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Halbe-Halbe
das Potential von Arbeitszeitverkürzung zur Geschlechtergleichstellung - Österreich und Island im Vergleich
Anna Theurl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Sabine Prokop
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74589
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29026.08756.966548-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit basiert auf der Kritik daran, dass das österreichische Arbeitssystem auf einer Idee der Arbeitsteilung von Frauen* im Häuslichen und Männern* im Öffentlichen aufbaut. Mit diesem Hintergrund wurde ein gesellschaftlicher Rahmen rund um Institutionen, Normen und Wertehaltungen gebildet, welcher für die Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsmarkt ein Problem darstellt und zur Aufteilung von Männern* in Vollzeitstellen und Frauen* in Teilzeitstellen führt. In der vorliegenden Arbeit wird das Modell der Arbeitszeitverkürzung im Hinblick auf diese Aufteilung und sein Potential in Österreich untersucht. Dazu wird Österreich im Zuge der empirischen Erhebung mit Island verglichen, welches Vorreiter in Sachen Verkürzung der Arbeitszeit und geschlechtergerechter Arbeitsaufteilung ist. Die qualitativ empirische Erhebung erfolgt mittels Leitfadeninterviews von zwei Österreicher*innen und drei Isländer*innen, welche eine Expert*innenrolle für Arbeitsmarktfragen oder als Betroffene haben. So kann ein lebensnaher Einblick in die Problematik, wie auch eine lösungsorientierte Expertise gewährleistet werden. Neben den Interviews basiert die Arbeit auf Literatur zu marxistisch-feministischen Theorien und einer demographischer Aufarbeitung der Arbeitssituation. Es wurde sichtbar, dass eine Arbeitszeitverkürzung ein zentraler Schritt für die Gleichstellung von Männer* und Frauen* am Arbeitsmarkt ist. Die Arbeitszeitverkürzung nimmt Einfluss auf die Wertehaltung der Bevölkerung, den Arbeitsmarkt und die sogenannte Care-Arbeit. Dass die Arbeitszeitverkürzung so wie in Island auch in Österreich funktionieren könnte, wurde durch unterschiedliche isländische wie auch österreichische Expert*innen und mittels Literaturrecherche aufgezeigt. Was es dafür braucht, sind starke gewerkschaftliche Organisationen und eine Regierung, die neben ökonomischen auch soziale Ziele verfolgt. Also: Sowohl Maßnahmen von unten (Zivilbevölkerung), als auch von oben (Staat).
Abstract
(Englisch)
This master thesis is based on the critique that the Austrian labor system is built on an idea of division of labor between women* in the domestic and men* in the public. With this background, a societal framework has been formed around institutions, norms and value systems, which poses a problem for gender equality in the labor market and leads to the division of men* into full-time positions and women* into part-time positions. In this paper, the model of working time reduction is examined with regard to this division and its potential in Austria. In the course of the empirical survey, Austria is compared with Iceland, which is a pioneer in the reduction of working hours and gender-equal division of labor. The empirical survey is carried out by means of guided interviews with two Austrians and three Icelanders, who have an expert or a victim role. Thus, a real-life insight into the problem as well as a solution-oriented expertise can be guaranteed. In addition to the interviews, the work is based on literature on Marxist-feminist theories and a demographic review of the work situation. It became visible that a reduction of working hours is a central step for the equality of men* and women* on the labor market. The reduction of working hours influences the values of the population, the labor market and the so-called care work. The fact that the reduction of working hours could also work in Austria, as it did in Iceland, was demonstrated by various Icelandic and Austrian experts and by means of literature research. What is needed are strong trade union organizations and a government that pursues not only economic but also social goals. In other words, measures from below (civilian population) as well as from above (state).

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Geschlechtergleichstellung Care-Work Arbeitszeitverkürzung Feminismus Österreich Island
Schlagwörter
(Englisch)
gender equality care work working time reduction feminism Austria Iceland
Autor*innen
Anna Theurl
Haupttitel (Deutsch)
Halbe-Halbe
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Potential von Arbeitszeitverkürzung zur Geschlechtergleichstellung - Österreich und Island im Vergleich
Paralleltitel (Englisch)
Half-and-half
Paralleluntertitel (Englisch)
the potential of working time reduction for gender equality - a comparison of Austria and Iceland.
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
177 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sabine Prokop
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein. Sonstiges ,
89 Politologie > 89.55 Politische Entscheidung
AC Nummer
AC16978063
Utheses ID
68877
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1