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Dyadisches Coping im Alter
die Rolle des Wir-Gefühls und der psychologischen Intimität
Lisa Kocher
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Jana Nikitin
Mitbetreuer*in
Fiona Rupprecht
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76100
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29840.59827.558163-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Dyadisches Coping, die wechselseitige Unterstützung und gemeinsame Stressbewältigung in der Partnerschaft, stellte sich über viele Studien hinweg als einer der wichtigsten Prädiktoren für die Partnerschaftsqualität heraus. Diese erwies sich als protektiver Faktor sowohl für das Wohlbefinden als auch für die Gesundheit und Langlebigkeit und stellt daher insbesondere für ältere Paare eine wichtige Ressource dar. Trotz der Relevanz des Konzepts des dyadischen Copings wurden Paare im höheren Erwachsenenalter und hohen Alter bislang kaum in der Forschung berücksichtigt. Es besteht zudem noch wenig Klarheit darüber, welche Mechanismen zum Zusammenhang von dyadischem Coping und der Partnerschaftsqualität beitragen. Außerdem haben bisher nur wenige Studien die Reziprozität im dyadischen Coping untersucht, die für die langfristige Effektivität des dyadischen Copings relevant sein soll. Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel, die beziehungsrelevante Funktion und Effektivität des dyadischen Copings im Rahmen des systemisch-transaktionalen Modells zu untersuchen und den Beitrag von potenziellen Mediatoren zu ermitteln. Diese wurden im Kontext der partnerschaftlichen Kommunikation über zentrale Themen des Älterwerdens untersucht. Da die bisherige Forschung zeigte, dass Paare noch unzureichend über die Altersvorsorge sprechen, sollte untersucht werden, welchen Einfluss beziehungsrelevante Faktoren auf eine positive Kommunikation über die Auseinandersetzung mit dem Älterwerden ausüben. Spezifisch wurde die Fragestellung untersucht, welche Rolle das dyadische Coping und die Partnerschaftsqualität im Alltag im Zusammenhang mit dem Wir-Gefühl und der wahrgenommenen Intimität in der Auseinandersetzung mit dem Älterwerden einnehmen. In einer zweiteiligen Studie, die sich aus einer Fragebogen- (N = 55 Paare) und einer Beobachtungsstudie im Labor (N = 28 Paare) zusammensetzte, wurden Paare im Alter von 51 bis 95 Jahren (M = 62 Jahre) untersucht. Die Analysen zeigten, dass sich die wahrgenommene Unterstützung in der Partnerschaft positiv auf die eigene Partnerschaftsqualität auswirkt. Zudem deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die psychologische Intimität diesen Zusammenhang vermittelt. Entgegen der Erwartung nahm das Wir-Gefühl keine vermittelnde Rolle ein. Zusätzlich wurde die Reziprozität in der gegenseitigen Unterstützung untersucht. Es zeigte sich, dass eine höhere Diskrepanz in der wahrgenommenen Unterstützung einen signifikanten negativen Einfluss auf die Partnerschaftsqualität ausübt. Dieser Zusammenhang wurde weder durch das Wir-Gefühl noch durch die psychologische Intimität vermittelt. Weiters wurde eine Reihe von Alters- und Geschlechtseffekten sichtbar. Die Befunde weisen darauf hin, dass sowohl die gegenseitige Unterstützung als auch die Zufriedenheit in der Partnerschaft einen positiven Einfluss auf die wahrgenommene Intimität in der Auseinandersetzung mit dem Älterwerden ausübt. Abschließend werden Implikationen für künftige Forschungsansätze diskutiert.
Abstract
(Englisch)
Dyadic coping, the mutual support and joint stress management in the relationship, has been shown across many studies to be one of the most important predictors of relationship quality. It has been shown to be a protective factor for well-being as well as for health and longevity and is therefore an important resource for older couples. Despite the relevance of the concept of dyadic coping, couples in later adulthood and old age have received little research attention. Moreover, there is still a lack of clarity about which mechanisms contribute to the relationship between dyadic coping and relationship quality. Furthermore, few studies have investigated reciprocity in dyadic coping, which is thought to be relevant for the long-term effectiveness of dyadic coping. The aim of the present study was to investigate the relationship-relevant function and effectiveness of dyadic coping within the framework of the systemic-transactional model and to determine the contribution of potential mediators. These were examined in the context of partnership communication on key issues of ageing. As previous research has shown that couples still talk insufficiently about provision for old age, the aim was to investigate the influence of relationship-relevant factors on positive communication about the examination of ageing. The study specifically investigated the role of dyadic coping and partnership quality in everyday life in connection with we-ness and perceived intimacy in the confrontation with ageing. In a two-part study consisting of a questionnaire study (N = 55 couples) and an observational study in the laboratory (N = 28 couples), couples aged 51 to 95 years (M = 62 years) were examined. The analyses showed that perceived support within the partnership has a positive effect on relationship quality. The results also suggest that psychological intimacy mediates this association. Contrary to expectations, we-ness did not play a mediating role. In addition, reciprocity in mutual support was examined. It was found that an increased discrepancy in perceived support had a significant negative influence on relationship quality. This association was neither mediated by the sense of togetherness nor by psychological intimacy. Furthermore, several age and gender effects were visible. The findings indicate that both mutual support and satisfaction in the partnership have a positive influence on perceived intimacy in the examination of ageing. In conclusion, implications for future research approaches are discussed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
dyadisches Coping ältere Paare Wir-Gefühl Intimität Themen des Älterwerdens
Schlagwörter
(Englisch)
dyadic coping older couples we-ness intimacy ageing
Autor*innen
Lisa Kocher
Haupttitel (Deutsch)
Dyadisches Coping im Alter
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Rolle des Wir-Gefühls und der psychologischen Intimität
Paralleltitel (Englisch)
Dyadic coping in older couples
Paralleluntertitel (Englisch)
the role of we-ness and psychological intimacy
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
90 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jana Nikitin
Klassifikation
77 Psychologie > 77.58 Alterspsychologie
AC Nummer
AC17217819
Utheses ID
71308
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
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