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"Componimenti", "poemetti" und "feste"
musiktheatrale Huldigung am Hof Kaiser Josephs I.
Konstantin James Benjamin Hirschmann
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Dr.-Studium der Philosophie (Dissertationsgebiet: Musikwissenschaft)
Betreuer*in
Michele Calella
DOI
10.25365/thesis.75633
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13676.37663.628312-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
An den Galatagen, den Geburts- und Namenstagen des HerrscherInnenpaars, wurden am Wiener Hof am Eingang des 18. Jahrhunderts in der Regel kleinere musikdramatische Werke aufgeführt, die unter Bezeichnungen wie componimento per musica / drammatico, poemetto drammatico, festa per musica oder serenata firmierten, Werke, denen aus Gründen des Aufbaus, des Inhalts oder der Länge nicht der Status eines dramma per musica zugedacht wurde. Diese Stücke werden in vorliegender Dissertation für die Zeit Josephs I. (1705–1711) aus den verschiedensten kulturwissenschaftlich und interdisziplinär ausgeleuchteten Blickwinkeln untersucht. Nach einer Gattungsbeschreibung dieser enkomiastischen Gelegenheitswerke sowie dramaturgischen und poetologischen Beobachtungen zur serenata am Wiener Hof in der ersten Dekade des 18. Jahrhunderts wird in librettobezogenen Studien der Funktionalität der Stücke als Teil der etwas schwerfälligen Repräsentations- und Propagandamaschinerie der Habsburger nachgespürt. Componimenti per musica werden als idealisierende Widerspiegelung der Ereignisse des Spanischen Erbfolgekriegs analysiert, die Joseph I. dedizierten Werke im Spannungsfeld von Huldigung, Ideologie und Legitimität durchleuchtet, während die der Kaiserin, Amalia Wilhelmine, gewidmeten Stücke als Nachhall neoplatonischer, protofeministischer Schriften der Renaissance neu gelesen werden. Anschließend werden die in den Textbüchern vorgefundenen Narrative und Topoi in das Panorama panegyrisch-propagandistischer Künste am Wiener Hof und im Heiligen Römischen Reich eingebettet, um einen zwischen serenata, persuasiv kommunizierender Kunst und über das Reich verteilter „multiplizierender Imagepflege“ (Jutta Schumann), einen zwischen Festgerüst, Katafalk und Medaille aufgespannten roten Faden nachverfolgen zu können. Im Spannungsfeld von moderner topic theory und zeitgenössischer Musiktheorie, unter Berücksichtigung von die Komposition beeinflussenden Faktoren wie dem Aufführungsraum (Freiluft – Theater – Kammer) und bestimmten gewissen Instrumenten anhaftenden Konnotationen, wird schließlich untersucht, wie politisch, wie panegyrisch die Musik sich präsentiert; ob sie an den durch die Libretti erzeugten Narrativen teilzuhaben vermag oder ob die Komponisten am Wiener Hof andere Strategien verfolgten.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Oper serenata Joseph I. Habsburger Panegyrik Propaganda Ideologie Imagepflege Libretto Spanischer Erbfolgekrieg
Autor*innen
Konstantin James Benjamin Hirschmann
Haupttitel (Deutsch)
"Componimenti", "poemetti" und "feste"
Hauptuntertitel (Deutsch)
musiktheatrale Huldigung am Hof Kaiser Josephs I.
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
453 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Gesa zur Nieden ,
Francesco Cotticelli
Klassifikationen
AC Nummer
AC17150041
Utheses ID
69288
Studienkennzahl
UA | 792 | 316 | |
