Detailansicht
Perspektiven Erwachsener auf Klassiker der Kinderhörspielwelt
eine Neubetrachtung der Wahrnehmung unter Berücksichtigung des Hörspielerlebens in der Kindheit
Helena Schudoma
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- u. Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Friedrich Hausjell
DOI
10.25365/thesis.77794
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18653.04413.711831-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Seit geraumer Zeit stehen die Inhalte kinderliterarischer Werke wegen ihrer oftmals diskriminierenden Inhalte im Mittelpunkt hitziger Diskussionen. Die Debatten darüber führten im Jahr 2013 zur sogenannten Kinderbuchdebatte im deutschsprachigen Raum, in der besonders die rassistischen und stereotypen Darstellungen und Ausdrucksweisen kritisiert wurden. Bis zum heutigen Tag sucht man vergeblich nach allgemein akzeptierten Lösungen für den Umgang mit diskriminierender Sprache, sei es in der Kinderliteratur als auch in anderen Medien. Die Forderungen reichen dabei von Warnhinweisen über Neubearbeitungen der Inhalte bis hin zum Verkaufsverbot. Dem gegenüber stehen Stimmen von konservativer Seite, welche die Forderungen für übertrieben halten und sich vehement dagegen wehren, die Inhalte überhaupt anzutasten. Die Debatten beziehen sich überwiegend auf literarische Werke der damaligen Zeit. Dem Kinderhörspiel wird hingegen noch immer wenig Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl Studien zeigen, dass sich auch darin häufig diskriminierende Inhalte befinden. Besonders in Hinblick auf die Auswirkungen, die unterschiedliche Medieninhalte auf die Rezipient*innen zur Folge haben können, erscheint die kritische Betrachtung des Mediums Hörspiel zwingend notwendig. Die vorliegende Arbeit widmet sich jeweils einer Folge der Hörspielreihen TKKG und Fünf Freunde aus den Jahren 1982 und 1979. Diese Hörspielreihen erfreuten sich besonders in den 90er Jahren großer Beliebtheit und zählen auch heute noch zu den Lieblingshörspielen von Kindern und Jugendlichen. Die hiesige Arbeit richtet ihren Fokus auf die Wahrnehmung von Hörspielen durch Erwachsene, die bereits in ihrer Kindheit einzelne Folgen der Hörspielreihen rezipierten. Dabei wird untersucht, wie diese die ihnen zugeteilte Hörspielfolge unter Beachtung diskriminierender Inhalte in der Gegenwart wahrnehmen und bewerten. Um einen Vergleich zur erinnerten Wahrnehmung in der Kindheit der Proband*innen herzustellen, wird in diesem Kontext auch auf das kindliche Hörerleben eingegangen. Es wird außerdem aufgezeigt, welche Einflussfaktoren für gegenwärtige Unterschiede in der Wahrnehmung verantwortlich sein können. Zuletzt bietet die Studie Handlungsempfehlungen, die sowohl den Umgang mit Inhalten von Hörspielen aus der Vergangenheit als auch die Gestaltung zukünftiger Kinderhörspielproduktionen betreffen.
Abstract
(Englisch)
For quite some time, the contents of children's literary works have been at the center of heated discussions due to discriminatory elements. These debates led to the so-called "Kinderbuchdebatte" (Children's Book Debate) in the German-speaking region in 2013, where racist and stereotypical portrayals and expressions were particularly criticized. To this day, there is a lack of universally accepted solutions for dealing with discriminatory language, whether in children's literature or other media. Demands range from warning labels to reworking content and even banning sales altogether. On the other hand, there are voices from conservative quarters that consider these demands exaggerated and vehemently oppose any interference with the content. The debates primarily focus on literary works from that era. In contrast, children's audio plays still receive relatively little attention, despite studies showing the presence of discriminatory content in them. Given the potential impact of various media contents on the audience, the examination of all forms of media appears crucial. This study specifically examines one episode each from the audio play series TKKG and Fünf Freunde, both from the years 1982 and 1979. These audio play series enjoyed significant popularity, especially in the 1990s, and continue to be favorites among children and teenagers today. The present study focuses on the perception of audio dramas by adults who consumed individual episodes of audio drama series during their childhood. It investigates how these individuals perceive and evaluate the assigned audio drama episode in the present, taking into account discriminatory content. In order to compare with the participants' recol-lected childhood perceptions, this context also addresses their childhood listening experiences. Furthermore, the study explores potential influencing factors responsible for present differences in perception. Finally, the study provides recommendations that concern both the handling of content from past audio dramas and the design of future children's audio drama productions.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Wahrnehmung Kinderhörspiele diskriminierungssensible Sprache
Schlagwörter
(Englisch)
perception children's radioplay discrimination-sensitive language
Autor*innen
Helena Schudoma
Haupttitel (Deutsch)
Perspektiven Erwachsener auf Klassiker der Kinderhörspielwelt
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Neubetrachtung der Wahrnehmung unter Berücksichtigung des Hörspielerlebens in der Kindheit
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
98, cviii Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Friedrich Hausjell
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.35 Hörfunk
AC Nummer
AC17129299
Utheses ID
70327
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
