Detailansicht

Schriftlichkeit und Botschaften auf Pfennigen des Ostalpenraums und Bayerns im 13. Jahrhundert
eine interdisziplinäre Annäherung
Raphael Wedam
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Individuelles Masterstudium Numismatik u. Geldgeschichte
Betreuer*in
Hubert Emmerig
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74907
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14475.21988.774847-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Arbeit setzt sich mit dem Phänomen der Schrift auf Pfennigen des 13. Jahrhunderts auseinander. Der räumliche Fokus liegt auf den Prägungen des Herzogtum Bayern sowie auf jenen des Wiener und Grazer Pfennigs. Im Einführungskapitel wird Schrift und Schriftlichkeit sowie Lesekompetenz im 13. Jahrhundert behandelt und ein Überblick über die im 13. Jahrhundert üblichen Schriftformen gegeben. Im Kapitel Schrift und Handel steht die Verbindung der Prägestätten an der Donau im Vordergrund, deren schrifttragende Pfennige durch eine Analyse der Aversstempel genauer betrachtet werden. Da einige schrifttragende Pfennige in die gleiche Zeit datiert wurden, stellt sich die Frage, ob es Anfang des 13. Jahrhunderts eine gemeinsame Werkstatt existierte, die Prägestempel mit Schrift für mehrere Münzstätten anfertigte. Im Zuge der Aversanalyse wird durch den paläographischen Vergleich diese Theorie widerlegt, da die Buchstabenformen zu unterschiedlich sind. Im Kapitel Schrift und Herrschaft wir die Frage genauer untersucht, inwieweit die sich schnell ändernden politischen Verhältnisse des „österreichischen Interregnums“ als Impuls für die stärkere Verwendung von Schrift auf Münzen dienten. Die alte Vorstellung der numismatischen Forschung von Schriftpfennigen als Anfangsgeprägen einer Herrschaft wird hier kritisch hinterfragt und zum Teil revidiert. Als besserer Lösungsansatz dient hier die Wanderung von Motiven aus anderen Regionen in den Ostalpenraum. In den meisten Fällen wanderte die Idee Schrift aus den Regionen mit ein, aus der der Herrscher dieser Region stammte. Der Weiteren wird in diesem Kapitel auf den beschreibenden Charakter der Schrift im Zusammenhang mit heraldischen Darstellung näher eingegangen. Am Ende der Arbeit steht noch der Ausblick auf das 14. und 15. Jahrhundert und die Frage wie sich die Form der Schrift nach dem 13. Jahrhundert verändert.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Schrift auf Münzen im 13. Jahrhundert
Schlagwörter
(Englisch)
coin inscriptions in the 13. Century
Autor*innen
Raphael Wedam
Haupttitel (Deutsch)
Schriftlichkeit und Botschaften auf Pfennigen des Ostalpenraums und Bayerns im 13. Jahrhundert
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine interdisziplinäre Annäherung
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
206 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hubert Emmerig
Klassifikation
15 Geschichte > 15.13 Numismatik. Sphragistik
AC Nummer
AC17020377
Utheses ID
69068
Studienkennzahl
UA | 067 | 309 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1