Detailansicht
Philip Gustons Ku-Klux-Klan Darstellungen
eine kontroverse Rezeption
Dina Rosenhek
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Kunstgeschichte
Betreuer*in
Magdalena Nieslony
DOI
10.25365/thesis.76374
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29859.36516.550669-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die folgende Masterarbeit untersucht die Rezeption von Philip Gustons Darstellungen der Figuren in Kostümen des Ku-Klux-Klans im Laufe der Kunstgeschichte. Das Ziel meiner Recherche war das Spannungsfeld zwischen der Kunst und deren Rezeption, sowie die kulturellen, historischen, wie auch politischen Faktoren, die den verschiedenen Interpretationen zugrunde gelegen sind, zu untersuchen und zu beschreiben. Im Fokus stehen dabei zwei Kontroversen, deren Ursache auf die Klan-Darstellungen zurückzuführen war. Zum einen die Kontroverse um die Verschiebung der Retrospektive Philip Guston Now, die im Jahr 2020 losgetreten worden ist, zum anderen die Kontroverse rund um die Ausstellung, die 1970 in der Marlborough Gallery in New York eröffnet wurde, bei der die Klan-Darstellungen, die den gewalttätigen, rassistischen, sowie antisemitischen Geheimbund in comichafter Darstellungsweise, in banalen Situationen des Alltags zeigen, zum ersten Mal ausgestellt wurden. Anhand dieser Kontroversen untersuche ich die Faktoren, die für die Rezeption entscheidend waren und gehe der Frage nach, inwiefern sich die geistes-geschichtlichen Kontexte und dadurch die ästhetischen, moralischen und politischen Kriterien der Kritik an der Kunst verändert haben. Dies wird anhand der Analyse von monographischen Arbeiten, Ausstellungskatalogen, wissenschaftlichen Artikeln und Kritiken, die sich mit Gustons Klan-Darstellungen auseinandersetzen, erreicht. Während der rezenteren Kontroverse im Jahr 2020 vor allem identitätspolitische Faktoren zugrunde lagen, so waren in den 1970er Jahren formalistische Überlegungen ausschlaggebend für die Rezeption. Die Arbeit liefert einen Überblick über die verschiedenen Rezeptionen der Klan-Darstellungen und zeigt diverse Blickwinkel, Prämissen und Bewertungen der letzten fünfzig Jahre, auf. Ich behandle im Rahmen dieser Arbeit auch die Frage nach dem „Repräsentationsrecht“ in der Kunst, sowie das Thema der Identität. Wesentlich ist die Debatte, welche Künstler sich die Leidensthematik von Minderheiten „aneignen“ dürfen und inwieweit Kunst politisch und emotional störend sein darf. Ich befasse mich mit der Darstellung der „Banalität des Bösen“ und der Beziehung von Malstil, Form und Inhalt in der Kunst.
Abstract
(Englisch)
The following master's thesis examines the reception of Philip Guston's depictions of figures in Ku Klux Klan costumes throughout art history. The aim of my research was to examine the dynamic relationship between art and its reception, as well as the cultural and political factors underlying the various interpretations. The focus of this thesis lies on two controversies, that were triggered by Guston’s representations of Klansmen. One of the controversies, surrounding the postponement of the retrospective Philip Guston Now unfolded in 2020. The other controversy sparked off in 1970, when the Klan depictions, which show the violent, racist and antisemitic hate organization in a comic-like manner in banal activities of everyday life, were exhibited for the first time at the Marlborough Gallery in New York. By taking these two controversies into consideration, I examine the factors that are decisive for the reception and investigate in which ways the historical contexts and the aesthetic, moral and political criteria of criticism of art have changed. This is achieved by a detailed analysis of monographic works, exhibition catalogues, academic articles and reviews that deal with Guston's Ku Klux Klan depictions. The thesis is an attempt to examine the various factors on which the evaluations of the artistic work were based. While identity-politics had an impact on the more recent controversy in the year 2020, formalistic considerations were crucial for the reception in the 1970s. This thesis provides an overview of the various receptions of the Klan representations and the different perspectives, premises and evaluations over the last fifty years. In this paper the debate of the "right of representation" in art, as well as the topic of identity, the representation of the "banality of evil" and the relationship between painting style, form and content in art are addressed.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Philip Guston Klan-Darstellungen Kontroverse Abstrakter Expressionismus Figuration Rezeption
Schlagwörter
(Englisch)
Philip Gustons Klansmen Philip Guston Controversy Abstract Expressionism Figuration Reception
Autor*innen
Dina Rosenhek
Haupttitel (Deutsch)
Philip Gustons Ku-Klux-Klan Darstellungen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine kontroverse Rezeption
Paralleltitel (Englisch)
Philip Gustons Ku-Klux-Klan representations
Paralleluntertitel (Englisch)
a controversial reception
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
118 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Magdalena Nieslony
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.30 Kunstgeschichte. Allgemeines
AC Nummer
AC17253223
Utheses ID
70980
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
