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Problematik der Gehörlosigkeit und Anderssprachigkeit im Gesundheits- und Pflegebereich
DolmetscherInnen als Sprachrohr der PatientInnen?
Thomas Schwarzenpoller
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Vlastimil Kozon
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30078.88157.561965-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Sprachbarrieren und unzureichende Kenntnisse im Umgang mit gehörlosen und anderssprachigen PatientInnen ist in einer derzeit bestehenden multikulturellen Gesellschaft eine Alltagssituation. Die Integration dieser PatientInnengruppen sowohl in die hörende Gesellschaft als auch in jene, die der deutschen Sprache mächtig ist, ist in vielen Bereichen des Lebens noch nicht oder unzureichend gegeben, speziell im medizinischen und im Pflegebereich. In der vorliegenden Diplomarbeit wurde den Fragen nachgegangen, inwieweit sich die Verständigungsproblematik aufgrund Anderssprachigkeit und Gehörlosigkeit in der Pflege äußert und inwieweit der Pflegeprozess beeinträchtigt wird. Weitere Forschungsfragen bezogen sich auf die Lösungsfindung und die Rolle der/-s Dolmetschers/Dolmetscherin. Anhand von 13 Interviews mit unterschiedlichen Berufsgruppen, vorrangig jedoch Pflegepersonen, wurden mittels der Grounded Theory Daten zu den zwei PatientInnengruppen Gehörlose und Anderssprachige erhoben. Eine theoretische Erarbeitung des Themas mit entsprechender Fachliteratur sollte Grundlage für diese Untersuchung bilden. Ergebnisse dieser qualitativen Untersuchung deuten auf die Knappheit der finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen hin. Sind auf der einen Seite Pflegende mit den Missständen hinsichtlich der Verständigungsproblematik teilweise überfordert, so ist eine ständige Verfügbarkeit von DolmetscherInnen für die jeweilige Sprache aufgrund mangelnder finanzieller und personeller Mittel nicht leistbar und umsetzbar. Lösungsansätze bieten einerseits die Aneignung von Basiswissen in verschiedenen Sprachen und im Umgang mit gehörlosen und anderssprachigen PatientInnen. Andererseits sind Lösungen auch in der Bereitstellung von DolmetscherInnen rund um die Uhr zu finden. Auf jeden Fall ist jedoch diese Problematik aufgrund der Entwicklung in Richtung multikultureller Gesellschaft, in der viele verschiedene Kulturen und Sprachen nebeneinander bestehen, gegeben. Eine für alle Beteiligten optimale Lösungsfindung wird in den Interviews erwünscht. Aus diesem Grund sind an dieser Stelle Ansatzpunkte für weitere Untersuchungen zu nennen. Diverse Forschungsarbeiten in diesem Bereich können Grundlage für eine entsprechende Lösungsfindung bieten, um somit die Problematik der Anderssprachigkeit und Gehörlosigkeit im Gesundheits- und Pflegebereich zu vermeiden. Aus diesem Grund sind weitere Studien empfehlenswert, um den angesprochenen Schwierigkeiten entgegenzuwirken.
Abstract
(Englisch)
Language barriers and insufficient knowledge in handling the deaf and foreign-language patients are a normal situation in the present multicultural society. These patients’ integration in the hearing society as well as in the society, that knows the German language, is not or insufficiently present in many areas of life, particularly in the medical and nursing area. In the present diploma thesis the question have been tried to be answered, of how far the problem of communication as a result of foreign languages and deafness is expressed in caring and how far it affects the nursing process. Other study questions bear on finding a solution and on the interpreter’s role. On the basis of 13 interviews with different occupation groups, prior nurses, data about the two patient groups the deaf and the foreign-language people were collected through the method of Grounded Theory. The theoretical discussion of this topic together with the respective technical literature should be the study’s basis. The results of this study indicate a lack of personal, financial and temporal resources. On the one hand, the nurses are overstrained due to communication problems. On the other hand, professional interpreters cannot be provided at any time, because of the lack of financial and personal resources. On the one hand, different solutions offer the opportunity to learn the basics of different languages and of the handling of these patients. On the other hand, a solution also can also be found in the permanent availability of interpreters. Anyway, problems still exist as a result of the development of a multicultural society, in which many languages and cultures exist next to each other. An ideal solution for all involved people is wished by the interviewed. For this reason, several aspects are to be mentioned. Some studies in this area offer acceptable solutions on how to avoid different problems because of deafness and foreign languages. However, further studies are recommended to find good solutions for the discussed problems.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
communikation deafness sign language foreign languages nursing process
Schlagwörter
(Deutsch)
Kommunikation Gehörlosigkeit Gebärdensprache Fremdsprachigkeit Pflegeprozess
Autor*innen
Thomas Schwarzenpoller
Haupttitel (Deutsch)
Problematik der Gehörlosigkeit und Anderssprachigkeit im Gesundheits- und Pflegebereich
Hauptuntertitel (Deutsch)
DolmetscherInnen als Sprachrohr der PatientInnen?
Paralleltitel (Englisch)
Problems of the deafness and foreign languages in health and nursing areas ; interpreters as a help for patients to communicate?
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
105 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Vlastimil Kozon
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.99 Kommunikationswissenschaft: Sonstiges ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.03 Methoden, Techniken und Organisation der sozialwissenschaftlichen Forschung ,
71 Soziologie > 71.30 Soziale Gruppen: Allgemeines
AC Nummer
AC08003025
Utheses ID
7011
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1