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Invisible passengers
die Entwicklung des Begriffs Krankheit anhand der Untersuchungen von Migrant*innen auf Ellis Island zwischen 1880 und 1920
Magdalena Misch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Globalgeschichte und Global Studies
Betreuer*in
Annemarie Steidl
DOI
10.25365/thesis.76182
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22923.36852.730971-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Masterthesis untersuche ich, wie sich das Verständnis des Begriffes Krankheit im Zusammenhang mit der massenhaften Migration aus Europa in die USA zwischen 1880 und 1920 verändert hat. Einfluss auf das Begriffsverständnis hatten Migrant*innen, Ärzt*innen und die US-amerikanische Gesellschaft, vertreten durch Politiker*innen. Für meine Untersuchung stehen drei Handbücher des United States Public Health Service zur Verfügung, die ich miteinander vergleiche. Nach der Definition der wichtigsten Arbeitsbegriffe, zeigt sich durch den formalen Vergleich der, zu unterschiedlichen Zeiträumen publizierten, Texte, das Erstarken des föderalen US-amerikanischen Staates im Untersuchungszeitraum. Durch den Vergleich ergibt sich ein inhaltlicher Fokus auf psychische Störungen. In der Einwanderungsstation auf Ellis Island wurde eigene medizinische Forschung betrieben, um festzustellen, ob Migrant*innen psychische Störungen aufwiesen. Einige dieser dort entwickelten oder verwendeten Tests wurden bis vor kurzem oder werden auch heute noch angewandt. In einem letzten Schritt wird die Handlungsfähigkeit der Migrant*innen durch Anwendung von Alf Lüdtkes Konzept vom Eigensinn betont. Am Ende komme ich zu der Schlussfolgerung, dass zunächst die Eindämmung der Übertragung von ansteckenden Krankheiten den Begriff Krankheit in Zusammenhang mit Migration prägte. Um 1920 standen demgegenüber chronische Erkrankungen im Fokus, wenn von Krankheit die Rede war und hier allen voran psychische Störung.
Abstract
(Englisch)
In this master's thesis, I analyze how the understanding of disease evolved in relation to mass migration from Europe to the USA between 1880 and 1920. The concept was influenced by migrants, doctors, and politicians who represented the US-American society. To answer the research question, I compare three United States Public Health Service manuals with each other. After defining the most important terms, the formal comparison highlights the strengthening of the US-American federal state during the investigative period. The focus of the content analysis is on mental disorders. The immigration station on Ellis Island conducted its own medical research to determine whether migrants had mental disorders. Some of these tests are still used today. In a final step, the study emphasizes the migrants’ agency by applying Alf Lüdtke’s concept of “Eigensinn”. Ultimately, I conclude that the term disease was initially used to contain the introduction of infectious diseases associated with migration. However, by 1920, the focus was on chronic illnesses, particularly mental disorders.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Migration Transatlantische Migration US-Migration Krankheit psychische Störungen US-Migrationsgesetze Migration und Krankheit Untersuchungsmethoden Intelligenztestung medizinische Handbücher
Autor*innen
Magdalena Misch
Haupttitel (Deutsch)
Invisible passengers
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Entwicklung des Begriffs Krankheit anhand der Untersuchungen von Migrant*innen auf Ellis Island zwischen 1880 und 1920
Paralleltitel (Englisch)
Invisible passengers
Paralleluntertitel (Englisch)
the development of the concept of disease based on the examination of migrants on Ellis Island between 1880 and 1920
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
132 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Annemarie Steidl
AC Nummer
AC17235518
Utheses ID
70898
Studienkennzahl
UA | 066 | 805 | |
