Detailansicht

Auswirkungen von Achtsamkeit und selbstbezogenem Mitgefühl auf die professionelle Lebensqualität von Gesundheits- und Krankenpflegepersonal
Ben Weißenberg
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Reinhold Jagsch
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.75833
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26247.36692.277416-4
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund. Der Beruf Gesundheits- und Krankenpflege wird durch den demografischen Wandel weiter an Relevanz gewinnen. Die Arbeit in der stationären Pflege ist geprägt durch Fachkräftemangel, zunehmende Arbeitsintensität, Stress sowie psychische und physische Belastungen, die sich auf die professionelle Lebensqualität auswirken. Demgegenüber stehen die hohe gesellschaftliche Stellung des Berufs und der Wunsch, die PatientInnen hochqualitativ zu versorgen. In der Literatur werden Selbstmitgefühl und Achtsamkeit als Schutzfaktoren für die professionelle Lebensqualität helfender Berufe vielfach diskutiert. Methodik. Um die professionelle Lebensqualität von Pflegekräften in Österreich und Deutschland mit verschiedenen Faktoren in Zusammenhang zu bringen, wurde der Stichprobe (N=317) eine Online-Fragebogenbatterie vorgelegt. Diese bestand aus einem soziodemografischen Fragebogen, dem Perceived Stress Questionnaire (PSQ-20), der Professional Quality of Life Scale (PRoQOL), der Self-Compassion Scale (SCS-D) und dem Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit (FFA-14). Ergebnisse. Die PflegerInnen berichteten im Durchschnitt hohe Werte in der Mitgefühlszufriedenheit, moderate Werte im Risiko für Burnout und niedrige Werte im Risiko für sekundäre Traumatisierung. Die soziodemografischen Faktoren Alter und Geschlecht zeigten keinen signifikanten Einfluss auf die professionelle Lebensqualität. Pflegekräfte mit geringerer Stresswahrnehmung hatten eine bessere professionelle Lebensqualität als PflegerInnen mit mehr Stress. Für Achtsamkeit und Selbstmitgefühl gilt, dass eine stärkere Ausprägung eine bessere professionelle Lebensqualität bedeutete. Achtsamkeit und Selbstmitgefühl konnten die professionelle Lebensqualität und Stresswahrnehmung signifikant vorhersagen. Schlussfolgerungen. Stress wirkt sich negativ auf die professionelle Lebensqualität aus. Achtsamkeit und Selbstmitgefühl dagegen können vor den negativen Folgen der Belastungen im Pflegeberuf schützen. Achtsamkeitsbasierte Verfahren wären ratsam, um die PflegerInnen im stressigen Berufsalltag zu unterstützen.
Abstract
(Englisch)
Background. The profession of healthcare and nursing will continue to gain in relevance due to demographic change. Work in inpatient care is characterized by a shortage of skilled workers, increasing work intensity, stress, as well as mental and physical burdens that affect professional quality of life. On the other hand, there is the high social status of the profession and the desire to provide patients with high-quality care. In the literature, self-compassion and mindfulness are widely discussed as protective factors for the professional quality of life of helping professions. Methodology. To correlate the professional quality of life of nursing staff in Austria and Germany with various factors, an online questionnaire battery was presented to the sample (N=317). This battery included a sociodemographic questionnaire, the Perceived Stress Questionnaire (PSQ-20), the Professional Quality of Life Scale (PRoQOL), the Self-Compassion Scale (SCS-D), and the Freiburg Mindfulness Inventory (FFA-14). Results. On average, nurses reported high levels of compassion satisfaction, moderate levels of burnout risk, and low levels of risk for secondary traumatic stress. Sociodemographic factors sex and age showed no significant influence on professional quality of life. Nurses with lower stress perception had better professional quality of life than those with higher stress. Regarding mindfulness and self-compassion, stronger traits were associated with better professional quality of life. Mindfulness and self-compassion significantly predicted professional quality of life and stress perception. Conclusions. Stress has a negative effect on professional quality of life. Mindfulness and self-compassion, on the other hand, can protect against the negative consequences of stress in the nursing profession. Mindfulness-based approaches would be advisable to support nurses in their stressful work environment.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Gesundheitspflege Krankenpflege stationäre Pflege professionelle Lebensqualität Burnout sekundäre Traumatisierung Mitgefühlszufriedenheit Achtsamkeit Selbstmitgefühl
Schlagwörter
(Englisch)
Nursing staff inpatient care professional quality of life burnout secondary traumatic stress compassion satisfaction mindfulness self-compassion
Autor*innen
Ben Weißenberg
Haupttitel (Deutsch)
Auswirkungen von Achtsamkeit und selbstbezogenem Mitgefühl auf die professionelle Lebensqualität von Gesundheits- und Krankenpflegepersonal
Paralleltitel (Englisch)
Effects of mindfulness and self-compassion on the professional quality of life of nursing staff
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
74 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Reinhold Jagsch
Klassifikation
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC17188194
Utheses ID
70914
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1