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Zurückweisungsempfindlichkeit als Minderheitenstressor in Regenbogenfamilien
eine qualitative systematische Überblicksarbeit
Sabrina Wagner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Martina Zemp
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76081
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24716.64652.195776-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Theorie: Eltern in Regenbogenfamilien erleben spezifische Stressoren, die sich im Rahmen des Minderheitenstressmodells beschreiben lassen. Ein proximaler Minderheitenstressor ist Zurückweisungsempfindlichkeit. In bisheriger Forschung zeigten sich negative Auswirkungen dieses Stressors auf das individuelle psychische Wohlbefinden und Paarbeziehungen. Vereinzelte Untersuchungen von Zurückweisungsempfindlichkeit in Regenbogenfamilien deuten ebenfalls auf negative Auswirkungen von Zurückweisungsempfindlichkeit hin. Diese bisherigen Untersuchungen wurden jedoch weder systematisch synthetisiert, noch wurden wichtige Fragen in Hinblick auf das Erscheinungsbild jenes Stressors bei Eltern in Regenbogenfamilien geklärt. Methodik: Um Zurückweisungsempfindlichkeit bei Eltern in Regenbogenfamilien auf möglichst umfassende Weise beschreiben zu können, wurde eine qualitative Evidenzsynthese qualitativer und Mixed-Methods Studien durchgeführt. Die durch qualitative Samplingstrategien identifizierten Studien wurden mittels Durchführung einer thematischen Synthese analysiert und synthetisiert. Ergebnisse: Ein Sample von 25 Primärstudien wurde identifiziert. Die thematische Synthese ergab 9 deskriptive und 4 analytische Themen: affektive und kognitive Komponenten von Zurückweisungsempfindlichkeit, Moderatoren von Zurückweisungsempfindlichkeit, Coping-Strategien sowie begleitende Aufmerksamkeitsprozesse. Zurückweisungsempfindlichkeit zeigte sich in Form von Emotionen (hauptsächlich Angst) und Kognitionen auf drei Ebenen des Familiensystems in Abhängigkeit von (Minderheiten-)Identität, Täter*in und Kontext. Verschiedene Strategien zur Vermeidung und Bewältigung von Zurückweisung und daraus entstehender Zurückweisungsempfindlichkeit wurden berichtet. Diskussion: Die Ergebnisse wurden in bisherige Modelle integriert und ein neues Modell der Zurückweisungsempfindlichkeit bei Eltern in Regenbogenfamilien wurde als Erweiterung bisheriger Modelle aufgestellt. Implikationen für zukünftige Forschung und die Praxis nehmen Bezug auf die Testung und Erweiterung des Modells sowie die Relevanz der Ergebnisse für die psychologische Arbeit mit Eltern in Regenbogenfamilien.
Abstract
(Englisch)
Background: Parents in LGBTQ+-parent families experience specific stressors that can be de-scribed within the framework of the minority stress model. One proximal minority stressor is rejection sensitivity (RS). Previous research has shown negative effects of RS on individual psychological well-being and couple relationships. Few studies of RS in LGBTQ+ parent families also indicate negative effects of RS. However, these previous studies have not been systematically synthesized, nor have important questions regarding the manifestation of RS in parents in LGBTQ+-parent families been clarified. Method: In order to describe RS of parents in LGBTQ+-parent families as comprehensively as possible, a qualitative evidence synthesis of qualitative and mixed-methods studies was conducted. The studies were identified using qualitative sampling strategies and analyzed and synthesized by conducting a thematic syn-thesis. Results: A sample of 25 primary studies was identified. The thematic synthesis yielded 9 descriptive and 4 analytical themes: affective and cognitive components of rejection sensi-tivity, moderators of rejection sensitivity, coping strategies, and accompanying attention pro-cesses. RS manifested itself in the form of emotions (mainly anxiety) and cognitions on three levels of the family system depending on (minority)-identity, perpetrator, and context. Vari-ous strategies for avoiding and coping with rejection and the resulting RS were reported. Dis-cussion: The results were integrated into existing models of RS and a new model of RS in LGBTQ+ parents was established as an extension of these models. Implications for future research and practice relate to the testing and extension of the model and the relevance of the results for psychological work with LGBTQ+ parents.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
LGBTQ+ Regenbogenfamilie Zurückweisungsempfindlichkeit Thematische Synthese Systematic Review
Schlagwörter
(Englisch)
LGBTQ+ parent family Rejection sensitivity systematic review thematic synthesis
Autor*innen
Sabrina Wagner
Haupttitel (Deutsch)
Zurückweisungsempfindlichkeit als Minderheitenstressor in Regenbogenfamilien
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine qualitative systematische Überblicksarbeit
Paralleltitel (Englisch)
Rejection sensitivity as a minority stressor in LGBTQ+-parent families
Paralleluntertitel (Englisch)
a qualitative systematic review
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
108 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Martina Zemp
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC17217046
Utheses ID
71221
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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