Detailansicht
Die Tierwelt im Obermiozän der Hollabrunner-Mistelbacher Formation im Vergleich zur Serengeti (rezent)
Guild Analyse
Kathrin Bauer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Doris Nagel
DOI
10.25365/thesis.7902
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29492.26755.694362-9
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die im Obermiozän in Europa auftretenden Taxa haben in der Literatur immer wieder Vergleiche mit Bewohnern von Savannen und Steppen, wie beispielsweise der Serengeti, mit sich gebracht. Auch die Hollabrunner-Mistelbacher Formation des späten Miozäns weist, von der Zusammensetzung der Fauna her, eine Ähnlichkeit mit der heutigen Serengeti auf. In dieser Arbeit werden die beiden Faunen miteinander verglichen um so Rückschlüsse auf die Lebensbedingungen im Obermiozän der Hollabrunner-Mistelbacher Formation ziehen zu können.
Die unterschiedlichen Methoden zur Datenerhebung, wie die Verwendung von „Mikrowear“- und „Mesowear“-Analysen, das Abmessen von Zähnen mit Hilfe einer Schublehre am Beispiel Korynochoerus (?=Propotamochoerus) palaeochoerus aus Magersdorf und Mariathal, sowie die Rückschlüsse, die anhand von Knochen und Zähnen auf die Größe und das Gewicht der Tiere gezogen werden können, werden vorgestellt. Weiters wurden Daten zur Größe, dem Gewicht, sowie den Nahrungsgewohnheiten und dem Lebensraum der Arten der Hollabrunner-Mistelbacher Formation und der Serengeti ermittelt.
Der Vergleich der Nahrungsgewohnheiten zeigt einen großen Anteil an Blattäsern und ein Fehlen von Grasfressern in der Hollabrunner-Mistelbacher Formation, während in der Serengeti ein beachtlicher Anteil an grasenden Arten auftritt. Die meisten Fossilien stammen von Großsäugern. Vor allem im Bereich der Carnivora lassen die für kleinere Tiere ungünstigen Ablagerungsbedingungen auf ein Fehlen von Arten schließen. Auch Kleinsäuger wurden in dieser Formation kaum gefunden.
Aus den Nahrungsgewohnheiten der Herbivoren kann man schließen, dass die Landschaft in der Hollabrunner-Mistelbacher Formation von Bäumen und Sträuchern dominiert war und keine Gräser vorhanden waren, wie es für eine Steppen- und Savannenlandschaft typisch wäre. Außerdem treten einige Arten auf, die Anzeiger für feuchte Lebensräume sind, wie es in einem Deltabereich zu erwarten war. Trotz der teilweise ähnlichen Faunenzusammensetzung können Lebensbedingungen wie in einer Savanne oder Steppe ausgeschlossen werden.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Obermiozän Hollabrunner-Mistelbacher Formation Serengeti Korynochoerus
Autor*innen
Kathrin Bauer
Haupttitel (Deutsch)
Die Tierwelt im Obermiozän der Hollabrunner-Mistelbacher Formation im Vergleich zur Serengeti (rezent)
Hauptuntertitel (Deutsch)
Guild Analyse
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
109 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Doris Nagel
Klassifikation
38 Geowissenschaften > 38.22 Paläozoologie
AC Nummer
AC08072178
Utheses ID
7126
Studienkennzahl
UA | 190 | 445 | 406 |
