Detailansicht
Steuerkontrollsysteme als Instrumente zur Vermeidung von Finanzvergehen
Alexander Feitsch
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang Steuerrecht und Rechnungswesen (LL.M.) [Berufsbegleitend]
Betreuer*in
Franz Althuber
DOI
10.25365/thesis.76142
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26420.52267.247329-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Steuerkontrollsysteme und deren Wirkung auf das finanzstrafrechtliche Verfahren. SKS gewannen in Österreich erstmalig mit dem Projekt Horizontal Monitoring an Bedeutung. Im Zuge des Jahressteuergesetzes 2018 wurde mit Einführung der begleitenden Kontrolle erstmalig eine gesetzliche Definition eines SKS in der BAO geschaffen sowie die Anforderungen an ein SKS in § 153b Abs 6 BAO iVm SKS – PV definiert. Ziel dieser Arbeit ist es die Wirkung von SKS, unabhängig davon, ob im Rahmen der begleitenden Kontrolle oder in einer Stand – alone – Betrachtung, auf das finanzstrafrechtliche Verfahren zu analysieren. SKS dienen in erster Linie dazu, den steuerlichen Pflichten vollständig, richtig und termingerecht nachzukommen. Wer ein SKS in seinem Unternehmen einführt und dieses auch tatsächlich lebt, sollte die Vermutung der Steuerredlichkeit für sich haben. Das Steuerkontrollsystem stellt per se ein wesentliches Indiz gegen vorsätzliches und grob fahrlässiges Handeln dar. Kritsch zu sehen ist, dass es im Finanzstrafrecht bisher nur unzureichende Regelungen gibt, um die Schutzwirkung eines SKS als gesetzlich verankert ansehen zu können. Diese Arbeit versucht, Ideen des gerichtlichen Finanzstrafverfahren auf das verwaltungsbehördliche Finanzstrafverfahren überzuleiten um eine gesetzlich geregelte Schutzwirkung für SKS zu schaffen. Weiters beschäftigt sich diese Arbeit mit Steuerkontrollsystemen als Grundstein für weitere Kooperationsmodelle und greift Ideen für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen den Steuerpflichtigen und der Finanzverwaltung auf. Abschließend ist festzuhalten, dass Steuerkontrollsysteme einen wichtigen Faktor für Unternehmen darstellen können und in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehmen werden. Um Unternehmen von der kostenintensiven Einführung eines SKS zu überzeugen, braucht es Anreize und gesetzliche Anpassungen. Es bleibt abzuwarten, welche gesetzlichen Anpassungen vorgenommen werden, um weitere Kooperationsmodelle in Österreich einzuführen.
Abstract
(Englisch)
This thesis deals with the topic of tax control frameworks (SKS) and their effect on financial criminal proceedings. SKS first gained importance in Austria with the Horizontal Monitoring project. In the course of the Annual Tax Act 2018, a legal definition of an SKS was created in the BAO for the first time with the introduction of the Co-operation model “begleitende Kontrolle”, and the requirements for an SKS were defined in §153b (6) BAO in conjunction with SKS – PV. The aim of this thesis is to analyse the effect of SKS, regardless of whether in the context of the “begleitende Kontrolle” or in a stand-alone consideration, on the financial criminal proceedings. The primary purpose of SKS’s is to fulfil tax obligations completely, correctly and on time. Anyone who introduces an SKS in their company and actually lives it, should have the presumption of tax honesty in their favour. The tax control framework is per se a significant indication against intentional and grossly negligent behaviour. One criticism is that there are currently insufficient regulations in criminal financial law to be able to regard the protective effect of an SKS as legally anchored. This work attempts to transfer ideas from judicial financial criminal proceedings to administrative financial criminal proceedings in order to create a legally regulated protective effect for SKS. Furthermore, this thesis deals with tax control framework as a foundation for further cooperation models and takes up ideas for future cooperation between taxpayers and the tax authorities. In conclusion, it should be noted, that tax control frameworks can be an important factor for companies and will play an important role in the future. In order to convince companies of the cost-intensive introduction of an SKS, incentives and legal adjustments are needed. It remains to be seen which legal adjustments will be made in order to introduce further co-operation models in Austria.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Steuerkontrollsystem
Autor*innen
Alexander Feitsch
Haupttitel (Deutsch)
Steuerkontrollsysteme als Instrumente zur Vermeidung von Finanzvergehen
Paralleltitel (Englisch)
Tax frame works as instruments for preventing financial offences
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
108 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Althuber
Klassifikation
86 Recht > 86.73 Steuerrecht
AC Nummer
AC17231376
Utheses ID
71245
Studienkennzahl
UA | 992 | 984 | |
