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Die Berichterstattung des ORF über die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking
Sandra Haas
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Klaus Lojka
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.7942
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29240.98885.325559-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Wie wirkt sich eine eingeschränkte Meinungs- und Pressefreiheit eines autoritären Landes auf die Berichterstattung von ausländischen JournalistInnen aus? Welche Probleme tauchten hinsichtlich der Berichterstattungen über die Olympischen Spiele in Peking für die JournalistInnen des ORF auf und wie gestaltete sich der Umgang mit chinesischen Sicherheitsorganen? Welche Themen wurden überhaupt im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen in die Berichterstattung aufgenommen und welche Nachrichtenfaktoren waren dafür ausschlaggebend? Im Zuge dieser wissenschaftlichen Untersuchung lieferten vor allem die Theorien der Journalismusforschung wie die Gatekeeper-Theorie oder die Nachrichtenwerttheorie den dazu benötigten theoretischen Hintergrund. Drei erfahrene JournalistInnen des ORF wurden mittels eines teilstandardisierten Gesprächsleitfadens bezüglich ihrer Erfahrungen mit der Meinungs- und Pressefreiheit während den Olympischen Spielen von 8. bis 24. August 2008 in Peking befragt. Die Aussagen der ExpertInnen wurden mit Hilfe einer computergestützten qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Für eine barrierefreie Berichterstattung der ORF-JournalistInnen war die im Jänner 2007 von der chinesischen Regierung eingeführte Regelung hinsichtlich der Ausweitung der Reise- und Recherchetätigkeit für ausländische JournalistInnen ausschlaggebend, denn vor dem 1.1.2007 machten sich diese noch strafbar, wenn trotz gültiger Journalistenakkreditierung ohne Anmeldung beim Ausländeramt in eine andere Region außerhalb Pekings gereist wurde. Im Zuge der Nachrichtenauswahl gingen vor allem viele negative Themen in die Berichterstattung über die Olympischen Spiele und China ein. Dieses Aufkommen negativer Schlagzeilen lässt sich unter anderem auch auf den ökologisch schlechten Zustand Chinas wie zum Beispiel der Luftverschmutzung zurückführen oder die in diesem Zeitraum vermehrt auftauchenden politischen Vorkommnisse. Andererseits wurde schon im Vorfeld der Olympischen Spiele Druck vonseiten europäischer Medien aufgebaut. So wurden JournalistInnen anlässlich des European Editors Forum 2008 in Wien unter anderem darauf aufmerksam gemacht, die Probleme Chinas zu beleuchten, um eine unmenschliche Entwicklung dieses Landes zu unterbinden. Die empirischen Ergebnisse dieser vorliegenden Arbeit können vor allem in der Journalismusforschung eingesetzt werden, da unter anderem auch aufgezeigt wird, welche rechtlichen Maßnahmen für JournalistInnen in einem Land gegeben sein müssen, um einen freien Nachrichtenfluss national wie international zu gewährleisten bzw. welche wirtschaftlichen Faktoren dabei vonseiten eines Medienunternehmens vorhanden sein müssen, um frei von kommerziellen Zwängen berichten zu können.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Olympische Sommerspiele 2008 Peking ORF Meinungsfreiheit Pressefreiheit Berichterstattung Nachrichtenwert Gatekeeper China
Autor*innen
Sandra Haas
Haupttitel (Deutsch)
Die Berichterstattung des ORF über die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
97 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Klaus Lojka
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.30 Massenkommunikation, Massenmedien: Allgemeines ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.36 Fernsehen
AC Nummer
AC08146365
Utheses ID
7155
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1