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Über das Gelingen der Liebe
die Wesensart des Eros bei Herbert Marcuse und Georges Bataille aus philosophiedidaktischer Perspektive
Johanna Graf
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Interdisziplinäre Ethik
Betreuer*in
Jens Bonnemann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76196
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31136.52981.722865-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Zuge meiner Masterarbeit möchte ich mich mit einer Wesensart der Liebe beschäftigen und den Fokus auf die philosophisch-ethischen Aspekte des Eros legen. Dazu möchte ich die unterschiedlichen Auffassungen von Eros bei Herbert Marcuse und Georges Bataille gegenüberstellen und sie in einen fachdidaktischen Kontext einbetten. Ausgehend von der Klärung unterschiedlichster Grundelemente rund um den Eros-Begriff, soll die Herkunft des Eros in Platons „Gastmahl“ beleuchtet werden. Da ich unter anderem Ethiklehrerin bin, möchte ich durch einen Aktualitätsbezug den Bogen zwischen theoretischem Wissen und praktischer Umsetzung im Ethikunterricht in der Sekundarstufe II spannen, damit es möglich wird, Eros aus unterschiedlichsten Perspektiven zu betrachten. Im Besonderen wird Erotik als eine innere Erfahrung bei Georges Bataille herausgearbeitet und Herbert Marcuses Antwort auf Freuds oft unwiderlegte These, dass Zivilisation und Kultur auf der andauernden Unterdrückung menschlicher Triebe basiert, genauer analysiert. Bei näherer Betrachtung erscheinen der Mythos und die Begrifflichkeiten rund um Eros fast uferlos. Neben der Philosophie haben sich viele unterschiedliche Fachbereiche, wie die bildende Kunst, die Literatur, die Psychologie und unterschiedliche Religionen damit befasst, was die Bedeutsamkeit von Eros zusätzlich unterstreicht. Texte, Bilder, Bücher und Musik sind seit Menschengedenken voll von Liebessehnsucht, Liebesbezeugungen und Liebesenttäuschung. Deswegen sollte dieses Thema rund um die Dimensionen der Liebe und Formen der Sexualität auch im Ethikunterricht differenziert betrachtet werden. Denn Eros hat immer eine Funktion und die kann zum Besten oder zum Schlechtesten genutzt werden. Aus Liebe sind Menschen zu wundervollen, großen Taten fähig, zugleich können Menschen aufgrund der Liebe fahrlässig handeln oder sogar ein Verbrechen begehen und selbst, wer aus Liebe das Richtige tun will, kann sich dabei unvernünftig bzw. falsch verhalten. Es ist also nicht automatisch gesagt, dass man etwas Gutes tut, wenn man liebt. Damit steht die Liebe immer wieder auch auf einem ethischen Prüfstand. Deswegen wird auch die Dualität von Eros begutachtet und in einen möglichen Einklang gebracht. Ziel dieser Arbeit soll es sein, herauszufinden, wie ein von Eros angetriebenes Streben ethisch zu beurteilen ist und im Ethikunterricht zum Einsatz kommen kann. Vor allem, ob und wie Eros uns heute erscheint und ob wir in einer dem Nützlichkeitsprinzip verschriebenen Gesellschaft noch Platz für eine solch umfassende Kraft haben oder ihr überhaupt geben können. Des Weiteren sollen Wege aufgezeigt werden, wie Eros verwirklicht werden und was er zu einem Gelingen der Liebe beitragen kann. Zur Bearbeitung des Themas dieser Masterarbeit wird eine vergleichend literaturwissenschaftliche Methode bevorzugt. Es geht darum, die Kernpunkte aus den einzelnen Theorien zusammenzutragen, diese gegenüberzustellen und sie miteinander zu vergleichen, um abschließend die zentralen Fragen differenziert beantworten zu können. Der voraussichtliche Abgabetermin der Arbeit soll im Frühjahr 2024 sein, um bis Ende Juni 2024 die Masterprüfung absolvieren zu können.
Abstract
(Englisch)
As part of my master’s thesis, I would like to deal with a nature of love and focus on the philosophical-ethical aspects of Eros. I would like to compare the different views of Eros in Herbert Marcuse and Georges Bataille and embed them in a didactic context. Starting from the clarification of various basic elements surrounding the concept of Eros, the origin of Eros in Plato's “Banquet” will be illuminated. Since I am, among other things, an ethics teacher, I would like to bridge the gap between theoretical knowledge and practical implementation in ethics lessons in upper secondary school through a topical reference, so that it is possible to look at Eros from a wide variety of perspectives. In particular, eroticism is highlighted as an inner experience in Georges Bataille and Herbert Marcuse's response to Freud's often unrefuted thesis that civilization and culture are based on the ongoing suppression of human drives, which is analyzed in more detail. Upon closer inspection, the myth and terminology surrounding Eros appear almost limitless. In addition to philosophy, many different disciplines, such as fine art, literature, psychology and various religions, have dealt with it, which further underlines the importance of Eros. Texts, images, books and music have been full of longing for love, expressions of love and disappointment in love since time immemorial. That is why this topic regarding the dimensions of love and forms of sexuality should also be viewed in a differentiated manner in ethics lessons. Because Eros always has a function and it can be used for the best or for the worst. Because of love, people are capable of wonderful, great deeds. At the same time, because of love, people can act negligently or even commit a crime, and even those who want to do the right thing out of love can behave unreasonably or wrongly. So it doesn't automatically mean that you do something good when you love. This means that love is always put to an ethical test. That is why the duality of Eros is examined and brought into a possible harmony. The aim of this thesis is to find out how striving driven by Eros can be assessed ethically and can be used in ethics lessons. Above all, whether and how Eros appears to us today and whether we still have space for or could even give it to such a comprehensive power in a society committed to the principle of utility. Furthermore, ways will be shown how Eros can be realized and what it can contribute to the success of love. A comparative literary method is preferred to address the topic of this master's thesis. The aim is to collect the key points from the individual theories, compare them and compare them with each other in order to finally be able to answer the central questions in a differentiated manner. The expected deadline for submitting this thesis is spring 2024 in order to be able to complete the master's examination by the end of June 2024.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Eros Herbert Marcuse Georges Batailles
Autor*innen
Johanna Graf
Haupttitel (Deutsch)
Über das Gelingen der Liebe
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Wesensart des Eros bei Herbert Marcuse und Georges Bataille aus philosophiedidaktischer Perspektive
Paralleltitel (Englisch)
On the success of love
Paralleluntertitel (Englisch)
the nature of Eros in Herbert Marcuse and Georges Bataille from a philosophy didactic perspective
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
93 Seiten : Illustration
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jens Bonnemann
Klassifikation
08 Philosophie > 08.38 Ethik
AC Nummer
AC17236823
Utheses ID
71340
Studienkennzahl
UA | 066 | 641 | |
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