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Of Holy and Unholy Leagues
calculations and miscalculations in the renaissance state system 1494-1559
Raphael Xavier Heim
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lehrgang)
Betreuer*in
Thomas Row
DOI
10.25365/thesis.76158
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-12138.86275.502066-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit setzt sich mit Staat und Staatensystem der Renaissance auseinander mit einem Fokus auf die Bündnisse in den Italienischen Kriegen 1494 1559. Die Kriege der Liga von Cambrai 1508 1515 dienen dabei als Fallstudie in einem Versuch zu verstehen, weshalb die Bündnisse der Zeit konstant wechselten. Eine interdisziplinäre Herangehensweise, welche die Theorie der internationalen Beziehungen und die Historiographie verbindet, wird angewendet. Während der Realismus unterstreicht, dass interessengeleitetes Verhalten, einen modernen Staat zu einem gewissen Grad berechenbar macht, zeigt das dynastische Element im Renaissancestaat, dass ein Anführer nicht notwendigerweise entsprechend des raison d’état handelt. In dieser Arbeit wird argumentiert, dass der moderne Staat und das Staatensystem in dieser Zeit erfunden wurde und dass deshalb einige seiner Eigenschaften hier schon in der Rohform gefunden werden können. Während Legitimität und Symbolpolitik die wichtigsten Quellen der Macht mittelalterlicher Herrscher waren, stütze n die Herrscher der Renaissance auf berechnete Macht und die Ausnutzung von Gelegenheiten. Die italienischen Staaten und ihre Herrscher versuchten schon ihre Macht zu maximieren und dadurch etablierte sich ein fragiles Mächtegleichgewicht. Aufgrund ihrer sozialen, ökonomischen und politischen Beschaffenheit waren einige Staate wertvolle Verbündete, z.B. Venedig, andere wiederum, wie Florenz und Mailand, nicht. Als italienische Anführer aus verschiedenen Gründen berechnet, dass es in ihrem Interesse sei, fremde Verbündete hineinzuziehen, wurde das Mächtegleichgewicht gestört. Weil sich ein europäisches Staatensystem im modernen Sinne im Zug der italienischen Kriege überhaupt noch etablieren musste, waren die Ultramontanen frei in Italien zu intervenieren. Diese Staaten waren mächtig aufgrund eines Prozesses der regionalen Zentralisierung und nicht aufgrund eines Wettkampfs mit anderen Staaten. Ihre Anführer konnten es sich leisten der mittelalterlichen Machtlogik entsprechend zu handeln. Aus diesem Grund handelten sie nicht entsprechend dem Kalkül ihrer italienischen Verbündeten. Ein weiterer Grund für die Unberechenbarkeit im Staatensystem war die revolutionäre Art des Krieges der Zeit. Die italienischen Staaten verrechneten sich in ihrer Allianzpolitik. Während die französische Politik hegemonialer Allianzen zuerst Erfolge zeitigte, waren es letztendlich die Spanier die durch ihre unterschiedlichen Garantieallianzen, Italien dominieren würden.
Abstract
(Englisch)
This thesis discusses the Renaissance state and state system with a focus on the alliances during the Italian Wars 1494 1559. The Wars of the League of Cambrai 1508 1515 serve as a case study in an attempt to understand why alliances of the time were constantly shifting. An interdisciplinary approach combining theory of international relations and historiography is implemented. While realism emphasizes that interest driven behavior makes the modern states predictable to a degree, the dynastic element of the Renaissance state shows that leaders do not necessarily act according to the raison d’état. The thesis argues that the modern state and state system were invented during this period and therefor many of their characteristics can already be found but in their raw form. While legitimacy and symbolic politics had been the main sources of power for medieval rulers, the rulers of the Renaissance relied on calculated power and the exploitation of opportunities. The Italian states and their rulers were already attempting to maximize their power and a fragile balance of power established itself as a result. Due to the social, economic, and political composition of the various states, some would be valuable allies, such as Venice, while other, Florence and Milan for example, would not. When Italian leaders for various reasons calculated that it would be in their interest to bring in foreign allies the balance of power was upset. Since the European state system in the modern sense was yet to be established as a consequence of the Italian Wars the Ultramontanes were free to intervene in Italy. These states were powerful due to a process of regional centralization and not because of the competition of a state system. Their rulers could afford to act according to the medieval logics of power. For this reason, they did not act according to the calculations of their Italian allies. Another important reason for the unpredictability of the state system was the revolutionary nature of warfare at the time. The Italian states miscalculated in their alliance politics. While the French policy of hegemonic alliances was at first successful, it would be the Spanish who through various guarantee alliances would come to dominate Italy in the end.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Bündnispolitik Renaissance Italienische Kriege Staat in der Frühneuzeit Staatensystem
Schlagwörter
(Englisch)
alliance politics Renaissance Italian Wars Early Modern State state system
Autor*innen
Raphael Xavier Heim
Haupttitel (Englisch)
Of Holy and Unholy Leagues
Hauptuntertitel (Englisch)
calculations and miscalculations in the renaissance state system 1494-1559
Paralleltitel (Deutsch)
Von unheiligen und heiligen Ligen
Paralleluntertitel (Deutsch)
Kalkulationen und Miskalkulationen im Renaissance Staatensystem 1494-1559
Publikationsjahr
2024
Umfangsangabe
127 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Thomas Row
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.34 Europäische Geschichte 1492-1789 ,
89 Politologie > 89.70 Internationale Beziehungen. Allgemeines
AC Nummer
AC17232067
Utheses ID
71649
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
