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Historische Zäsuren der Nachkriegsära im Spiegel politischer Reden
eine zeitgeschichtlich kontextualisierte politolinguistische Untersuchung
Jessica Kartusch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Manfred Michael Glauninger
DOI
10.25365/thesis.74837
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11180.38847.644744-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die politische Sprache in sechs Reden deutscher und österreichischer Spitzenpolitiker – Karl Renner, Leopold Figl, Konrad Adenauer, Richard von Weizsäcker, Franz Vranitzky und Willy Brandt – im Kontext zweier bedeutender historischer Zäsuren nach 1945, nämlich der unmittelbaren Nachkriegszeit einerseits und der Zeit des Endes des Kalten Krieges bzw. der Wiedervereinigung Deutschlands andererseits. Den theoretischen Rahmen bilden dabei die soziolinguistischen Paradigmen der Polito- und Diskurslinguistik sowie Erkenntnisse der Forschung zur österreichischen und deutschen Zeitgeschichte. Die erste Forschungsfrage zielte auf Parallelen und Unterschiede in den untersuchten Reden in Bezug auf sprachlich-funktionale Mittel, ideologische Positionierungen und historische Bezüge ab. In Beantwortung der zweiten Forschungsfrage wurden markante Unterschiede zwischen den Reden der österreichischen und deutschen Politiker hinsichtlich der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit/Schuld herausgearbeitet. Besonderer Fokus wurde dabei auf die Problematik der Österreich lang prägenden „Opferthese“ gelegt. Das Forschungsdesign der Masterarbeit impliziert sowohl eine hermeneutische Auswertung von Fachliteratur als auch eine inhaltlich strukturierende qualitative Inhaltsanalyse (nach Kuckartz / Rädiker 2022) der sechs Reden mittels Applikation der Software MAXQDA. In den Ergebnissen zeigen sich sowohl Parallelen als auch Unterschiede zwischen den ausgewählten Reden. Ersteres gilt vor allem hinsichtlich der ideologischen Positionierung der Redner, der negativen Haltung gegenüber dem nationalsozialistischen Regime und in Bezug auf das hohe stilistische Niveau der Reden. Unterschiede zeigen sich unter anderem bezüglich der Ansichten über die Aufarbeitung der NS-Schuld, wobei die historische Einbettung der jeweiligen Rede eine Rolle spielt. Vor diesem Hintergrund konnten neue Erkenntnisse zur politischen Sprache in Reden österreichischer und deutscher Politiker gewonnen werden, die anschlussfähig für weitere Untersuchungen sind.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
politische Reden politische Sprache Politolinguistik Diskurslinguistik Zeitgeschichte historische Zäsuren Korpusanalyse sprachlich-funktionale Merkmale Opferthese
Autor*innen
Jessica Kartusch
Haupttitel (Deutsch)
Historische Zäsuren der Nachkriegsära im Spiegel politischer Reden
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine zeitgeschichtlich kontextualisierte politolinguistische Untersuchung
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
157 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Michael Glauninger
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.20 Soziolinguistik. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.52 Syntax ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.55 Morphologie. Wortbildung ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.56 Semantik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.59 Lexikologie ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.62 Rhetorik. Stilistik
AC Nummer
AC17010765
Utheses ID
69258
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
