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Kriminelles Verhalten jugendlicher Mehrfach- und Intensivtäter als Lebensbewältigung unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung der Peergroup
Birgit Huber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Thomas Stompe
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.7719
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30485.81673.392764-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird, anhand von narrativ geführten Interviews mit jugendlichen Mehrfach- und Intensivtätern, die Theorie der Lebensbewältigung von Lothar Böhnisch überprüft. Im Fokus steht die subjektive Meinung der Betroffenen über die Ursachen ihrer kriminellen Handlungen und welche Bedeutung sie dabei der Peergroup zusprechen. Die Analyse entspricht dem Ansatz von Böhnisch, der Theorieansätze aus unterschiedlichen Disziplinen implementiert, um der Komplexität sozialer Auffälligkeit gerecht zu werden. Der Nachvollzug und das Verstehen der subjektiven Befindlichkeit der Jugendlichen, unter dem Paradigma der Anerkennung, ist das Kernstück der Analyse. Aus den Interviews kann klar definiert werden, dass alle Jugendlichen ein hohes Ausmaß an instabilen Faktoren aufweisen und deren Fundament, die Familienbeziehung, sich als hoch belastet darstellt. Die Peergroup fungiert als Ersatz für die defizitären Familienstrukturen und dient der Suche nach Anerkennung und Integration. So wird die Beziehung zur Peergroup als Mittel zur Selbstwertsteigerung und Selbstwertdemonstration genutzt. Die belasteten Familiensituationen und die gefühlte Isolation der betroffenen Jugendlichen führen so direkt zur Suche nach Gruppen, die ähnlich gelagerte Problematiken aufweisen. Innerhalb der Peergroup entwickelt sich dann eine Dynamik, deren Sog sich der Einzelne kaum entziehen kann, ohne dass er wieder isoliert ist. Die Theorie von Böhnisch kann dahingehend bestätigt werden, dass in Delikten Jugendlicher ein massiver Hinweis auf Lebensschwierigkeiten und soziale Hilflosigkeit steckt. Das Modell von Böhnisch kann für die pädagogische Praxis von daher als Leitfaden angesehen werden, der im Rahmen sozialpädagogische Bemühungen im Umgang mit Jugendkriminalität den Anspruch erfüllt, die Problematik zu erfassen und die pädagogische Praxis anzuleiten.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Jugendkriminalität Lebensbewältigung Peergroup
Autor*innen
Birgit Huber
Haupttitel (Deutsch)
Kriminelles Verhalten jugendlicher Mehrfach- und Intensivtäter als Lebensbewältigung unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung der Peergroup
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
188 S. graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Stompe
Klassifikationen
79 Sozialpädagogik > 79.03 Methoden und Techniken der Sozialpädagogik und Sozialarbeit ,
79 Sozialpädagogik > 79.16 Jugendhilfe ,
79 Sozialpädagogik > 79.20 Resozialisierung
AC Nummer
AC07972325
Utheses ID
6955
Studienkennzahl
UA | 297 | | |
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