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Potenzial für sanfte Mobilität in Kleinstädten
Ableitung von Handlungsempfehlungen anhand empirisch gewonnener Erkenntnisse am Beispiel der Stadtgemeinde Ried im Innkreis
Sarah Starkmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Englisch Unterrichtsfach Geographie und wirtschaftliche Bildung
Betreuer*in
Norbert Weixlbaumer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76080
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16976.82266.428244-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im österreichischen ländlichen Raum ist der motorisierte Individualverkehr in der Wahl des täglichen Verkehrsmittels immer noch vorherrschend, was diverse Probleme wie Luftverschmutzung, Lärm, Gesundheitsschäden und verminderte Verkehrssicherheit mit sich bringt. Als Lösung für diese Problemlage kann ein Ausbau sanfter Mobilität gesehen werden, was jedoch in Kleinstädten kaum erforscht ist. Diese Arbeit befasst sich daher mit dem Potenzial und Bedarf für den Ausbau sanfter Mobilität in Zentren des ländlichen Raums. Zusätzlich setzt sich die Arbeit zum Ziel, die oberösterreichische Kleinstadt Ried im Innkreis als Beispielstadt zu untersuchen, um beispielhaft Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger*innen österreichischer Kleinstädte auszusprechen. Um die gestellte Forschungsfrage zu beantworten, werden zunächst bestehende Literatur zu sanfter Mobilität und Best Practice Beispiele konsultiert. Im empirischen Teil werden anschließend drei Expert*inneninterviews (Auswertung durch qualitative Inhaltsanalyse nach MAYRING und FENZL) und eine anonyme Befragung von 86 Bewohner*innen (statistische Auswertung) von Ried im Innkreis durchgeführt. Diese empirischen Ergebnisse werden in einer SWOT-Analyse zusammengefasst, anschließend in Bezug auf die theoretischen Vorüberlegungen diskutiert und Handlungsempfehlungen werden zunächst für Kleinstädte generell, dann für die Beispielstadt ausgesprochen. Es kann gefunden werden, dass die Bevölkerung von Kleinstädten sowie Expert*innen offen für sanfte Mobilität sind und ein Großteil der Wünsche nach sanfter Mobilität zwischen Theorie, Praxisbeispielen, Expert*innen und der befragten Bevölkerung übereinstimmt; insbesondere der Wunsch von 71 % der Befragten nach besseren bzw. sichereren Fahrradwegen in der Stadt, der Wunsch eines Ausbaus der Zug- und Busverbindungen auch in die Umlandgemeinden von 69 % der Befragten und nach häufigerer Frequenz öffentlicher Verkehrsmittel von 55 % der Befragten. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Arbeit, dass auch in Kleinstädten Potenzial für den Ausbau sanfter Mobilität besteht und die Bevölkerung durchaus bereit ist, auf motorisierten Individualverkehr zugunsten sanfter Mobilitätsformen zu verzichten, sobald die passende Infrastruktur durch Entscheidungstragenden zur Verfügung gestellt wird.
Abstract
(Englisch)
In Austria's rural areas, motorized private transport is still the predominant means of daily transport, causing various problems such as air pollution, noise, damage to health and reduced road safety. The development of sustainable (soft) mobility can be seen as a solution to this problem but has hardly been researched in small towns. This thesis therefore deals with the potential and need for the expansion of soft mobility in rural centers. In addition, the thesis aims to examine the small Upper Austrian town of Ried im Innkreis as an example town to issue recommendations for decision-makers in small Austrian towns. In order to answer the research question, existing literature on sustainable or soft mobility and best practice examples are consulted in the first part of the thesis. In the empirical part, three expert interviews (evaluation via qualitative content analysis according to MAYRING and FENZL) and an anonymous survey of 86 residents of Ried im Innkreis (statistical evaluation) are carried out. These empirical results are summarized in a SWOT analysis, then discussed in relation to the theoretical considerations and recommendations for action are made. It can be found that the population of small towns as well as the consulted experts are open to implementing sustainable mobility and that a large part of the wishes for sustainable mobility coincide between theory, practical examples, experts and the population surveyed. This can be seen in particular within the wishes of 71% of respondents for better or safer cycle paths in the city, for an expansion of train and bus connections to the surrounding communities by 69% of respondents and for more frequent public transport by 55% of respondents. Overall, the results of the study show that even in small towns there is potential for the expansion of soft mobility and that the population is quite prepared to forego motorized private transport in favor of soft forms of mobility as soon as the appropriate infrastructure is made available by decision-makers in the communities.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
sanfte Mobilität nachhaltige Mobilität ländlicher Raum Kleinstädte Österreich
Schlagwörter
(Englisch)
soft mobility sustainable mobility Austria rural areas
Autor*innen
Sarah Starkmann
Haupttitel (Deutsch)
Potenzial für sanfte Mobilität in Kleinstädten
Hauptuntertitel (Deutsch)
Ableitung von Handlungsempfehlungen anhand empirisch gewonnener Erkenntnisse am Beispiel der Stadtgemeinde Ried im Innkreis
Paralleltitel (Englisch)
Potential for soft mobility in small towns
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
VII, 101 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Norbert Weixlbaumer
Klassifikation
74 Geographie > 74.60 Raumordnung. Städtebau. Allgemeines
AC Nummer
AC17217015
Utheses ID
71057
Studienkennzahl
UA | 199 | 507 | 510 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1