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Der frühe Diskurs um das Österreichische Wörterbuch im Spiegel der zeitgenössischen Presse 1945-1955
Frederik Eichleter
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Austrian Studies - Cultures, Literatures, Languages
Betreuer*in
Manfred Michael Glauninger
DOI
10.25365/thesis.75316
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24515.87730.421697-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit dem sprachpolitischen Diskurs zur Entstehungs-zeit des Österreichischen Wörterbuches – ÖWB. Vor dem theoretischen Hintergrund (sozio-) linguistischer, sprachdidaktischer und zeitgeschichtlicher Aspekte wurde dabei die Printmedienlandschaft in der Entstehungszeit des ÖWB in der Frühphase der Zweiten Österreichischen Republik einer näheren Analyse unterzogen. Für die Untersuchung eines Korpus ausgewählter Pressetexte appliziert wurde dabei die Methode der inhaltlich-strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz / Rädiker (2022). Das Korpus setzt sich aus Artikeln aus insgesamt fünf verschiedenen Zeitungen der österreichischen Besatzungszeit von 1945–1955 zusammen. Im Fokus der Analyse stand die Entstehung des Wörterbuchs, die in der einschlägigen Forschungsliteratur nicht eindeutig beschrieben ist. Des Weiteren wurden in den Presseartikeln angesprochene Konzepte eines "österreichischen Deutsch" sowie Meinungen zur im ÖWB dokumentierten Sprache näher untersucht. Zudem wurde die Haltung verschiedener Parteien, Bundesländer oder anderer Akteure zum ÖWB in den Blick genommen. Außerdem wurden noch weitere, in den Zeitungstexten greifbare gesellschaftliche und kulturelle Aspekte untersucht und dabei auch die verschiedenen ideologischen Positionen bzw. der politische Hintergrund der untersuchten Printmedien nicht außer Acht gelassen. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem das "Neue Österreich" als Zeitung der damaligen Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und KPÖ stark für das Österreichische Wörterbuch eintritt. Auch die regionale Zeitung "Erlafthal-Bote" bringt wenige kritische Aspekte in die Diskussion ein. Die "Weltpresse", als Zeitung der britischen Besatzungsmacht, lässt hingegen einen kritischen Diskurs zu. Zudem gibt es Unterschiede in der Darstellung des ÖWB insbesondere auch hinsichtlich der Rolle einzelner Personen, wie z. B. des damaligen Unterrichtsministers Felix Hurdes. Manche, doch essenziell erscheinende Aspekte, etwa der Protest gegen das ÖWB aus Vorarlberg oder die Rolle weiterer Personen, werden nicht - ob bewusst oder unbewusst - von allen Zeitungen erwähnt. Zudem treten unterschiedlichste Konzepte eines "österreichischen Deutsch" zutage.
Abstract
(Englisch)
This Master thesis is dealing with the linguistic-political discourse in the period of genesis of the Austrian Dictionary ("Österreichisches Wörterbuch") – short ÖWB. In the light of (socio-) linguistic, language didactical and historical aspects the landscape of newspapers of the time of genesis of the ÖWB will be part of a detailed analysis. For the corpus analysis the method of content-structuring qualitative content analysis by Kuckartz / Rädiker (2022) was used. The corpus is consisting of articles from five different newspapers from the time of occupied Austria (1945–1955). The focus of the analysis was the genesis of the dictionary, which is not obvious in the research literature. Furthermore, concepts of an "austrian german" and the language in the dictionary were investigated. Moreover, the positions of political parties, the federal states and other groups were focused. Additionally, other cultural and social aspects were investi-gated, and the opinion and the political background of the newspapers was not neglected. The results show that the newspaper of the governing parties ÖVP, SPÖ and KPÖ "Neues Österreich" is speaking up for the "ÖWB". The regional newspaper "Erlafthal-Bote" is also not contributing many critical aspects in the discussion. The "Weltpresse", the newspaper of the British occupiers, is allowing a critical discussion. Furthermore the "Österreichische Zeitung" and the "Salzburger Nachrichten" are writing some critical articals. There are also some differences between the newspapers in the exposition of the ÖWB, especially according to the role of some persons like Felix Hurdes, the minister of education. Some aspects, for example the protest of Vorarlberg or the role of some people - on purpose or not - are not written by all newspapers.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Österreichisches Wörterbuch Wörterbuch ÖWB Identität nation building Sprache Österreichische Sprache Sprache in Österreich Austriazismen Varietät Nationalvarietät Nachkriegszeit Besatzungszeit Unterrichtsministerium Felix Hurdes Hurdes Ernst Fischer Fischer
Autor*innen
Frederik Eichleter
Haupttitel (Deutsch)
Der frühe Diskurs um das Österreichische Wörterbuch im Spiegel der zeitgenössischen Presse 1945-1955
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
VI, 141 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Michael Glauninger
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.38 Europäische Geschichte nach 1945 ,
15 Geschichte > 15.60 Schweiz. Österreich-Ungarn. Österreich ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.00 Sprach- und Literaturwissenschaft. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.20 Soziolinguistik. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.22 Sprachlenkung. Sprachpolitik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.69 Sprachwissenschaft. Sonstiges
AC Nummer
AC17091985
Utheses ID
70073
Studienkennzahl
UA | 066 | 818 | |
