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Say on Pay
eine Analyse der Abstimmungsergebnisse über die Vergütungssysteme und -berichte der DAX-Vorstände von 2016 bis 2023
Silke Ruth Storey
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Thomas Pfeiffer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.75687
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10959.39439.535432-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Say on Pay (SOP) bezeichnet das Recht der AktionärInnen über die Vergütung der Führungskräfte eines Unternehmens abzustimmen. Dieser AktionärInnenaktivismus wurde im deutschen Aktiengesetz mit der Einführung des ARUG II im Jahr 2019 verankert. Die Richtlinie unterscheidet zwischen der verpflichtenden SOP-Abstimmung über das Vorstandsvergütungssystem und über den Vergütungsbericht. Das Ziel dieser Arbeit ist eine umfassende Analyse der Abstimmungsergebnisse über die Vorstandsvergütung der DAX-Unternehmen von 2016 bis 2023. Die Forschungsarbeit zeigt, dass die DAX-Unternehmen bereits vor der gesetzlichen Verpflichtung regelmäßig Abstimmungen über ihre Vorstandsvergütungssysteme durchführten und dass sich diese Praxis des SOP nicht signifikant veränderte. Abstimmungen über den Vergütungsbericht wurden hingegen erstmalig mit der Implementierung von ARUG II auf den Hauptversammlungen im Jahr 2022 praktiziert. Die Ergebnisse dieser Abstimmung hängen positiv von denen über das dazugehörige Vorstandsvergütungssystem ab. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf den variierenden Ergebnissen der SOP-Abstimmungen und den jeweiligen DAX-Vergütungsstrukturen. Als Einflussfaktoren werden zum einen die Vergütungsbestandteile sowie die Richtlinien von StimmrechtsberaterInnen zur Vorstandsvergütung untersucht. Durchgeführte Analysen zeigen, dass mit steigendem prozentualem Anteil des Fixgehalts an der Gesamtvergütung der DAX-Vorstände, auch die Zustimmungen der AktionärInnen steigen. Der prozentuale Anteil der variablen Vergütung und der Long-Term Incentives (LTI) hingegen wirken sich negativ auf die Zustimmungsquote aus. Zudem beeinflusst die Transparenz der Vergütungssysteme der DAX-Vorstände, die mit der Einführung des ARUG II gestiegen ist, das Abstimmungsverhalten der AktionärInnen positiv. Die im Zuge dieser Arbeit durchgeführten Fallstudien zeigen, dass die DAX-Unternehmen auf Ablehnungen ihrer Vorstandsvergütungssysteme, unabhängig von ARUG II, reagieren und diese anpassen. Es können jedoch keine allgemeingültigen Aussagen zu einer genauen Vergütungsstruktur, die eine Zustimmung der AktionärInnen garantiert, getroffen werden. Die Bedürfnisse der InvestorInnen bzgl. der Struktur der Vorstandsvergütung unterscheiden sich in den untersuchten DAX-Unternehmen. Lediglich in dem Bezug auf das Anliegen nach einer umfassenden Transparenz der Vergütungspolitik zeigen die AktionärInnen Einigkeit.
Abstract
(Englisch)
Say on Pay (SOP) refers to the right of shareholders to vote on the remuneration of a company's executives. This shareholder activism was enshrined in the German Stock Corporation Act with the introduction of ARUG II in 2019. The directive distinguishes between the mandatory SOP vote on the management board remuneration system and on the remuneration report. The aim of this thesis is a comprehensive analysis of the voting results on the executive board remuneration of DAX companies from 2016 to 2023. The research shows that DAX companies already conducted regular votes on their executive board remuneration systems before the legal obligation and that this SOP practice did not change significantly. Votes on the remuneration report, on the other hand, were practiced for the first time with the implementation of ARUG II at the Annual General Meetings in 2022. The results of this vote depend positively on those of the associated Executive Board remuneration system. The focus of this study is on the varying results of the SOP votes and the respective DAX remuneration structures. The remuneration components and the guidelines of proxy advisors on management board remuneration are examined as influencing factors. Analyses carried out show that the higher the percentage of fixed salary in the total remuneration of DAX board members, the higher the level of shareholder approval. The percentage share of variable remuneration and long-term incentives (LTI), on the other hand, have a negative impact on the approval rate. In addition, the transparency of the remuneration systems of DAX management boards, which has increased with the introduction of ARUG II, has a positive influence on the voting behavior of shareholders. The case studies carried out in the course of this thesis show that DAX companies react to rejections of their management board remuneration systems, irrespective of ARUG II, and adapt them. However, no generally valid statements can be made regarding a precise remuneration structure that guarantees shareholder approval. The needs of investors with regard to the structure of management board remuneration differ in the DAX companies surveyed. Shareholders are only unanimous with regard to the need for comprehensive transparency in remuneration policy.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Say on Pay ARUG II Vorstandsvergütung des DAX und SOP DAX-Vorstandsvergütung und ARUG II
Autor*innen
Silke Ruth Storey
Haupttitel (Deutsch)
Say on Pay
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Analyse der Abstimmungsergebnisse über die Vergütungssysteme und -berichte der DAX-Vorstände von 2016 bis 2023
Paralleltitel (Englisch)
Say on pay
Paralleluntertitel (Englisch)
an analysis of the voting results on the remuneration systems and reports of the DAX Executive Board members from 2016 to 2023
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
89, XIII Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Pfeiffer
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.25 Betriebliches Rechnungswesen
AC Nummer
AC17158515
Utheses ID
70773
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1