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Auch die Fische des Königs haben Gräten
historisch-materialistische Politikanalyse des partnerschaftlichen Abkommens über nachhaltige Fischerei 2019 zwischen der Europäischen Union und dem Königreich Marokko
Hermann Heinrich
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Benjamin Opratko
DOI
10.25365/thesis.76192
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11101.69143.126742-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Seit 1988 kooperiert die Europäische Union mit Marokko im Bereich der Fischerei. Das 2018 zwischen der Europäischen Union und Marokko beschlossene Fischereiabkommen ist das erste Abkommen seiner Art, das das von Marokko völkerrechtswidrig besetzte Gebiet der Westsahara explizit einschließt. Nachdem der Europäische Gerichtshof das vorherige Fischereiabkommen auf das bereits implizit mit einbezogene, aber namentlich nicht genannte Gebiet Westsahara für nicht anwendbar erklärte, bemühten sich zahlreiche Akteure in der Europäischen Union darum, dass das Gebiet wieder in das neue Abkommen aufgenommen wird. Dies widerspricht der Verpflichtung der EU, die marokkanische Herrschaft über die Westsahara nicht anzuerkennen und untergräbt die normativen Werte der EU wie Rechtsstaatlichkeit, Selbstbestimmung, Menschenrechte und Demokratie. Die Arbeit legt mit dem Forschungsansatz der historisch-materialistischen Politikanalyse offen, welche und wessen Interessen zu diesem Ergebnis geführt haben und zeigt, dass insbesondere eine mächtige Koalition wirtschaftsliberaler Kräfte ihre Interessen durchsetzen konnte.
Abstract
(Englisch)
The European Union has been cooperating with Morocco in the area of fisheries since 1988. The fisheries agreement concluded between the European Union and Morocco in 2018 is the first agreement of its kind to explicitly include the territory of Western Sahara, which was occupied by Morocco in violation of international law. After the European Court of Justice ruled that the previous fisheries agreement was not applicable to the territory of Western Sahara, which was already implicitly included but not mentioned by name, numerous players in the European Union endeavored to have the territory included in the new agreement again. This contradicts the EU's commitment not to recognize Morocco's rule over Western Sahara and undermines the EU's normative values of the rule of law, self-determination, human rights and democracy. This work uses the research approach of historical-materialist political analysis to reveal which and whose interests led to this result and shows that it was in particular a powerful coalition of liberal economic forces that was able to assert its interests.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Historisch-materialistische Politikanalyse Fischereiabkommen Europäische Union Marokko
Schlagwörter
(Englisch)
Historical-materialist political analysis Fisheries agreement European Union Morocco
Autor*innen
Hermann Heinrich
Haupttitel (Deutsch)
Auch die Fische des Königs haben Gräten
Hauptuntertitel (Deutsch)
historisch-materialistische Politikanalyse des partnerschaftlichen Abkommens über nachhaltige Fischerei 2019 zwischen der Europäischen Union und dem Königreich Marokko
Paralleltitel (Englisch)
Even the king's fish have bones
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
123, XL Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Benjamin Opratko
Klassifikationen
89 Politologie > 89.73 Europapolitik. Europäische Union ,
89 Politologie > 89.91 Imperialismus
AC Nummer
AC17236689
Utheses ID
71353
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
