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Die Geschichte der Sportunion Burgenland im Kontext regionaler und nationaler Entwicklungen
Nick Roser
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Sportwissenschaft
Betreuer*in
Rudolf Müllner
DOI
10.25365/thesis.76302
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26111.87119.926373-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die historische Untersuchung von regionalen Sportorganisationen hat sporthistorische Relevanz. Dieser Sachverhalt und die Tatsache, dass die vorliegende Arbeit eine Forschungslücke schließt, führte zur Bearbeitung dieses Themas. Die methodische Herangehensweise war qualitativer Natur, wobei die Diskursanalyse, Quellenanalyse und der historische Vergleich als Methoden Anwendung fanden. Allgemeine geschichtliche und sportgeschichtliche Literatur (Sekundärliteratur) sowie Primärquellen, vor allem in Form von Protokollen waren in Verwendung. Der Verband entwickelte sich auf Initiative ehemaliger Christlich-deutscher Turner. Bis in die 2010er Jahre waren die Träger der Verbandsstrukturen vorwiegend Ehrenamtliche. Aus ökonomischer Sicht stellen und stellten Landes- und Bundesförderungen die wesentlichsten Einnahmequellen der SPORTUNION Burgenland dar. Aus ideologischer Sicht dienten jahrzehntelang die christlichen und katholischen Werte als Leitlinien. Heutzutage spielt die Ideologie kaum mehr eine Rolle im Landesverband. Aus fachsportlicher Sicht galt lange der Wettkampfsport auf Breitenbasis als Ziel. Abgelöst wurde diese Ausrichtung zunächst durch den Fitnesssport und schlussendlich durch den Verband als Freizeitpartner für Alle. Die Vereins- und Mitgliederentwicklung stieg seit 1948 stetig an und stagnierte erst ab 2015. Die Herkunft der Funktionär*innen war lange Zeit politisch und auch durch katholische Organisationen geprägt. Heutzutage ist dieser Zusammenhang immer noch beobachtbar. Bis 2010 waren nur vereinzelt Frauen in Vorstandspositionen aktiv. Die Geschichte der SPORTUNION Burgenland weist wesentliche Parallelen zur österreichischen Sportgeschichte auf. Dies konnte z.B. bei der sportlichen Ausrichtung und der ökonomischen Entwicklung beobachtet werden. Auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene konnten Zusammenhänge erkannt werden, wie z.B. im Falle von eines gesteigerten Gesundheitsbewusstseins. Dies machte deutlich, dass Sport ein Teilsystem der Gesellschaft ist. Zukünftige Forschungsarbeiten müssten sich mit der Genese des burgenländischen Sportes allgemein befassen, denn dies ist nach wie vor ein Desiderat in der burgenländischen Geschichtsforschung.
Abstract
(Englisch)
The study of regional sports organisations is relevant to the history of sport. This fact and the fact that the present work closes a research gap led to this topic being addressed. The methodological approach was of a qualitative nature, whereby discourse analysis, source analysis and historical comparison were used as methods. General historical and sports-historical literature (secondary literature) as well as primary sources, especially in the form of protocols were used. The association was developed on the initiative of former Christian-German gymnasts. Until the 2010s, the association's structures were mainly run by volunteers. From an economic point of view, state and federal funding were and still are the most important sources of income for SPORTUNION Burgenland. From an ideological perspective, Christian and Catholic values served as guidelines for decades. Nowadays, ideology hardly plays a role. From a sporting point of view, competitive sport on a broad basis was the goal for a long time. This focus was initially replaced by fitness sport and finally by the association as a leisure partner for all. The number of clubs and members has risen steadily since 1948 and only stagnated from 2015 onwards. For a long time, the origin of the officials was political and also influenced by Catholic organisations. This connection can still be observed today. Until 2010, only a few women were active in board positions. The history of SPORTUNION Burgenland has significant parallels to Austrian sports history. This could be observed, for example, in the sporting orientation and economic development. Connections could also be recognised at the level of society as a whole, such as in the case of an increased health awareness. This made it clear that sport is a subsystem of society. Future research should deal with the genesis of sport in Burgenland in general, as this is a desideratum in Burgenlands historical research.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
SPORTUNION Burgenland Geschichte
Schlagwörter
(Englisch)
SPORTUNION Burgenland History
Autor*innen
Nick Roser
Haupttitel (Deutsch)
Die Geschichte der Sportunion Burgenland im Kontext regionaler und nationaler Entwicklungen
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
149 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Rudolf Müllner
AC Nummer
AC17244573
Utheses ID
70113
Studienkennzahl
UA | 066 | 826 | |
