Detailansicht

Von Andromache bis Thetis
zur Stellung der Frauen im homerischen Epos
Claudia Luger
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Birgitta Eder
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29982.02543.530362-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Anhand der umfassenden Untersuchung aller weiblichen Hauptfiguren und vieler Nebenfiguren beider homerischen Epen war es das Hauptziel der Verfasserin, die Stellung der Frauen in der vermutlich ältesten literarischen Quelle der griechischen Frühzeit zu analysieren und ihre vielfältigen Funktionen in den verschiedenen epischen Gesellschaften sichtbar zu machen. Die Arbeit ist in sechs große Abschnitte gegliedert, wobei die Einleitung auch eine allgemeine Übersicht zu Homer, der Homerforschung und eine kurze Zusammenfassung über den Inhalt beider Epen bietet. In den folgenden fünf Kapiteln werden Frauen im Oikos, als Partnerinnen, Kriegsopfer oder Kriegerinnen, im Kult und Trauerritual sowie als Verführerinnen erfasst, wie sie vor mehr als zweieinhalb Jahrtausenden gesehen wurden. Um den Umfang der Untersuchung nicht zu sprengen, wurden sozialgeschichtlich relevante Aspekte anhand einzelner Frauengestalten herausgearbeitet. Dabei kristallisierten sich auch allgemeine Gesichtspunkte heraus, die in einem weiteren Schritt personenübergreifend untersucht wurden: Frauen: Bewegungsfreiheit, Brautgaben, Erbfolge, Frauenkataloge, Geschlechterdifferenz, Geschwisterehe, Hochzeit, Kult, Magie, Medizin, Misogynie, Mutterschaft, soziale Hierarchie, Trauerrituale, Verführung, Webkunst; Frauen und Männer: Freie und Unfreie, Gastfreundschaft, Gaben, Gewalt und sexuelle Gewalt, Kriegsgefangenschaft, Sexualität; Allgemeine Aspekte: Lügengeschichten, Mythos, patriarchalische Familienstruktur, Rechtssprechung, Sonstiges / Lebensweisheiten u.a. Die Vorstellung, Frauen seien in der epischen Gesellschaft unterrepräsentiert und den Männern a priori untergeordnet gewesen, ist nicht im Text begründet. Sie kann auch nicht ohne weiteres auf die historischen Zeitperioden, in welche die Epen als ein Amalgam von Schichten älterer und jüngerer Elemente einzuordnen sind, übertragen werden.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
analysis of female main characters minor figures Homer Iliad and Odyssey female functions oikos partnership war cult and mourning rituals seductresses
Schlagwörter
(Deutsch)
Analyse der weiblichen Hauptfiguren Nebenfiguren Homer Ilias und Odyssee Funktionen der Frauen Oikos Partnerschaft Krieg Kult und Trauerritual Verführerinnen
Autor*innen
Claudia Luger
Haupttitel (Deutsch)
Von Andromache bis Thetis
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Stellung der Frauen im homerischen Epos
Paralleltitel (Englisch)
From Andromache to Thetis ; the position of women in the epics of Homer
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
278 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Birgitta Eder
Klassifikation
15 Geschichte > 15.25 Alte Geschichte
AC Nummer
AC06995478
Utheses ID
691
Studienkennzahl
UA | 312 | 310 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1