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Haben Feminist*innen weniger Impostor-Gefühle?
der Zusammenhang zwischen Impostor Phänomen, Geschlechtsrollenorientierung und der Identifizierung als Feminist*in
Milena Keil
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Barbara Schober
Mitbetreuer*in
Marlene Kollmayer
DOI
10.25365/thesis.76033
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28976.58340.836093-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Das Impostor Phänomen betrifft erfolgreiche Personen, die an ihren eigenen Fähigkeiten zweifeln, ihren Erfolg nicht internalisieren können und daher befürchten, als Hochstapler*innen entlarvt zu werden. Obwohl Frauen in vielen Studien stärkere Impostor-Gefühle berichten als Männer, wird die Geschlechtsrollenorientierung (GRO) zunehmend als besserer Prädiktor für Impostor-Gefühle angesehen als das Geschlecht selbst. Feministische Personen internalisieren seltener traditionelle Geschlechtsstereotype und haben häufig ein egalitäres Geschlechtsrollenverständnis. Nachdem die Identifizierung als Feminist*in bei Frauen außerdem mit einem höheren Selbstwert und stärkerem Wohlbefinden einhergeht, welche negativ mit Impostor-Gefühlen zusammenhängen, wurde eine feministische Identität als möglicher protektiver Faktor gegen Impostor-Gefühle bei Frauen angenommen. Ziel dieser Studie war, die Zusammenhänge zwischen Impostor Phänomen, Geschlechtsrollenorientierung und der Identifizierung als Feminist*in zu untersuchen. Alle Zusammenhänge wurden getrennt nach Geschlecht der Teilnehmer*innen betrachtet. Mithilfe eines Online-Fragebogens wurden 276 Student*innen befragt, von denen 77.5% weiblich waren. Über 50% der Teilnehmer*innen zeigten hohe bis sehr hohe Impostor-Gefühle, was die hohe Prävalenz unter Student*innen vor Augen führt. Frauen wiesen signifikant stärkere Impostor-Gefühle auf als Männer. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen der Identifizierung mit negativ konnotierten femininen Eigenschaften und Impostor-Gefühlen. Bei Frauen bestand außerdem ein negativer Zusammenhang zwischen positiver Femininität und Impostor-Gefühlen. Anders als erwartet stellte die Identifizierung als Feministin keinen protektiven Faktor gegen Impostor-Gefühle dar. Eine stärkere Identifizierung als Feministin ging bei Frauen sogar mit höheren Impostor-Gefühlen einher; bei Männern bestand kein signifikanter Zusammenhang. Theoretische und praktische Implikationen der Ergebnisse, sowie Limitationen der Studie werden diskutiert.
Abstract
(Englisch)
The impostor phenomenon (IP) refers to successful individuals who doubt their own abilities, are unable to internalize their success and therefore fear being exposed as impostors. Although women report stronger IP feelings in many studies, gender role orientation (GRO) is increasingly considered a more reliable predictor of impostor feelings than gender itself. Feminists are less likely to internalize traditional gender stereotypes and often have egalitarian views on gender roles. Since women identifying as a feminist report higher self-esteem and greater well-being, which are negatively related to impostor feelings, feminist identity was assumed to be a possible protective factor against impostor feelings in women. The aim of this study was to investigate the relationships between the impostor phenomenon, gender-role orientation and identification as a feminist. All analyses were conducted separately for women and men. 276 students completed an online questionnaire, 77.5% of whom were female. Over 50% of the participants reported high to very high impostor feelings, which demonstrates the high prevalence of the IP among students. Women suffered from significantly higher impostor feelings than men. For both women and men, there was a positive association between negative femininity and impostor feelings. For women, there was also a negative correlation between positive femininity and impostor feelings. Contrary to expectations, identifying as a feminist was not a protective factor against impostor feelings. Identifying as a feminist was even associated with higher impostor feelings in women; there was no significant correlation in men. Theoretical and practical implications of the results, and limitations of the study are discussed.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Impostor Phänomen Geschlechtsrollenorientierung Feminismus Identität als Feminist*in Sexismus Geschlechtsunterschiede
Schlagwörter
(Englisch)
impostor phenomenon gender-role orientation feminism feminist identity sexism gender differences
Autor*innen
Milena Keil
Haupttitel (Deutsch)
Haben Feminist*innen weniger Impostor-Gefühle?
Hauptuntertitel (Deutsch)
der Zusammenhang zwischen Impostor Phänomen, Geschlechtsrollenorientierung und der Identifizierung als Feminist*in
Paralleltitel (Englisch)
Do feminists have fewer impostor feelings?
Paralleluntertitel (Englisch)
the relationship between Impostor phenomenon, gender role orientation and feminist identity
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
63 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schober
Klassifikation
77 Psychologie > 77.99 Psychologie. Sonstiges
AC Nummer
AC17212097
Utheses ID
71269
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
