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Applying the JD-R model to physical sex work in Austria
Ines Hölbl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Psychologie
Betreuer*in
Christian Korunka
Mitbetreuer*in
Julia Reiter
DOI
10.25365/thesis.80435
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31112.56118.866653-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Österreich reguliert den Verkauf und Kauf von sexuellen Dienstleistungen mit der Absicht, Sexarbeiter*innen besser zu kontrollieren und dadurch auch die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Dennoch gehören Sexarbeiter*innen nach wie vor zu einer Randgruppe, die bei der Ausübung ihres Berufs mit prekären Arbeitsbedingungen sowie rechtlichen und sozialen Einschränkungen zu kämpfen hat. Die Stigmatisierung dieses Arbeitsfeldes spiegelt sich auch in der wissenschaftlichen Literatur wider, die insbesondere aus (arbeits-)psychologischer Sicht große Lücken aufweist. Diese qualitative Studie zielt darauf ab, Sexarbeit mit Körperkontakt in Österreich anhand des Job Demands-Resources (JD-R) Modells zu analysieren. Es wurden halbstrukturierte Interviews mit 6 erwachsenen Sexarbeiter*innen in Österreich geführt, wobei eine möglichst große Bandbreite an Arbeitsumgebungen (Bordell, Laufhaus, Escort, Sexualassistenz, Straßenstrich, BDSM) berücksichtigt wurde. Es wurde ein breites Spektrum an Arbeitsanforderungen und -ressourcen generiert. Relevante Anforderungen waren verschiedene Aspekte der emotionalen Arbeit, der Mangel an sozialer Unterstützung und Erfahrungen mit Stigmatisierung und Diskriminierung. Faktoren wie Autonomie, Informationen über die Arbeit und Wertschätzung durch die Kunden wurden als wichtige Arbeitsressourcen genannt. Diese Studie trägt zur begrenzten (arbeits-)psychologischen Forschung über Sexarbeit bei, indem sie ein Verständnis der Arbeitsanforderungen und Ressourcen in diesem Bereich bietet. Sie bildet einen wichtigen Rahmen für künftige Untersuchungen und ermöglicht die systematische Ermittlung von Arbeitsanforderungen und -ressourcen, so dass Fachleute und politische Entscheidungsträger*innen gezielte Maßnahmen und Interventionen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen entwickeln können.
Abstract
(Englisch)
Austria regulates the sale and purchase of sexual services with the intention of being able to better monitor workers, and thus also improve the working conditions. Nevertheless, sex workers still belong to a marginalized group that deals with precarious working conditions and legal and social restrictions when practicing their profession. The stigmatised nature of this area of work is also reflected in the scientific literature which shows large gaps, especially from an (occupational) psychological perspective.
This small-scale qualitative study aims to analyse physical sex work in Austria using the Job Demands-Resources (JD-R) model. Semi-structured interviews were conducted with 6 adult sex-workers in Austria, sampling for maximum difference in terms of work environments (brothel, Laufhaus, escort service, sexual assistance, street-based sex work, BDSM). Analysis was done following Mayring’s qualitative content analysis (QCA). A broad range of major and minor job demands and resources were generated.
Relevant demands were various aspects of emotional labour, lack of social support and experiences of stigmatisation and discrimination. Factors like Autonomy, Information about the job and appreciation by clients were reported to be significant job resources.
This study contributes to the limited (work)psychological examination of physical sex work, offering an understanding of job demands and resources in the field. This will serve as a crucial framework for future investigations, enabling systematic identification of job demands and resources and thus enabling practitioners and policy makers to develop targeted policies and interventions to improve working conditions.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Sexarbeit JD-R Modell Arbeitsanforderungen Prostitution Arbeitsbedingungen
Schlagwörter
(Englisch)
Sex work JD-R model job demands prostitution working conditions
Autor*innen
Ines Hölbl
Haupttitel (Englisch)
Applying the JD-R model to physical sex work in Austria
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
70 Seiten : Diagramme
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Christian Korunka
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
77 Psychologie > 77.85 Sexualpsychologie
AC Nummer
AC17253726
Utheses ID
71329
Studienkennzahl
UA | 066 | 840 | |
