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Das "Ich-bin-Dolmetscherin"-Gefühl
wie Absolventinnen zu Dolmetscherinnen werden
Kerstin Lakits
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Franz Pöchhacker
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.75516
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18442.24897.885346-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Entwicklungsprozess der beruflichen Identität unterliegt intra- und interpersonellen Aspekten und mehreren Zyklen der Entscheidung, Erkundung und Evaluierung. Duflou (2016) untersuchte diesen Prozess im Kontext der Dolmetscherinnen bei den EU-Institutionen, Lee (2020) fokussierte sich auf die Entwicklung bei Dolmetschstudierenden. Der kontextuelle Rahmen dieses Forschungsvorhabens sind angehende Dolmetscherinnen. Diese Masterarbeit hat sich zum Ziel gesetzt herauszufinden, wie Absolventinnen zu Dolmetscherinnen werden, wann sie sich selbst als solche wahrnehmen und welche Faktoren zur Entwicklung der beruflichen Identität beitragen. Dafür wurde eine Interviewstudie mit sieben etablierten Dolmetscherinnen, die zwischen 2015 und 2020 ein einschlägiges Studium absolviert haben, durchgeführt. Die Interviews orientierten sich an einem Leitfaden, wurden anschließend transkribiert, mit MAXQDA kodiert und mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2022) ausgewertet. Die Untersuchung der Interviewdaten zeigte, dass die Entwicklung des „Ich-bin-Dolmetscherin“-Gefühls ein individualisierter Prozess ist, der von verschiedenen Faktoren, darunter der Berufserfahrung, Routine, Weiterentwicklung der Kompetenzen, externen/offiziellen Bestätigung und einem positiven Gefühl beim Dolmetschen, beeinflusst wird. Der Zeitpunkt, zu dem sich die Selbstwahrnehmung als Dolmetscherin festigt, variiert nach Dolmetscherin – nach den ersten Berufserfahrungen, nach dem Beherrschen der Dolmetschtechnik, nach der Akkreditierung bzw. Zertifizierung. Summa summarum war festzustellen, dass Absolventinnen durch die Arbeit als Dolmetscherinnen zu eben jenen wurden. Diese Erkenntnisse heben die Individualität des Entstehungsprozesses der beruflichen Identität und den beruflichen Werdegang von Dolmetscherinnen hervor. Angehende Dolmetscherinnen können sich aus diesen Ergebnissen also keine Anleitung für die Etablierung als Dolmetscherin basteln. Jedoch verdeutlicht diese Studie, dass das wichtigste Element ist, im Bereich Dolmetschen tätig zu werden und zu bleiben.
Abstract
(Englisch)
Intra- and interpersonal factors influence the development of professional identity, which consists of several cycles of commitment, exploration and evaluation. Duflou (2016) analysed this development in the context of EU interpreters, while Lee (2020) focused on interpreting students’ pre-professional identity. This research project, however, examines interpreters to-be. This master’s thesis aims to find out how graduates become interpreters, at what point they view themselves as professional interpreters and which aspects influence the development of their professional identity. To answer these questions, I interviewed seven interpreters who completed a relevant study programme between 2015 and 2020. These interviews were conducted following an interview guide. They were then transcribed, coded with MAXQDA and analysed using the qualitative content analysis established by Mayring (2022). The analysis indicated that developing the feeling of being an interpreter is an individualised process subject to a plethora of factors, such as work experience, routine, further training, external/official confirmation and a positive feeling while interpreting. The moment when graduates realized that they were interpreters varies from person to person – after gaining work experience, after mastering the interpreting technique, after the accreditation or certification. In conclusion, I postulate that working as an interpreter is what helps graduates become interpreters. These results highlight the individuality of the development of professional identity and the career path of interpreters. However, this research project does not provide a step-by-step-guide to becoming an interpreter for graduates or interpreters to-be. On the contrary, this master’s thesis underlines that the most important aspect is to start working in the field of interpreting.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
berufliche Identität Dolmetscherin "Ich-bin-Dolmetscherin"-Gefühl
Schlagwörter
(Englisch)
professional identity interpreters becoming an interpreter
Autor*innen
Kerstin Lakits
Haupttitel (Deutsch)
Das "Ich-bin-Dolmetscherin"-Gefühl
Hauptuntertitel (Deutsch)
wie Absolventinnen zu Dolmetscherinnen werden
Paralleltitel (Englisch)
The "I am an interpreter" feeling
Paralleluntertitel (Englisch)
how graduates become interpreters
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
224 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Pöchhacker
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC17129810
Utheses ID
70612
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1