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Deliberating in the world
prescriptive arguments in bounded rationality from heuristics to habits
Thijmen Abel Adrian Koomen
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophy and Economics
Betreuer*in
Hans Bernhard Schmid
DOI
10.25365/thesis.76817
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15267.36723.311829-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht die präskriptiven Argumente, die in der Tradition der begrenzten Rationalität vorgebracht werden. In den ersten beiden Kapiteln wird anhand von Herbert Simons Kritik an der subjektiven Wert-Erwartungstheorie und Gerd Gigerenzers Programm der ökologischen Rationalität argumentiert, dass die Literatur zur begrenzten Rationalität häufig die präskriptiven Annahmen übersieht, auf denen sie beruht. Insbesondere gehen sowohl Simon als auch Gigerenzer davon aus, dass Recheneffizienz ein intuitives Kriterium für Rationalität ist, ohne dies näher zu erläutern. Dies führt zu falschen Schlussfolgerungen, wie z. B. Gigerenzers Behauptung, dass ökologische Rationalität die historische Ist-Soll-Lücke in der Philosophie überbrückt. In Anlehnung an Jennifer Mortons ökologische Theorie der Rationalität wird in Kapitel 3 argumentiert, dass ein fruchtbarerer Ansatz darin bestünde, die Normen der Rationalität als Gewohnheiten darzustellen. In einem solchen Ansatz werden begrenzt rationale Strategien als rational angesehen, wenn sie im Allgemeinen dazu beitragen, die Ziele des Handelnden zu erreichen. Dieser Ansatz vermeidet starke Annahmen über die Natur der Rationalität, außer dass sie instrumentell ist. Eine wichtige Einsicht, die sich aus diesem Ansatz ergibt, ist, dass eine Erhöhung der beschreibenden Angemessenheit allein nicht ausreicht, um bessere Präskriptionen zu erstellen.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines prescriptive arguments put forward in the tradition of bounded rationality. Focusing on Herbert Simon’s critique of subjective expected utility theory and Gerd Gigerenzer’s program of ecological rationality, the first two chapters argue that the bounded rationality literature often overlooks the prescriptive assumptions it is built on. Specifically, both Simon and Gigerenzer posit computational efficiency as an intuitive criterion of rationality without further explanation. This leads to spurious conclusions, like Gigerenzer’s claim that ecological rationality bridges the historic is-ought gap in philosophy. Drawing inspiration from Jennifer Morton’s ecological theory of rationality, Chapter 3 argues that a more fruitful approach would be to present the norms of rationality as habits. In such an account, boundedly rational strategies are deemed rational when they are generally conducive to reaching the agent’s ends. This approach avoids strong assumptions about the nature of rationality, other than that it is instrumental. An important insight that results from this approach is that increasing descriptive adequacy is by itself not enough to generate better prescriptions.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
begrenzte Rationalität ökologische Rationalität rationale Anforderungen Heuristiken Gewohnheiten
Schlagwörter
(Englisch)
bounded rationality ecological rationality rational requirements heuristics habits
Autor*innen
Thijmen Abel Adrian Koomen
Haupttitel (Englisch)
Deliberating in the world
Hauptuntertitel (Englisch)
prescriptive arguments in bounded rationality from heuristics to habits
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
50 Seiten : Illustration
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Hans Bernhard Schmid
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.46 Naturphilosophie ,
83 Volkswirtschaft > 83.02 Philosophie und Theorie der Volkswirtschaft
AC Nummer
AC17342348
Utheses ID
70807
Studienkennzahl
UA | 066 | 642 | |
