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Übergang in die duale Ausbildung während der Adoleszenz
Bewältigungsstrategien bei früher Arbeitsmarktanbindung in Wien
Veronika Beate Litschel
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Doktoratsstudium Sozialwissenschaften (Dissertationsgebiet: Soziologie)
Betreuer*in
Jörg Flecker
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.75755
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25235.93119.708832-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Rund 40% eines Jahrgangs in Österreich strebt nach der Absolvierung der Schulpflicht eine duale Ausbildung an. Jugendliche, die sich für diesen Weg entscheiden, wenden sich der Sphäre der Arbeitswelt zu und streben einen Ausbildungsweg an, der zum überwiegenden Teil im Betrieb stattfindet. Damit treten sie in ein neues Feld mit neuem Bezugsrahmen ein. Der Bewerbungsprozess um einen betrieblichen Ausbildungsplatz ist bestimmt von der Glaubhaftmachung eines Produktivitätsversprechens für die betriebliche Arbeitswelt. Unter der Bedingung eines knappen Lehrstellenangebots in Wien sind sie aufgefordert, Ansprüche und Anforderungen in Bezug auf zukünftige Berufstätigkeit abzugleichen und sich an die Arbeitswelt anzupassen. Gleichzeitig befinden sie sich in der Phase der Adoleszenz, die, geprägt durch körperliche Veränderung und der Suche nach einer eigenständigen Identität, mit gesellschaftlich zugeschriebenen, lebensphasenspezifischen Freiräumen und Experimentierfeldern im Sinne eines Moratoriums verbunden ist. Die Untersuchung beschäftigt sich mit den von Jugendlichen entwickelten Bewältigungsstrategien an diesem Übergang. Sie setzt diese mit dem sozialen Herkunftshintergrund und dem Geschlecht in Bezug und stellt die Verarbeitung eines frühen Arbeitsmarkteinstiegs bei zeitgleicher adoleszenter Identitätsfindung in den Fokus. Als Grundlage dienen siebzehn Interviews, die in Anlehnung an die objektive Hermeneutik von Oevermann und mit dem relationalen Klassenkonzept von Bourdieu objektive und subjektive Möglichkeitsräume der Jugendlichen aufspürt. Dabei werden die Jugendlichen als aktive Gestalter*innen des Übergangs gesehen, die Bewältigung des Übergangs als Teil einer Identitätsfindung verstanden. Dies erlaubt eine Verbindung von Zugängen der Übergangsforschung mit jenen der Adoleszenz- und Jugendforschung. Dieser Ansatz lenkt den Blick weg vom Gelingen des Übergangs, hin zu sinnhaftem Handeln und der Bewältigung des Prozesses. Dabei werden Unterschiede nach Geschlecht und Klassenpositionen herausgearbeitet. Die Studie trägt damit zu einer Annäherung zweier Forschungsstränge bei und zieht daraus Schlüsse zu Mechanismen, Einflüssen und neuen Fragestellungen für die Betrachtung des Übergangs in die duale Ausbildung während der Adoleszenz.
Abstract
(Englisch)
Around 40% of each year group in Austria enrols in a vocational training programme after completing compulsory schooling. Young people who decide in favour of this path turn to the labour market and strive for a training path that largely takes place in a company. They are thus entering a new field with a new frame of reference. The application process for an in-company training place is determined by the credibility of a promise of productivity for the world of work. Given the scarcity of vocational training places in Vienna, they are forced to match their expectations with requirements regarding future employment and to adapt to the Labour market. At the same time, they are in the phase of adolescence, which, characterised by physical change and the search for an independent identity, is associated with socially ascribed, life-phase-specific freedom and fields of experimentation in the sense of a moratorium. The study looks at the coping strategies developed by young people during this transition. It relates these to the social class background and gender and focuses on the processing of an early labour market entry with simultaneous adolescent identity finding. Seventeen interviews serve as a basis, which, based on Oevermann's objective hermeneutics and Bourdieu's relational class concept, trace the objective and subjective spaces of possibility for young people. The young people are seen as active actors in the transition, and coping with the transition is understood as part of finding an identity. This makes it possible to combine approaches from transition research with those from adolescence and youth research. This approach shifts the focus away from the success of the transition towards meaningful behaviour and coping with the process. Differences according to gender and class position are analysed. The study thus contributes to a closer convergence of two strands of research and draws conclusions on mechanisms, influences and new questions for the consideration of the transition to vocational training during adolescence.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Übergang duale Ausbildung Adoeleszenz Arbeitsmarkt
Schlagwörter
(Englisch)
Transition apprenticeship adolescence labour market
Autor*innen
Veronika Beate Litschel
Haupttitel (Deutsch)
Übergang in die duale Ausbildung während der Adoleszenz
Hauptuntertitel (Deutsch)
Bewältigungsstrategien bei früher Arbeitsmarktanbindung in Wien
Paralleltitel (Englisch)
Transition to apprenticeship during adolescenc
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
327 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Susanne Vogl ,
Andreas Walther
Klassifikation
71 Soziologie > 71.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC17179715
Utheses ID
70085
Studienkennzahl
UA | 796 | 310 | 122 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1