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Zur sprachlichen Sichtbarmachung von Kunst im Ausstellungskontext
Begleittexte zu Kunstausstellungen aus multiperspektivischer Sicht
Sara Leitner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsche Philologie
Betreuer*in
Manfred Glauninger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.75493
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29069.03490.599415-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit nimmt als Untersuchungsgegenstand ein grundlegendes Instrument bei der (sprachlichen) Vermittlung von Kunst im Ausstellungskontext in den Blick – den Kunstausstellungs-Begleittext. Zunächst wurde die Frage behandelt, welche textlinguistischen Merkmale einen Kunstaustellungs-Begleittext auszeichnen und, darüber hinausgehend, welche bild- bzw. kunstwissenschaftlichen Bezüge für einen solchen Text konstitutiv sind. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurde nach der hermeneutischen Auswertung von Fachliteratur ein Korpus bestehend aus 32, aus der musealen Praxis stammenden Textexemplaren analysiert. Dies erfolgte auf Basis eines textlinguistischen Beschreibungsmodells, bei dem Konzepte von Heinemann / Heinemann (2002) und Brinker (2018) zusammengeführt wurden. Dabei konnte festgestellt werden, dass sich die untersuchten Texte durch diverse Spezifika auszeichnen, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass es sich bei Kunstausstellungs-Begleittexten um eine eigenständige Textsorte handelt, die u. a. durch eine normierte Textgestaltung, eine monologische Kommunikationssituation und ein asymmetrisches Machtverhältnis zu charakterisieren ist. Es konnte außerdem aufgezeigt werden, dass die untersuchten Kunstausstellungs-Begleittexte nicht nur die kommunikative Funktion des Informierens, sondern auch die des Beschreibens erfüllen, was sich u. a. auf lexikalischer Ebene zeigt. Kunstausstellungs-Begleittexte weisen also einen Bezug zur Deskription und somit zu einer grundlegenden Methode der kunstwissenschaftlichen Forschung auf. Anschließend wurde die diskursive Dimension von Kunstausstellungs-Begleittexten problematisiert. Dabei stand die Frage im Zentrum, inwiefern diese Texte rezente gesamtgesellschaftliche Transformationen (z. B. Gender- und Woke-Debatten) reflektieren. Mithilfe der hermeneutischen Auswertung von Fachliteratur sowie unter Anwendung der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz / Rädiker (2022) wurde das Textkorpus deshalb in mehreren Durchgängen mithilfe von a priori als auch induktiv gebildeten Kategorien codiert. Die Analyseergebnisse wurden anschließend anhand von zwei Fallbeispielen exemplifiziert, die verdeutlichen, dass die untersuchten Kunstausstellungs-Begleittexte grundlegende Diskurse um Gender- und Woke-Debatten überhaupt nicht reflektieren. Stattdessen reproduzieren sie den androzentrischen, patriarchalen und sexistischen Diskurs, der die Gemälde prägt, denen sie beigesetzt sind. Folglich tragen diese Texte auch zur sprachlichen Unsichtbarmachung von struktureller als auch von sexualisierter Gewalt an Frauen bei.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kunstkommunikation Soziolinguistik Textsortenlinguistik Museologie
Autor*innen
Sara Leitner
Haupttitel (Deutsch)
Zur sprachlichen Sichtbarmachung von Kunst im Ausstellungskontext
Hauptuntertitel (Deutsch)
Begleittexte zu Kunstausstellungen aus multiperspektivischer Sicht
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
119 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Glauninger
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.25 Soziolinguistik. Sonstiges ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.63 Textlinguistik ,
20 Kunstwissenschaften > 20.10 Kunst und Gesellschaft ,
20 Kunstwissenschaften > 20.12 Kunstmuseum
AC Nummer
AC17128796
Utheses ID
70472
Studienkennzahl
UA | 066 | 817 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1