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Welche Auswirkungen hat die Achtsamkeitsübung auf die selbsttranszendierende Emotion-Awe, das Selbstbild und Wohlbefinden?
Qinwei Max Xu
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Reinhold Jagsch
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.75686
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27149.03478.783266-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund. Achtsamkeitsübungen basierend auf dem säkularen Ansatz konnten im Westen viele Menschen erreichen. Um die Wirkmechanismen besser verstehen zu können, wurden Bestrebungen unternommen, verwandte Konstrukte und die Philosophie hinter den Achtsamkeitsübungen in der Forschung zu integrieren. Dabei spielt das Selbstbild eine wesentliche Rolle. Insbesondere wurden die zwei Facetten des Selbstbilds analysiert – die Selbstsalienz und die Verbundenheit mit der Gesamtheit. Das Ziel der Arbeit war, die Wechselbeziehungen zwischen Achtsamkeit, Selbstbild und Wohlbefinden zu analysieren. In diesem Zusammenhang wurde der Einfluss der selbsttranszendierenden Emotion-Awe mit untersucht. Methodik. Für die Datenerhebung wurden Menschen mit und ohne Meditationserfahrung rekrutiert. Den Teilnehmer*innen (N = 168) wurde eine Online-Fragebogenbatterie vorgelegt. Diese umfasste meditationsspezifische Fragen, soziodemografische Daten, Fragen zur finanziellen und materiellen Stabilität, die Kurzversion des Freiburger Fragebogens zur Achtsamkeit (FFA), die Subskala Awe der Dispositional Positive Emotion Scale (DPES), Nonattachment to Self Scale (NTS), Belief in Oneness Scale (BIO) und die Psychological Well-Being Scales (PWB). Ergebnisse. Es konnten signifikante Unterschiede im Wohlbefinden abhängig vom Selbstbild gefunden werden – niedrigere Selbstsalienz ging mit höherem Wohlbefinden einher (starker Effekt), und höhere Identität mit der Gesamtheit war mit höherem Wohlbefinden (moderater Effekt) verbunden. Des Weiteren wurden mithilfe von AN(C)OVAs die Gruppen, geordnet nach dem Grad der Achtsamkeit, verglichen. Dabei konnten signifikante Unterschiede mit starkem Effekt im Selbstbild, Awe und Wohlbefinden entdeckt werden. Die Gruppen mit höherer Achtsamkeit hatten jeweils niedrigere Selbstsalienz, höhere Identität mit der Gesamtheit, höhere Awe-Zugänglichkeit und höheres Wohlbefinden. Der Effekt von Achtsamkeit auf Wohlbefinden wurde partiell durch Selbstsalienz und Awe vermittelt. Schlussfolgerungen. Die Studie unterstreicht die Wichtigkeit des Selbstbilds und Awe in Bezug auf Achtsamkeit und Wohlbefinden. Die empirischen Befunde bekräftigen die Annahme, dass die Fixierung auf ein von der Umwelt getrenntes Selbst mit geringerem Wohlbefinden einhergeht. Dies verdeutlicht, dass die Integration der verwandten Konstrukte aus den buddhistischen Erkenntnislehren neue Erklärungsansätze entstehen lassen können. Dadurch wird die Bildung fundierter Theorien gefördert und zur Entstehung gezielterer Interventionsansätze beigetragen.
Abstract
(Englisch)
Background. The mindfulness practices based on the secular approach were able to reach out more people in the West. To gain a deeper comprehension of the mechanisms, efforts are currently being made to incorporate related constructs and the philosophy behind mindfulness practice into research. Self-image plays an important role. The study focuses on the following two aspects of the self – the self-salience and the connectedness with the whole. The goal was to analyze the interactions between mindfulness, self-image, and well-being. The influence of the self-transcending emotion awe was also examined in this context. Methodology. Individuals with and without prior meditation experience were recruited for the study. Participants (N = 168) were provided with an online questionnaire. This encompassed meditation-specific inquiries, sociodemographic data, information about financial and material stability, the Freiburg Mindfulness Inventory (FMI) Short Form, the subscale Awe of the Dispositional Positive Emotion Scale (DPES), Nonattachment to Self Scale (NTS), Belief in Oneness Scale (BIO), and the Ryff’s Psychological Well-Being Scales (PWB). Results. There were significant differences in well-being depending on self-image – lower self-salience was associated with higher PWB (strong effect size) and higher identity with the whole was associated with higher PWB (moderate effect size). Furthermore, groups were compared according to the level of mindfulness using AN(C)OVAs. The models showed significant differences in self-image, awe, and well-being (all with strong effect sizes). The groups with higher mindfulness showed lower self-salience, higher overall identity, higher awe accessibility, and higher well-being, respectively. The impact of mindfulness on well-being was partially mediated by self-salience and awe. Conclusions. The study highlights the importance of self-image and awe for mindfulness and well-being. The empirical findings support the assumption that fixation on a self that is separated from the environment is associated with suffering. Moreover, the study suggests that the integration of related constructs from Buddhist epistemology could lead to new explanations. This facilitates the development of well-founded theories and aids in the emergence of more precise intervention strategies.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Achtsamkeit Awe Selbstblick Selbstkonstrukt Psychologisches Wohlbefinden
Schlagwörter
(Englisch)
Mindfulness awe self-view self-construal psychological well-being
Autor*innen
Qinwei Max Xu
Haupttitel (Deutsch)
Welche Auswirkungen hat die Achtsamkeitsübung auf die selbsttranszendierende Emotion-Awe, das Selbstbild und Wohlbefinden?
Paralleltitel (Englisch)
What are the effects of mindfulness exercise on self-transcending emotion awe, self-image, and well-being?
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
92 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Jagsch
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.11 Bewusstseinspsychologie ,
77 Psychologie > 77.57 Erwachsenenpsychologie ,
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie ,
77 Psychologie > 77.99 Psychologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17158501
Utheses ID
70435
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1