich größere Trupps bilden,
gewertet werden kann. Das wird auch durch die Beobachtung verstärkt, dass die
Nahrungsaufnahmerate mit abnehmender Schrittzahl anstieg. Außerdem ist unsere
Beobachtung, dass sich das Sicherungs- und Nahrungsaufnahmeverhalten von
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Kampfläufern zwischen den Salzlacken signifikant unterschied, von wichtiger
Bedeutung für etwaige Schutzmaßnahmen.
Abstract
(Englisch)
This study tested for effects of flock size and other potentially important
variables (location, vegetation cover, wind force, cloud cover, date, time and feeding
habitat) on vigilance level and food intake of foraging Ruffs Philomachus pugnax
during spring migration at Seewinkel, an important stopover site for waders in
Eastern Austria. Therefore, foraging Ruffs were filmed at four different salt ponds.
Finally, a total of 681 film sequences were available for analysis. The two main
components of foraging behaviour, vigilance and food intake, measured as scan rate
(number of scans per 30 sec) and peck rate (number of pecks per 30 sec),
respectively, were not correlated. To test for effects of predictor variables on scan
and peck rate of foraging Ruffs Generalized Linear Models (GLMs) were calculated
including all variables and all possible subsets. Three variables remained in the 12
best GLMs (selected according to Akaike´s Information Criterion) testing for effects
on scan rate of foraging Ruffs: feeding location, feeding habitat and flock size. These
variables also significantly affected Ruffs´ scan rates according to Wald statistics.
Besides differences of scan rates between feeding locations, vigilance level was
significantly higher in terrestrially foraging Ruffs than in birds feeding at semi-aquatic
habitat patches. Furthermore, scan rate decreased with increasing flock size. To test
for effects of the eight aforementioned predictor variables on peck rate, the mobility
of Ruffs during foraging quantified as number of steps per 30 sec was included in all
calculated GLMs. Four of the nine predictor variables remained in the best model:
location, wind force, cloud cover and date. Two of them, feeding location and wind
force, were included in all 23 best models and had a strong effect on peck rate
according to Wald statistics. Peck rate increased with increasing wind force. GLMs to
assess effects of moult stage and colour morph of males (indicating their social
status) on vigilance and peck rate additionally only included predictor variables,
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which already proved to have a significant effect on scan and/or peck rate (location,
feeding habitat, flock size, cloud cover and wind force). Furthermore, we included the
date as predictor variable and allowed for a two-way interaction between date and
moult stage and male plumage colour, respectively, because both the proportion of
birds with different moult stage and birds belonging to different colour morphs
changed with progressing spring migration. Calculated GLMs did not indicate any
significant effects of moult stage or social status of males on scan and peck rate. Our
study emphasized that even when controlled for other variables affecting scan rates,
flock size still remains important for explaining variance in vigilance levels of foraging
Ruffs. In contradiction, flocking did not directly affect food intake rate. However,
stepping rate of birds decreased with increasing flock size indicating a better access
to prey at sites where larger flocks aggregate. This is confirmed by the observation
that food intake indeed increased with declining stepping rate. Furthermore, our
observation that Ruffs´ vigilance and food intake significantly differed between salt
pans has important implications for conservation.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Feeding habitat flocking food intake foraging behaviour moult peck rate scan rate Seewinkel social status soda ponds stepping rate wind force
Schlagwörter
(Deutsch)
Nahrungshabitat Trupp Nahrungsaufnahme Nahrungsaufnahmeverhalten Mauser Pickrate Sicherungsrate Seewinkel sozialer Status Salzlacken
Autor*innen
Claudia Schüz
Haupttitel (Englisch)
Vigilance and feeding behaviour of Ruffs Philomachus pugnax during spring migration in Eastern Austria
Paralleltitel (Deutsch)
Sicherungs- und Nahrungsaufnahmeverhalten von Kampfläufern Philomachus pugnax während des Frühjahrszugs in Ostösterreich
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
41 S. : graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Christian Schulze
Klassifikation
42 Biologie > 42.97 Ökologie: Sonstiges
AC Nummer
AC08166455
Utheses ID
6882
Studienkennzahl
UA | 439 | | |
