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Music research in colonial Uganda
a historical investigation with emphasis on the work of Klaus Wachsmann
Patrick Eichler
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Musikwissenschaft
Betreuer*in
Julio César Mendívil Trelles
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74734
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30658.07828.117531-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der kritischen Auseinandersetzung mit Musikforschung in kolonialen Gesellschaften und Kontexten bestehen noch viele Lücken und offene Fragen. Die vorliegende Arbeit trägt zu dieser Aufarbeitung mit einer epistemologischen Fallstudie zum britischen Protektorat Uganda im 20. Jahrhundert bei. Ausgehend von postkolonialen Theorien zu Wissen, Macht und Kolonialität werden Sichtweisen auf Afrikanische Musik, die in eurozentrischen Wissensperspektiven entwickelt wurden, anhand eines regionalen Beispiels näher betrachtet. Um zu verstehen, wie Aspekte dieser Epistemologien in der Musikforschung im kolonialen Uganda präsent waren, wird ein Korpus aus vornehmlich textlichen Quellen (Forschungsliteratur, Berichte, Newsletter und ähnliches) im Hinblick auf Terminologien, Konzepte, Einstellungen und Narrative analysiert und interpretiert. Das hierfür ausgewählte Material stammt sowohl von Forscher:innen im engen Sinn als auch von kolonialen Amtspersonen, Missionar:innen und Reisenden, wobei ein besonderer Fokus auf den umfangreichen Aktivitäten und Beiträgen Klaus Wachsmanns von den 1930er- zu den 1960er-Jahren liegt. Die Arbeit zeigt hierbei auf, dass kolonial geprägte Perspektiven und Ideen in der Musikforschung auf heterogene, oft ambivalente Weise (re)produziert und verhandelt werden. Die Ergebnisse können in vier Bereiche geteilt werden: die hohe Präsenz von Ideen der Differenz und von essentialistischen Konzepten zu ‚Stämmen‘ und ‚ihrer‘ Musik; die Sammlung und Erforschung von Musikinstrumenten als Ausdruck eines ‚ordnenden‘ Impulses; Interesse an der Vergangenheit musikalischer Phänomene und die Formulierung historischer Narrative; sowie Wahrnehmungen von musikalischer Veränderung, des ‚Verlusts von Traditionen‘ und von Formen der Bewahrung. Diese vierteilige Beschäftigung zeigt, gemeinsam mit allgemeinen Reflexionen zu Kolonialität und ethnomusikologischer Wissensproduktion, Möglichkeiten für weitere kritische Auseinandersetzung mit Musikforschung in Uganda auf. Sie präsentiert damit aber ebenso Aspekte und Themen, die in Bezug auf andere Beispiele des kolonialen Afrikas interessant sein können.
Abstract
(Englisch)
Critical approaches to (ethno)musicological research carried out in colonial societies and frameworks still have many potential topics and areas to cover. This thesis aims to contribute an epistemological case study on music research in the British Uganda Protectorate in the 20th century. Theoretically grounded in postcolonial discussions of knowledge, power and coloniality, views on African music that have been developed in eurocentric knowledge perspectives are thus examined in a regional example and its specifics. To understand how aspects of these epistemologies are present in music research from colonial Uganda, a body of mainly textual sources (research publications, reports, newsletters and other documents) is analysed and interpreted regarding terminology, concepts, attitudes and narratives. While the selected material has been written by researchers in a strict sense as well as colonial officials, missionaries or travellers, a special focus is set on the activities and contributions of Klaus Wachsmann from the 1930s to the 1960s. The thesis thereby shows that colonially informed views and ideas are (re)produced and negotiated in the body of music research in heterogeneous, often ambivalent ways. Its findings can be grouped into four topics: the prevalence of ideas on difference and essentialist conceptions of various ‘tribes’ and ‘their’ music; the collection and study of musical instruments as expressions of an ‘ordering’ impetus; attempts to comprehend the past of musical phenomena and formulate historical narratives; and perceptions of musical change, ‘loss of traditions’ and modes of preservation. This four-part approach, together with general reflections on coloniality and the production of (ethno)musicological knowledge, points to possibilities for further critical assessment of music research in Uganda, but also presents aspects that are interesting to pursue for other examples from colonial Africa.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Uganda Musik Kolonialismus Ethnomusikologie Wissensgeschichte
Schlagwörter
(Englisch)
Uganda Music Colonialism Ethnomusicology History of Knowledge
Autor*innen
Patrick Eichler
Haupttitel (Englisch)
Music research in colonial Uganda
Hauptuntertitel (Englisch)
a historical investigation with emphasis on the work of Klaus Wachsmann
Paralleltitel (Deutsch)
Musikforschung im kolonialen Uganda
Paralleluntertitel (Deutsch)
eine historische Untersuchung mit Schwerpunkt auf der Arbeit Klaus Wachsmanns
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
108 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Julio César Mendívil Trelles
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.01 Geschichte der Wissenschaft und Kultur ,
15 Geschichte > 15.92 Afrika südlich der Sahara ,
73 Ethnologie > 73.62 Kunstethnologie. Musikethnologie
AC Nummer
AC16991470
Utheses ID
68956
Studienkennzahl
UA | 066 | 836 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1