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Excel-ing the incel
a qualitative study on deradicalization practices on the forum r/IncelExit
Édua Mária Varga
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Communication Science
Betreuer*in
Hajo Boomgaarden
DOI
10.25365/thesis.76119
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19580.60114.744661-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In den letzten Jahrzehnten haben sich in der westlichen Welt mehrere rechtsextreme Online-Untergruppen entwickelt, die von weißen Männern geführt werden und sich für die Rechte der Männer einsetzen. Eine dieser Gruppen sind die Incels, eine herausragende Untergruppe von desillusionierten Männern, die Schwierigkeiten haben, romantische und sexuelle Beziehungen zu Frauen aufzubauen. Nach der Black-Pill-Theorie, einer radikaleren Version der Red-Pill-Theorie, zeigen Incels extrem frauenfeindliches und rassistisches Verhalten, das in einigen Fällen zu realen Konsequenzen, wie Terroranschlägen führen könnte. Die von den Medien geförderte Wahrnehmung der Gruppe verstärkt die Scham und Ablehnung, die diese Menschen sich selbst und der Gesellschaft gegenüber empfinden. Die Indoktrination der Gruppe wird durch sogenannten „soft content“ in den sozialen Medien, den gemeinsamen Sprachgebrauch und Erzählungen, die die Entfremdung des Einzelnen fördern, erleichtert. Da die Indoktrination online stattfindet, ermutigt die Bestätigung die beeinflussbaren Personen, sich mit den Inhalten der „Black Pill“ zu beschäftigen, was zu einem geringeren Grad an extremer Radikalisierung führen kann. Diese Arbeit verwendet induktive qualitative Methoden, um die am meisten interagierten Beiträge auf dem Subreddit R/IncelExit zu untersuchen. Das Ziel dieser Arbeit ist, die Gründe für die Beschäftigung mit Black-Pill-Inhalten durch Incels zu ermitteln, ihre Hauptinteressen und gemeinsamen Überzeugungen auf dem Subreddit zu erforschen sowie Deradikalisierungspraktiken und -ratschläge im Kontext der Bekämpfung extremer (CVE) und geschlechtsspezifischer Gewaltstudien anzubieten.Das Forum wird sowohl von aktuellen und ehemaligen Incels als auch von Außenstehenden besucht, die den Genesungsprozess durch persönliche Ratschläge unterstützen wollen. Sechs Schlüsselerzählungen können identifiziert werden: 1) Romantische Beziehungen, 2) Formen des Selbsthasses, 3) Wahrnehmung von Frauen, 4) Dekonstruktion der „Black Pill“, 5) Interpretationen von Männlichkeit und 6) Soziale Bindungen (ohne romantische Beziehungen). Diese Arbeit zeigt auch eine positive Korrelation zwischen den Interaktionen zwischen den Mitgliedern im Subreddit und der Wahrscheinlichkeit einer Genesung aufgrund eines wahrgenommenen Gemeinschaftsgefühls und der Einführung von Gegennarrativen. Sie deutet ebenso darauf hin, dass erfolgreiche Deradikalisierungsprogramme durch die Untersuchung der individuellen Bedürfnisse und die Bereitstellung von Werkzeugen für die spätere De- und Repluralisierung selbst durchgeführt werden können. Implikationen und Grenzen werden diskutiert, da weitere Forschungsarbeiten im Bereich der Deradikalisierung von Incels notwendig sind.
Abstract
(Englisch)
Over the last few decades, we have seen the emergence of several far-right, white male-led sub-groups online in the Western world fighting for men’s rights, including incels, a stand-out subgroup of disillusioned men who struggle to find romantic and sexual connections with women. Following the black pill theory, a more radical version of the red pill theory, incels engage in extreme misogynistic and racist behavior, which in some cases lead to real-life consequences such as terrorist attacks. The perception of the group propelled by media outlets further solidifies the shame and rejection these individuals harbour towards themselves and society. Group indoctrination is made easy through soft content found on social media and shared language use and narratives that promote the alienation of an individual. As indoctrination happens online, reaffirmation further encourages impressionable minds to engage with black pill content, leading to lower degrees of extreme radicalization. Using inductive qualitative methods, the following study examines the most interacted with posts of all time on the subreddit R/IncelExit to identify reasons why incels decide to engage with black pill content, explore their main topic of interest and shared beliefs on the subreddit, and offer deradicalization practices and advice inside the context of countering extreme violence (CVE), and gendered violence studies. The forum is visited by current and past incels, and outsiders who wish to help the recovery process through giving personalized advice. Six key narratives are established, namely 1) Romantic relationships, 2) Forms of self-hatred, 3) Perception of Women, 4) Deconstructing Black Pill, 5) Interpretations of manhood, and 6) Social Ties (excluding romantic relationships). The study also proposes a positive correlation between interactions on the subreddit between members and the likelihood of recovery due to a perceived sense of community, and the introduction of counter-narratives. The study suggests that successful deradicalization programs are conducted through the examination of the individual’s needs and giving them tools, later on, to conduct de-pluralization and re-pluralization by themselves. Implications and limitations are discussed as further investigative research in the field of incel deradicalization is needed.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
incel Deradikalisierung Black pill Theorie
Autor*innen
Édua Mária Varga
Haupttitel (Englisch)
Excel-ing the incel
Hauptuntertitel (Englisch)
a qualitative study on deradicalization practices on the forum r/IncelExit
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
30 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Hajo Boomgaarden
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC17221277
Utheses ID
71121
Studienkennzahl
UA | 066 | 550 | |
