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Angst vor dem Glanz
die Furcht vor positiver sozialer Bewertung im Alltag von Jugendlichen
Julia Christina Langkabel
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Martina Zemp
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.75184
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21505.54802.911993-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die soziale Angststörung stellt eine der prävalentesten psychischen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters dar. Dies wird unter anderem auf den rasanten Anstieg psychischer und sozialer Herausforderungen zurückgeführt, mit denen Kinder und Jugendliche spätestens zu Beginn der Pubertät konfrontiert werden. Neben dem zentralen Diagnosekriterium der Furcht vor negativer Evaluation (FNE), gilt dem Symptombereich der Furcht vor positiver sozialer Evaluation (FPE) wachsendes Interesse. Die FPE wird als einer der Schlüsselfaktoren betrachtet, um eine Beeinträchtigung des allgemeinen positiven Erlebens bei Betroffenen der sozialen Angststörung zu verstehen. Im Fokus der vorliegenden Untersuchung stand die Furcht vor positiver sozialer Evaluation, assoziierte Strategien zur Emotionsregulation und Veränderungen im Affekt von Jugendlichen, die soziale Bewertungsängste erleben. Die Studie dieser Masterarbeit stellt eine elektronische Tagebuchstudie dar, deren Datenerhebung das Ecological Momentary Assessment (EMA) einschließt. Die gewonnen Daten basieren auf einer Stichprobe von 13 Jugendlichen aus dem Raum Wien und wurden anhand der hierarchischen linearen Regression modelliert. Es zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang zwischen der FPE auf Trait-Ebene und der Anwendung adaptiver Emotionsregulationsstrategien auf State-Ebene. Darüber hinaus resultierte der Befund, dass die Akzeptanz emotionaler Reaktionen positiv mit dem generellen positiven Affekt einer Person assoziiert ist. Zusätzlich zeigte sich eine signifikante positive Assoziation zwischen der FPE und dem negativen Affekt im Anschluss an den Erhalt von positivem sozialem Feedback. Die beschriebenen Ergebnisse demonstrieren, dass eine jugendliche Stichprobe mit einer substanziellen psychischen Belastung keine veränderte Anwendung adaptiver Emotionsregulationsstrategien in Abhängigkeit von sozialen Bewertungsängsten praktizierte. Hierdurch steigt das Bewusstsein für adaptive Emotionsregulationsstrategien als mögliche Ressourcenquelle Betroffener der sozialen Angststörung.
Abstract
(Englisch)
Social anxiety disorder (SAD) represents one of the most prevalent mental health disorders during childhood and adolescence. This is attributed, in part, to the rapid increase in psychological and social challenges that children and adolescents encounter, particularly at the onset of puberty. Beyond the central diagnostic criterion of fear of negative evaluation (FNE), there is a growing interest in the symptom domain of fear of positive social evaluation (FPE). FPE is considered a key factor in understanding the impairment of overall positive experiences in individuals with social anxiety disorder. The present study focused on the fear of positive social evaluation, associated emotion regulation strategies and changes in affect in adolescents experiencing social evaluation anxiety. The study of this master's thesis is an electronic diary study including Ecological Momentary Assessment (EMA). The study’s sample consisted of 13 adolescents from the Vienna area and was modeled using hierarchical linear regression. No significant association was found between FPE at the trait level and the utilization of adaptive emotion regulation strategies at the state level. Furthermore, the findings indicate that the acceptance of emotional reactions is positively associated with a person's overall positive affect. Additionally, a significant positive association was observed between FPE and negative affect following the receipt of positive social feedback. The results demonstrate that an adolescent sample experiencing substantial psychological distress did not exhibit altered application of adaptive emotion regulation strategies based on social evaluation anxiety. This highlights adaptive emotion regulation strategies as a potential resource for individuals affected by social anxiety disorder.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Furcht vor positiver sozialer Bewertung Soziale Angststörung Emotionsregulation Adoleszenz Affekt EMA
Schlagwörter
(Englisch)
fear of positive social evaluation social anxiety disorder emotion regulation adolescence affect EMA
Autor*innen
Julia Christina Langkabel
Haupttitel (Deutsch)
Angst vor dem Glanz
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Furcht vor positiver sozialer Bewertung im Alltag von Jugendlichen
Paralleltitel (Englisch)
Fear of radiance
Paralleluntertitel (Englisch)
fear of positive social evaluation in the everyday lives of adolescents
Publikationsjahr
2023
Umfangsangabe
91 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martina Zemp
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.46 Emotion ,
77 Psychologie > 77.56 Jugendpsychologie ,
77 Psychologie > 77.63 Soziale Interaktion. soziale Beziehungen ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC17055793
Utheses ID
69614
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1