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Eine Frage des Mindsets
normative Geschlechtsrollenorientierung und mathematikspezifische Brillanz-Überzeugung von Lehramtsstudierenden
Louisa Victoria Greta Franke
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Barbara Schober
Mitbetreuer*in
Marlene Kollmayer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.75803
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26235.36047.196734-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der Schulzeit festigen sich bei Kindern und Jugendlichen Stereotype bezüglich ihrer Fähigkeiten, insbesondere im Fach Mathematik. Lehrkräfte spielen dabei eine bedeutende Rolle, indem sie implizit oder explizit vermitteln, dass im Schulfach Mathematik nur erfolgreich sein kann, wer hohe angeborene intellektuelle Fähigkeiten, eine sogenannte Brillanz mitbringt. Da Brillanz stereotyperweise mit Männern / Jungen und nicht mit Frauen / Mädchen assoziiert wird, ist es problematisch, wenn Lehrer*innen solche Ansichten vermitteln, weil sich Mädchen dadurch weniger geeignet für das Fach Mathematik fühlen können. Dies könnte zur Unterrepräsentation von Frauen in MINT-Fächern beitragen. Die aktuelle Studie untersuchte bei angehenden Lehrer*innen Faktoren, die mit mathematikspezifischen Brillanz-Überzeugungen zusammenhängen, mit dem Ziel mögliche Einflussfaktoren sowie Anknüpfungspunkte zu identifizieren, um diese zu mindern. Es zeigte sich, dass Lehramtsstudierende mit Tendenz zur traditionellen Geschlechtsrollenorientierung stärker davon überzeugt waren, dass Brillanz notwendig ist, um in Mathematik erfolgreich sein zu können. Dieser Zusammenhang wird zum Teil durch ein Fixed Mindset vermittelt. Damit liefert die Studie Hinweise darauf, dass mittels Growth Mindset-Interventionen möglicherweise mathematikspezifische Brillanz-Überzeugung reduziert werden kann. Es zeigt sich, dass Nicht-MINT-Lehramtsstudierende stärker an Brillanz als Erfolgsvoraussetzung in Mathematik glauben. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Lehrer*innen mit traditioneller Geschlechtsrollenorientierung sowie Nicht-MINT-Lehrer*innen am meisten von Interventionen profitieren könnten. Zukünftige Forschung sollte prüfen, ob Growth Mindset-Interventionen bei Lehrkräften und Schüler*innen dazu beitragen können, Überzeugungen, dass Brillanz für Erfolg im Schulfach Mathematik notwendig ist, zu verringern und Frauen langfristig für MINT-Karrieren zu stärken.
Abstract
(Englisch)
At school, stereotypes regarding abilities are reinforced in children and adolescents, especially in the subject of mathematics. Teachers play an important role in this by implicitly or explicitly conveying the idea that only those with high innate intellectual abilities, so-called brilliance, can be successful in mathematics. Since brilliance is stereotypically associated with men / boys rather than with women / girls, it is problematic when teachers convey these views because they can make girls feel less suitable for mathematics. This could contribute to the underrepresentation of women in STEM subjects. The current study investigated factors related to mathematics-specific brilliance beliefs among prospective teachers with the aim of identifying possible influencing factors and approaches to reduce them. The results showed that prospective teachers with tendencies towards a traditional gender role orientation held a stronger belief that brilliance is necessary to be successful in mathematics. This correlation is partly mediated by a fixed mindset. The study thus provides evidence that growth mindset interventions may be able to reduce mathematics-specific brilliance beliefs. It appears that non-STEM prospective teachers had stronger mathematics-specific brilliance beliefs than STEM prospective teachers. The findings overall suggest that teachers with a traditional gender role orientation and non-MINT teachers could benefit most from interventions. Future research should examine whether growth mindset interventions among teachers and students can help reduce beliefs that brilliance is necessary for success in mathematics and empower women for STEM careers in the long term.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Fixed Mindset Brillanz-Überzeugung Mathematik Traditionelle Geschlechtsrollenorientierung Lehramtsstudierende
Schlagwörter
(Englisch)
fixed mindset brilliance beliefs mathematics traditional gender-role orientation prospective teachers
Autor*innen
Louisa Victoria Greta Franke
Haupttitel (Deutsch)
Eine Frage des Mindsets
Hauptuntertitel (Deutsch)
normative Geschlechtsrollenorientierung und mathematikspezifische Brillanz-Überzeugung von Lehramtsstudierenden
Paralleltitel (Englisch)
A matter of mindset
Paralleluntertitel (Englisch)
normative gender-role orientation and mathematics-specific brilliance beliefs of prospective teachers
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
68 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schober
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
77 Psychologie > 77.61 Einstellung. Vorurteil. Beeinflussung
AC Nummer
AC17183838
Utheses ID
70911
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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