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"Ich war mir stets unsicher, was Erinnerung leistet"
Einar Schleefs archäologische Dramaturgie am Beispiel von "Wessis in Weimar" und "Herr Puntila und sein Knecht Matti"
Matthias Scheibner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Stefan Hulfeld
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.7749
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29379.50315.461155-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit behandelt die produktionsdramaturgischen Mechanismen, die der Regisseur, Bühnenbildner und Autor Einar Schleef in seinen Inszenierungen umsetzte. Schleef war eine der am kontroversiellsten diskutierten Persönlichkeiten der deutschsprachigen Theaterlandschaft der letzten Jahre. Seine kompromisslose Herangehensweise an die Stoffe sowie seine stark formalisierte Theatersprache ließen ihn immer wieder ins Zentrum der Kritik rücken. Gerade seine Auseinandersetzung mit Geschichte, vor allem aber der jüngeren deutschen Geschichte, zeigte die Ambivalenz, mit der diese Thematik in der Öffentlichkeit behandelt wird. Ausgehend davon wird hier anhand von allgemeinen Überlegungen zu Dramaturgie und deren Umsetzung in einem Schauereignis ein dramaturgisches Rüstzeug erarbeitet, um ein Beschreibungsinstrumentarium für die spätere Analyse zu erhalten. Dieses wird an spezifischen Ausführungen zu postdramatischen Wirkungsmechanismen und in der Beschreibung der Theatermittel, über die Schleef verfügte, verfeinert. Schleefs Methode spaltet sich in zwei grundlegende Verfahrensweisen. Zum einen wird auf der Textebene die Anreicherung des Ausgangsstoffes mit historischem Material untersucht, was dieses in einen völlig neuen Bezug setzt und zum Ausgangspunkt seiner Theaterpraxis macht. Die historisierende Betrachtung ermöglicht, es Kontinuitäten vor allem in Hinsicht auf die Strukturen und Mechanismen von Machtmissbrauch und politischer Unterdrückung aufzudecken. Hierbei spielt der titelgebende Ausdruck der „Archäologie“ eine wichtige Rolle. Archäologische Dramaturgie erscheint hier passend, da es Schleefs grundlegende Methode umschreibt, sich über historischen Schichtungen, die sich zwiebelgleich um eine Thematik legen, tiefer in das vorliegende Material einzugraben, um so den zugrundeliegenden Konflikt freizulegen. Die zweite Verfahrensweise in seiner dramaturgischen Methode war es, diesen Konflikt szenisch umzusetzen. Anhand der Inszenierungsanalysen von Herr Puntila und sein Knecht Matti und Wessis in Weimar werden die theatralen Zeichensysteme, durch die sich dieser Konflikt ausdrückt, aufgedeckt und es wird gezeigt, wie sich ein grundlegender gesellschaftlicher Konflikt in der Körperlichkeit der SchauspielerInnen als unmittelbarer Erfahrungswert für das Publikum manifestieren kann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Theater Dramaturgie Historizität Einar Schleef
Autor*innen
Matthias Scheibner
Haupttitel (Deutsch)
"Ich war mir stets unsicher, was Erinnerung leistet"
Hauptuntertitel (Deutsch)
Einar Schleefs archäologische Dramaturgie am Beispiel von "Wessis in Weimar" und "Herr Puntila und sein Knecht Matti"
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
176 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Hulfeld
Klassifikationen
24 Theater > 24.03 Theorie und Ästhetik des Theaters ,
24 Theater > 24.12 Regie, Dramaturgie
AC Nummer
AC08024399
Utheses ID
6983
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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