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The use of arbitration as an alternative dispute resolution mechanism for the restitution of Nazi-looted art
Aracely Maura Valencia Navarro
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht [Vollzeit Englisch]
Betreuer*in
Janet Martinez
DOI
10.25365/thesis.75888
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-23792.52359.735195-8
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Dieses Jahr markiert den 25. Jahrestag der Washingtoner Prinzipien und ihrer Annahme durch über 44 Nationen. Diese Grundsätze bildeten einen Rahmen für Bemühungen zur Rückgabe von NS-Raubkunst auf der ganzen Welt und übten großen sozialen Druck auf Dritte wie Museen und Auktionshäuser aus, Provenienzprogramme einzurichten. Auch wenn die Wirkung dieser Prinzipien tiefgreifend ist, gibt es noch viel zu tun. Anspruchsberechtigte, die Gerechtigkeit suchen, reichen bis heute weiterhin Rückerstattungsansprüche ein. Das derzeitige Rechtssystem ist nicht in der Lage, diesem Bedarf gerecht zu werden. Wenn man sich an inländische Gerichte in den Vereinigten Staaten wendet, ergeben sich Fragen zur Zuständigkeit, zu Rechtskonflikten, zu mangelnden Verteidigungsmöglichkeiten und zu Verjährungsfristen. Nur wenige Klagen finden vor Gericht Erfolg, und diejenigen, denen dies gelingt, können jahrelang in einem Rechtsstreit verstrickt sein. Innerhalb der Europäischen Union sind Rückstellungsgremien häufig auf Ansprüche beschränkt, die staatliche Museen betreffen, und können daher keine Ansprüche lösen, die Privatsammlungen betreffen. Anspruchsberechtigte können nach nationalem Recht eine Rückerstattung beantragen, werden jedoch häufig durch unerschwingliche Kosten wie Anmeldegebühren oder Lagergebühren zusätzlich von der Gerechtigkeit ausgeschlossen. Angesichts der Probleme, die mit der Durchsetzung von Gerechtigkeit durch formelle Mittel verbunden sind, ist es für Opfer von NS-Raubzügen besser geeignet, sich an alternative Streitbeilegungsmechanismen zu wenden. Diese Mechanismen, einschließlich Verhandlung, Mediation und Schiedsverfahren, bieten unterschiedliche Grade an Formalität und Durchsetzbarkeit. Im Zusammenhang mit NS-Raubkunst ist die Schlichtung der Mechanismus, der den Bedürfnissen aller prominenten Interessenvertreter am besten gerecht wird. Es bietet ein von Museen und anderen Sammlern bevorzugtes Maß an Vertraulichkeit, die Möglichkeit, fachkundige Schiedsrichter zu ernennen, und vollständig durchsetzbare Auszeichnungen. Trotz ihres Potenzials hat die Schiedsgerichtsbarkeit bei Restitutionsbemühungen kaum Verwendung gefunden. In diesem Artikel führe ich eine tiefergehende Analyse der Bedürfnisse und Interessen der Beteiligten durch und beziehe sie dabei auf den Einsatz der Schiedsgerichtsbarkeit im Fall Republik Österreich gegen Altmann, 541 U.S. 677 (2004) und die kürzliche Schaffung des Court of Arbitration for Art ein betonen das Potenzial der Schiedsgerichtsbarkeit in Fällen der Rückgabe von NS-Raubkunst.
Abstract
(Englisch)
This year marks the 25th anniversary of the Washington Principles and their adoption by over 44 nations. These Principles provided a framework for Nazi-looted art restitution efforts across the globe and placed serious social pressure on third parties like museums and auction houses to establish provenance programs. While the impact of these principles has been profound, there is still much more that needs to be done. Claimants seeking justice continue to file restitution claims to this day. The current legal system is unable to meet this need. Turning to domestic courts within the United States brings up issues of jurisdiction, conflicts of law, laches defenses, and statute of limitations bars. Few claims find success through the courts, and those that do may be trapped in litigation for years. Within the European Union, restitution panels are often limited to claims involving state-owned museums, and therefore cannot resolve claims involving private collections. Claimants can apply for restitution under national legislation but are often further barred from justice by prohibitive costs such as filing fees or storage charges. Given the issues connected with pursuing justice through formal means, victims of Nazi-looting are better suited turning to alternative dispute resolution mechanisms. These mechanisms, including negotiation, mediation, and arbitration, offer varying levels of formality and enforceability. In the context of Nazi-looted art, arbitration is the mechanism that best fulfills the needs of every prominent stakeholder. It offers a level of confidentiality preferred by museums and other collectors, the opportunity to appoint expert arbitrators, and fully enforceable awards. Despite its potential, arbitration has seen little use in restitution efforts. In this paper, I conduct a deeper analysis of stakeholder needs and interests, along with the use of arbitration in the Republic of Austria v. Altmann, 541 U.S. 677 (2004) and the recent creation of the Court of Arbitration for Art, to further emphasize arbitration’s potential in Nazi-looted art restitution cases.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Schlichtung Washingtoner Prinzipien die Rückerstattung NS-Raubkunst Alternative Streitbeilegung
Schlagwörter
(Englisch)
nazi-looted art arbitration alternative dispute resolution washington principles
Autor*innen
Aracely Maura Valencia Navarro
Haupttitel (Englisch)
The use of arbitration as an alternative dispute resolution mechanism for the restitution of Nazi-looted art
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
62 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Janet Martinez
Klassifikationen
86 Recht > 86.70 Internationales Wirtschaftsrecht ,
86 Recht > 86.96 Völkerrecht. Sonstiges
AC Nummer
AC17191060
Utheses ID
71202
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
