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Einstellungen als Indikatoren sprachideologischer Positionen finnischer Lehrkräfte bezüglich migrationsbedingter Mehrsprachigkeit
Hanna-Riikka Saastamoinen
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Angewandte Linguistik
Betreuer*in
Eva Vetter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.76312
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11101.72524.133768-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die kulturell-sprachlichen Verhältnisse in europäischen Ländern werden durch die stetig wachsende Zuwanderung immer komplexer. Die verschiedenen Institutionen dieser Staaten, u. a. die Schule, stehen vor der anspruchsvollen Aufgabe, sich an diese Veränderungen anzupassen. (vgl. Busch 2021; Fürstenau 2011) Nach den Ergebnissen der neuesten PISA-Studien bereitet es insbesondere dem nordeuropäischen Staat Finnland Schwierigkeiten, erfolgreiche Maßnahmen gegen die Benachteiligung von SchülerInnen mit Migrationshintergrund zu implementieren (vgl. OECD 2023; Schleicher 2019). Die in der vorliegenden Masterarbeit durchgeführte Studie befasste sich mit der Frage, welche sprachideologischen Positionen sich in den Einstellungen von finnischen Lehrpersonen manifestieren. Die Stichprobe bestand aus Lehrpersonen von Vorbereitungsklassen, in denen SchülerInnen mit Migrationshintergrund auf den Regelunterricht vorbereitet werden. Die Datenerhebung erfolgte durch ein theoriegenerierendes ExpertInneninterview (Bogner et al. 2014). Die Daten wurden sodann anhand des qualitativen Kodierverfahrens von Meuser & Nagel (1991) ausgewertet. Anschließend wurden die entstandenen Kategorien in Anlehnung an die Perspektive der kritischen Diskursanalyse (van Dijk 2015) mithilfe sprachideologischer Konzepte der semiotischen Prozesse (Irvine & Gal 2000) und Orientierungen zur Sprache und ihrer Rolle in der Gesellschaft (Ruíz 1984) erörtert. Als Mittel zur Identifizierung der Elemente dieser Konzepte dienten diskurslinguistische Merkmale wie lexikalische Ausdrücke, Präsuppositionen und Dichotomien. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf an, dass die Einstellungen der Lehrpersonen überwiegend auf monolingualen Ideologien basieren. Jedoch können auch deutliche Merkmale von heteroglossischen Ideologien erkannt werden. Diese Beobachtungen entsprechen den Ergebnissen von Studien aus anderen geographischen Kontexten (vgl. u. a. Gkaintartzi et al. 2014; Iversen 2021; Rafzar 2012) und weisen darauf hin, dass Sprachideologien sich bei Lehrpersonen nicht einheitlich, sondern versatil zeigen.
Abstract
(Englisch)
The cultural-linguistic circumstances in Europe are becoming more and more complex through the increasing immigration. The different institutions of European states, e.g. school, are faced with the challenging task of adapting to the demographic change. (Busch 2021; Fürstenau 2011) According to the latest PISA studies, the Nordic country Finland, in particular, has been experiencing difficulties with the implementation of efficient measures against the disadvantages encountered by pupils with immigration background in school (OECD 2023; Schleicher 2019). The empirical study of this master’s thesis explores which language-ideological positions manifest in the attitudes of Finnish teachers. The sample consisted of teachers of preparatory education, whose purpose is to prepare pupils with immigration background for mainstream classes. The data collection was conducted through a theory-generating expert interview (Bogner et al. 2014). Subsequently the data was analysed by utilizing the qualitative coding process by Meuser & Nagel (1991). The resulting categories were then discussed from the perspective of critical discourse analysis (van Dijk 2015), while applying the language-ideological frameworks of semiotic processes (Irvine & Gal 2000) and orientations to language and its role in the society (Ruíz 1984). In order to identify elements of these concepts, linguistic features of discourse, such as lexical expressions, presuppositions and dichotomies, were scrutinized in the interviews. The findings of the study suggest that the attitudes of the research participants are predominantly based on monolingual ideologies. However, clear signs of heteroglossic ideologies can also be recognized. These observations correspond with the studies from other countries (Gkaintartzi et al. 2014; Iversen 2021; Rafzar 2012) and they support the claim that manifestations of language ideologies of teachers are not uniform but versatile.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Mehrsprachigkeit Migration Einstellungen Sprachideologien Theoriegenerierendes ExpertInneninterview
Schlagwörter
(Englisch)
Multilingualism Immigration Attitudes Language Ideologies Theory-Generating Expert Interview
Autor*innen
Hanna-Riikka Saastamoinen
Haupttitel (Deutsch)
Einstellungen als Indikatoren sprachideologischer Positionen finnischer Lehrkräfte bezüglich migrationsbedingter Mehrsprachigkeit
Paralleltitel (Englisch)
Attitudes as indicators of Finnish teachers' language-ideological positions on immigration-related multilingualism
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
106 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Eva Vetter
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit
AC Nummer
AC17248414
Utheses ID
71355
Studienkennzahl
UA | 066 | 899 | |
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