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Beschriftung auf dem "Schwarzen Quadrat" von Kasimir Malewitsch
Handschriftenuntersuchung; Presserezeption
Yulia Amaeva
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Raphael Rosenberg
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.75380
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30462.71480.917552-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Jahr 2015 führte die Tretjakow-Galerie in Moskau anlässlich des 100. Jahrestages der Entstehung des „Schwarzen Quadrats“ von Kasimir Malewitsch eine technologische Untersuchung der Leinwand durch. Die Ergebnisse wurden von Vertretern der Galerie auf Konferenzen in Riehen und Moskau veröffentlicht. Eines der unerwartetsten Ergebnisse war die Entdeckung einer kaum leserlichen Beschriftung auf dem unteren weißen Feld des „Schwarzen Quadrats“. Obwohl die Tretjakow-Galerie erklärte, dass die Aufschrift vom Künstler selbst stamme, wurde keine graphologische Expertise vorgelegt. Somit war die Frage nach der Autorschaft der Aufschrift ungeklärt. In der vorliegenden Arbeit wurde die Bedeutung des Suprematismus und des „Schwarzen Quadrats“ für die Kunstgeschichte betrachtet, um zu verstehen, wie wichtig die gefundene Aufschrift ist, stamme sie von Malewitsch oder nicht. Danach wurde die Handschrift von Kasimir Malewitsch im Vergleich zur Handschrift der 2015 entdeckten Aufschrift auf der Grundlage der methodologischen Literatur zur forensischen Handschriftuntersuchung systematisch analysiert. Anschließend wurde die Pressereaktion auf die Veröffentlichung der Ergebnisse der Leinwanduntersuchung analysiert. Die Ergebnisse der Handschriftuntersuchung zeigten, dass es nicht möglich ist, die Aufschrift dem Künstler zuzuschreiben. Das bedeutet, dass die Reaktion der Presse, die Malewitsch des Plagiats und des Rassismus beschuldigte, ungerechtfertigt war. Dies ist zum Teil die Schuld der Tretjakow- Galerie, die sich beeilte, die Sensation zu veröffentlichen, aber es versäumte, eine Bestätigung von Graphologie-Experten vorzulegen, möglicherweise ohne sie überhaupt zu kontaktieren.
Abstract
(Englisch)
In 2015, the Tretyakov Gallery in Moscow conducted a technological examination of the canvas to mark the 100th anniversary of the creation of Kazimir Malevich's “Black Square”. The results were announced by representatives of the gallery at conferences in Riehen and Moscow. One of the most unexpected results was the discovery of a barely legible inscription on the lower white field of the "Black Square". Although the Tretyakov Gallery declared that the inscription was written by the artist himself, no graphological expertise was provided. This left the question of the authorship of the inscription unresolved. In the present work, the significance of Suprematism and the "Black Square" for art history was considered in order to understand the importance of the discovered inscription, whether it was made by Malevich or not. Then the handwriting of Kazimir Malevich was systematically analyzed in comparison to the handwriting of the inscription found in 2015 based on the methodological literature on forensic handwriting examination. Subsequently, the press reaction to the announcement of the results of the canvas examination was analyzed. The results of the handwriting examination showed that it is not possible to attribute the inscription to the artist. This means that the reaction of the press, which accused Malevich of plagiarism and racism, was unjustified. This is partly the fault of the Tretyakov Gallery, which rushed to publish the sensation but did not provide confirmation from graphology experts, possibly without even contacting them.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Abstrakte Kunst Suprematismus Handschriftenuntersuchung Presserezeption
Schlagwörter
(Englisch)
Abstract art Suprematism Forensic expertise Press reception
Autor*innen
Yulia Amaeva
Haupttitel (Deutsch)
Beschriftung auf dem "Schwarzen Quadrat" von Kasimir Malewitsch
Hauptuntertitel (Deutsch)
Handschriftenuntersuchung; Presserezeption
Paralleltitel (Englisch)
Inscription on the "Black Square" by Kazimir Malevich
Paralleluntertitel (Englisch)
forensic expertise; press reception
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
116 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Raphael Rosenberg
Klassifikationen
20 Kunstwissenschaften > 20.07 Kunstkritik. Kunstinterpretation ,
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte. Allgemeines ,
20 Kunstwissenschaften > 20.70 Europäische Kunst. Allgemeines
AC Nummer
AC17103322
Utheses ID
69884
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1