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Informationszugang durch Gebärdensprachdolmetschen und Untertitelung in Österreich aus Sicht von gehörlosen und schwerhörigen Nutzer*innen
Lisa Kraus
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Franz Pöchhacker
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.74745
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-17031.21999.598552-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Gehörlose und schwerhörige Personen sind derzeit auf Gebärdensprachdolmetschung und Untertitelung angewiesen, wenn sie Zugang zu Informationen im österreichischen Fernsehen erhalten möchten. Diese Zielgruppe umfasst zwei Gruppen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und individuellen Bedürfnissen hinsichtlich untertitelten bzw. gebärdensprachgedolmetschten Nachrichtensendungen, welche in Österreich bisher kaum erforscht sind. Diese Untersuchung liefert eine Grundlage bezüglich des Nutzungsverhaltens, der Bedürfnisse und des subjektiven Verstehens der barrierefreien Sendungsangebote in Österreich von der schwerhörigen und gehörlosen Zielgruppe, die sich aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammensetzt. Hierzu wird ein Überblick über das untertitelte und in die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) gedolmetschte Programmangebot gegeben. Aus internationalen Studien zu diesem Themengebiet geht hervor, dass gedolmetschte Sendungsinhalte von Gehörlosen im Schnitt nicht ausreichend verstanden werden und dass es zahlreiche Gründe hierfür gibt. Darüber hinaus geht aus der bestehenden Literatur hervor, dass Nachrichteninhalte, welche von gehörlosen Moderierenden direkt in Gebärdensprache präsentiert werden, weitaus besser erfasst werden. Um die Meinungen, das Empfinden und das Verständnis der Zielgruppe in Österreich qualitativ abzubilden, wurden anhand eines Leitfadens Einzelinterviews durchgeführt, transkribiert und analysiert. Die Auswertung der Befragung ergab, dass die angebotenen Leistungen für Gehörlose und Schwerhörige unterschiedlich sein müssen, da weder nur Dolmetschung noch nur Untertitelung die Bedürfnisse beider Gruppen hinsichtlich Barrierefreiheit erfüllen. Grund hierfür ist die hohe Heterogenität innerhalb der Zielgruppe. Modalität, Verständnis und Nutzungsverhalten weichen voneinander ab, insbesondere unter Betrachtung der soziodemografischen Daten. Die Kritikpunkte am Status Quo der barrierefreien Angebote im österreichischen Fernsehen ähneln jenen aus der beschriebenen Literatur. Die Untersuchung zeigt zudem den Wunsch einer Anhebung der Untertitelungs- und Dolmetschquote im Fernsehen. Speziell das Untertitelungsangebot soll zusätzlich in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens ausgebaut werden. Weiters ergab die Analyse, dass Sender mehr Rücksicht auf die heterogenen Bedürfnisse der Zielgruppe nehmen, alternative Nachrichtenformate direkt in Gebärdensprache durch gehörlose Moderierende in Betracht ziehen und mit der Zielgruppe im Austausch stehen sollen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Gebärdensprachdolmetschen Untertitelung Informationszugang Barrierefreiheit Österreichische Gebärdensprache Gehörlosigkeit Schwerhörigkeit
Autor*innen
Lisa Kraus
Haupttitel (Deutsch)
Informationszugang durch Gebärdensprachdolmetschen und Untertitelung in Österreich aus Sicht von gehörlosen und schwerhörigen Nutzer*innen
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
128 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Pöchhacker
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.40 Nachrichtenwesen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.24 Gruppensprachen. Fachsprachen. Sondersprachen ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC16992508
Utheses ID
69105
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1