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Metaphors we get infected by
Umgang mit (politischen) Metaphern beim Simultandolmetschen im Europäischen Parlament : eine Korpusanalyse im Sprachenpaar Deutsch-Spanisch
Christiane Geisl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Spanisch
Betreuer*in
Franz Pöchhacker
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.75175
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31374.71331.943716-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, zu untersuchen, wie Dolmetschende mit Metaphern umgehen. Die ersten beiden Kapitel kontrastieren das Phänomen Metapher terminologisch und charakterisieren den politischen und den Corona-Diskurs. Das dritte Kapitel des Literaturteils verknüpft die Diskussion linguistischer und politischer Aspekte mit der Translation. Das gleichzeitige Auftreten einer Vielzahl von erschwerdenden Faktoren wirkt sich unmittelbar auf die Entscheidungsfindung der Dolmetschenden aus. Die definitorischen Unterschiede zwischen Übersetzen und Dolmetschen spiegeln sich somit auch im Umgang mit Metaphern wieder. Für eine Korpusanalyse im Sprachenpaar Deutsch-Spanisch wurden 15 Plenardebatten im Europäischen Parlament im Laufe des ersten Pandemiejahres 2020 transkribiert. Die 64 seltensten Metaphern wurden auf Funktionskonsistenz untersucht. Ebenso wurde der Umgang des*der Dolmetschenden mit der jeweiligen Metapher analysiert. Während die Erfragung der Funktionskonsistenz zwischen Ausgangs- und Zieltext die qualitative Achse der Untersuchung darstellt, repräsentiert die Zuordnung zu den Kategorien „ausgelassen“, „beibehalten“, „entmetaphorisiert“, „expliziter gemacht“ den quantitativen Analyseparameter. Mehr als die Hälfte der Zieltextmetaphern behielten die Funktion der Ausgangstextmetapher bei und wiesen dabei meist auch die gleiche Metaphorizität wie ihre Ausgangstextentsprechungen auf. Dolmetschende zeigten somit eine eindeutige Intention, auch ästhetische Aspekte des Ausgangstextes beizubehalten. Weniger als die Hälfte der untersuchen Metaphernpaare wiesen keine Funktionskonsistenz auf, meist weil sie im Zieltext entweder ausgelassen oder entmetaphorisiert wurden. Diese Auslassungen und Entmetaphorisierungen sollten jedoch nicht einfach als Fehler kategorisiert werden, sondern vielmehr mit Interviewstudien kombiniert werden, um herauszufinden, welche Beweggründe die Dolmetschenden für ihre jeweilige Entscheidung angeben.
Abstract
(Englisch)
This paper aims at shedding light on the ways in which interpreters manage metaphors. The first two chapters focus on contrasting the phenomenon terminologically, describing political speech and characterizing the Corona Virus discourse. The third chapter constitutes the link between the linguistic and political discussion and translation. The co-occurrence of a variety of constraints impacts directly on the decision-making of the interpreters in a way that differs considerably from when written metaphors are being translated. A corpus analysis of German and Spanisch data transcribed from plenary sessions at the European Parliament during the first year of the Corona Virus Pandemic examined the degree of metaphor functional invariance, and how each of the metaphors from the sample of the 64 most unique metaphors from the corpus was handled by the interpreter. The qualitative dimension of the analysis found that more than half of the target text metaphors in the sample served the same function as their source text counterparts, most of which also maintained the degree of metaphoricity. Interpreters show a clear intention to convey not only the gist but also the aesthetic aspects of the source text. Less than half of the metaphors did not show functional invariance, which can be attributed to the fact that many metaphors within this category were either omitted or demetaphorized. But data shows that omissions and demetaphorization must not be simply labeled as interpreting errors. As there are innumerable factors involved future research should combine interpreter interviews with a similar corpus analysis in order to reveal the interpreter’s underlying motivation for how each metaphor was handled.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Korpusanalyse Metaphern Kognitive Linguistik Simultandolmetschen Framing
Schlagwörter
(Englisch)
Corpus analysis metaphors cognitive linguistics simultaneous interpreting framing
Autor*innen
Christiane Geisl
Haupttitel (Deutsch)
Metaphors we get infected by
Hauptuntertitel (Deutsch)
Umgang mit (politischen) Metaphern beim Simultandolmetschen im Europäischen Parlament : eine Korpusanalyse im Sprachenpaar Deutsch-Spanisch
Paralleltitel (Englisch)
Metaphors we get infected by
Paralleluntertitel (Englisch)
simultaneous interpreting of (political) metaphors in the European Parliament : a corpus analysis in the language pair German-Spanish
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
161 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Pöchhacker
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein. Sonstiges ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft ,
89 Politologie > 89.56 Politische Kommunikation
AC Nummer
AC17055133
Utheses ID
69898
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 351 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1