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Kaffeeproduktion von Kleinbauern in Papua-Neuguinea, Eastern Highlands Province
Christine Lefebvre
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium CREOLE-Cultural Differences and Transnational Processes
Betreuer*in
Hermann Mückler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81681
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25657.73904.257537-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit hat als Forschungsfrage „Welche Rolle spielt der Kaffeeanbau in der kleinbäuerlichen Produktion in Goroka, Eastern Highlands Province, Papua-Neuguinea.“ Warum habe ich dieses Thema gewählt? Ich hatte in früheren Missionen in PNG einige Erfahrungen in einer Kaffeegenossenschaft gesammelt und war neugierig darauf, wie sich diese Branche in der Folge weiterentwickelt hat. Meine Feldforschung gestaltete sich glücklicherweise sehr harmonisch. Ich wurde freundlich von der „Coffee Industry Corporation Ltd.“ aufgenommen, und nachdem ich mein Vorhaben erklärte, nämlich Kaffeekleinbauern zu interviewen, wurde mir eine Sozialarbeiterin zur Verfügung gestellt. Diese traf auch die Wahl der Interviewpartner, die sich in Goroka, aber auch in den angrenzenden Distrikten befanden. Das Interview war ein „Teilstandardisiertes Befragungsverfahren“, in dem ich sämtliche Kaffee-Geschäftsgebarungen der Bauern hinterfragte. Dies betraf natürlich auch die Einbindung ihrer Familie und das Einkommen, das sie durch diese schwere Arbeit erzielten. Ein besonderes Augenmerk legt ich darauf zu erfahren, mit welchen Problemen sie konfrontiert sind. Diese sind vielfältig, wie: - das Umgehen mit Pestiziden, - wie kann man die Überbelastung der Familie reduzieren, besonders jene, der Frauen, - wie soll man mit dem Klimawandel umgehen, der sich dadurch bemerkbar macht, dass die Ernten nahezu das ganze Jahr andauern. Ein großes Problem ist häufig die fehlende Infrastruktur, die sich darin zeigt, dass es keine befahrbaren Straßen zu den Kleinbauern gibt, wie sollen sie die schweren Säcke bis zum nächsten Abnehmer transportieren? Natürlich fehlen auch finanzielle Mittel zur Beschaffung von technischen Hilfsmitteln, wie die Anschaffung von „Hand-Pulper“., um das Fruchtfleisch von der Bohne zu trennen. Eine weitere Erfahrung konnte ich dadurch gewinnen, dass ich auch Einblicke in die Kaffeegenossenschaften erfahren durfte. Die Kaffeeproduktion ist nur ein Teil der Genossenschaften, sie vermarkten auch Obst und Gemüse und haben eine “Village Savings & Loans Association“, wo die Mitglieder auch kleine Kredite erhalten können. Gemäß dem Einsatz des Leiters der Genossenschaft ist es möglich durch verschiedene NGO`s und auch Regierungsprogrammen eine wesentliche Verbesserung der gesamten Dorfgemeinschaft zu erreichen. Wirtschaftliche und finanzielle Unterstützung kann, durch vernünftige Planung, von möglichen Geldgebern erlangt werden. Die Marktanalyse zeigt ein interessantes Bild. Im Jahr 2000 lag der Anteil am PNG- Weltmarkt bei 1,1%. Leider ging dieser bis 2017 auf 0,5% zurück. Aber die CIC ist zuversichtlich. Die Produktion konnte sich um jährlich 2% bis 2020 steigern. Der neue Business Plan 2020-2024 schlägt einen ambitionierten Weg zur Verbesserung der gesamten Kaffeekultur ein. Auch konnten die Exporte gesteigert werden. Speziell ist der Fairtrade-Bio-Kaffee in den Exportländern, vorwiegend USA, Deutschland, Australien, sowie Belgien, Russland, Japan und Neuseeland sehr gefragt. Ein Kapitel ist auch der Rolle der Frau in PNG gewidmet. Zur Verbesserung ihrer Lebenssituation trägt auch der UNDP-PNG-Gender Action Plan 2023 bei. In der Schlussfolgerung wird nochmals Bilanz gezogen, inwiefern die Forderungen der Bauern sich durch eine gezielte Unterstützung der Regierung einen höheren Ertrag und dadurch bessere Lebensqualitäten erhoffen können. Was bietet sich als Lösung an? Eine Vielzahl von Vorschlägen werden unterbreitet. Auch ist die Betreuung der „Extensionworker“ der CIC hilfreich, könnte aber noch weiter ausgebaut werden, da sie die ersten Ansprechpartner sind, um Probleme zu lösen. PNG hat sehr ehrgeizige Pläne was die gesteigerte Kaffeeproduktion für die nächsten Jahre betrifft. Es wird daher nötig sein, diesem Agrarsektor höhere finanzielle- und personelle Hilfe zukommen zu lassen, um auf dem Weltmarkt größere Aufmerksamkeit für ihren hochwertigen Kaffee zu erlangen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kaffee Klein-Bauern Papua-Neuguinea
Autor*innen
Christine Lefebvre
Haupttitel (Deutsch)
Kaffeeproduktion von Kleinbauern in Papua-Neuguinea, Eastern Highlands Province
Paralleltitel (Englisch)
Coffee production by smallholder farmers in Papua New Guinea, Eastern Highlands Province
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
140 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hermann Mückler
Klassifikation
48 Land- und Forstwirtschaft > 48.99 Land- und Forstwirtschaft. Sonstiges
AC Nummer
AC17967306
Utheses ID
71520
Studienkennzahl
UA | 066 | 656 | |
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